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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Rein wissenschaftlich betrachtet ist Sand nichts anderes als eine Ansammlung mineralischen Materials mit einer Korngröße von 0,063 bis zwei Millimeter Durchmesser, das sehr unterschiedlich gefärbt und geformt sein kann. Alles was noch kleiner ist, nennt der Fachmann Schluff oder Ton, größere Strukturen bezeichnet man als Kies.


  • Der größte Teil des Sands ist im Laufe der Erdgeschichte durch Verwitterung und Erosion von Gestein und Felsmassiven entstanden. Beispielsweise die Karibikstrände bestehen zu einem großen Teil aber auch aus den zermahlenen Überresten von Korallen, Muscheln und Schnecken.


  • Strände entstehen vor allem dort, wo es eine ausreichende Sandzufuhr und weichen Fels gibt. Quellen für den Sand sind der Sedimenttransport der Flüsse oder die Verwitterung von Küstengestein. Wind, Wellen, Gezeiten oder Küstenströmungen sorgen für die Verteilung des Sandes und „setzen“ ihn an günstigen Stellen – etwa breite flache Küstenabschnitte oder Buchten – ab.


  • Auch wenn sich ein Strand auf den ersten Blick im Laufe der Jahre kaum zu verändern scheint, wird dort ständig Sand abgetragen und aufgeschüttet. Erosion und Ablagerung halten sich aber die Waage.


  • Die Strände und Inseln der Nord- und Ostsee sind meist erst vor rund 4.500 Jahren entstanden als der Meeresspiegel wieder langsam anstieg und sich an den Küsten große Mengen an eiszeitlichen Sanden sammelten.


  • Gezeiten, Wind und Küstenströmungen sorgen heute dafür, dass sich beispielsweise die Ostfriesischen Inseln verändern und immer weiter nach Osten wandern. Auch die Bildung neuer Inseln wird gelegentlich beobachtet.


  • Heute sind nach Angaben von Wissenschaftlern rund 80 Prozent aller Strände weltweit von Erosion bedroht. Besonders schlimm ist die Situation in China, wo in manchen Regionen Jahr für Jahr Küstenstreifen mit einer Breite von bis zu 85 Metern verloren gehen.


  • Der Klimawandel und der damit verbundene Meeresspiegelanstieg könnten dazu führen, dass in Zukunft viele Strände immer schmaler und steiler werden oder sogar ganz von der Landkarte verschwinden.


  • Aber auch der Tourismus selbst bedroht das Überleben der Strände. Die Zerstörung der natürlichen Vegetation durch den Bau von Hotels oder Freizeiteinrichtungen oder ein reduzierter Sedimenttransport ins Meer – u.a. durch den Bau von Stauseen an Flüssen - tragen zur Erosion der Küstenabschnitte bei.


  • Um die Abtragung der Strände in den Griff zu bekommen, werden beispielsweise Sandvorspülungen eingesetzt. Dabei wird der Sand mithilfe von Schiffen aus tieferen Meeresbereichen abgesaugt und dann auf die besonders betroffenen Strände gepumpt. Die Verteilung des Sandes und die endgültige Sanierung der Küstenabschnitte übernehmen dann anschließend Wind und Wellen.

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