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Freitag, 10.02.2012
Meeresspiegelanstieg sorgt für Strandsterben
Der Klimawandel und seine Auswirkungen

Was haben Gletscher und Strände gemeinsam? Nicht sehr viel würde man vermutlich spontan antworten. Hier Eis, Schnee und Kälte, dort ein Meer von Sand oder Kies und unendliche Wassermassen. Doch so unterschiedlich diese Landschaften auch sein mögen, zumindest eines haben sie gemeinsam: Sie werden immer weniger und kleiner. Mit verantwortlich dafür ist in beiden Fällen ein Faktor: der weltweite Klimawandel.

Schauplatz Pelekas Beach an der Westküste von Korfu. Der breite, langgezogene Sandstand lädt mindestens von April bis Oktober täglich Tausende von Touristen zum (Sonnen-)Baden, zu Strandspaziergängen oder Wassersportaktivitäten ein. Und auch für die „lieben Kleinen“ bietet er optimale Voraussetzungen. Rund hundert Meter weit kann man an dem flach abfallenden Strand ins Wasser laufen, ohne dass man den Grund unter den Füßen verliert.

Doch wie lange noch? Schmal, steil und überfüllt – so könnten schon in wenigen Jahrzehnten dieser Traumstrand auf Korfu und viele andere Badeparadiese aussehen, wenn es mit der Küstenerosion so weiter geht wie bisher.

Statt auf feinem weißen oder goldgelbem Sand wie im Moment, könnte sich das Strandgeschehen schon bald auf den grobkörnigen Resten abspielen, die Wind und Wellen übrig gelassen haben.

Die Macht der Wellen 
Die Macht der Wellen
© Aztech
Die Strände weltweit werden in Zukunft vor allem unter dem steigenden Meeresspiegel, den immer höheren Windgeschwindigkeiten und der - damit verbundenen - steigenden Kraft der Wellen leiden. Vor allem die feinen Sande werden dann abgetragen und vielen der nur sanft ansteigenden Strände droht dann auch die dauerhafte Überflutung.

Wissenschaftler rechnen damit, dass der Meeresspiegel in den nächsten 100 Jahren um bis zu 1,10 Meter steigen wird. Britische Fachleute spekulieren bereits, dass die Sand- und Kiesstrände Großbritanniens bis zum Jahr 2100 fast vollständig verschwunden sein könnten. Noch fataler wären die Folgen beispielsweise für die Niederlande, Bangladesch oder die tropischen Marshall-Inseln (Majuro), die schon heute wenigstens zum Teil unter oder nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen.

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