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Samstag, 25.11.2017
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Wer findet den "Affenmenschen"?

Auf der Suche nach dem "Missing Link"

Eugene Dubois

Eugene Dubois

Es dauerte eine Weile, bis der Gedanke, daß es sich bei dem "Düsseldorfer" tatsächlich um einen "primitiven" Menschen handelte, akzeptiert wurde. Die Vorstellung von dem fehlenden Bindeglied wurde dadurch für viele noch faszinierender und brachte die ersten Wissenschaftler dazu, gezielt nach dem "Pithecanthropus", dem Affenmenschen, zu suchen.

Der holländische Arzt Eugène Dubois entdeckte 1891/92 bei Trinil auf Java ein scheinbar menschenaffenähnliches Schädeldach und einen Oberschenkelknochen. Überzeugt davon, den gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Affe gefunden zu haben, benannte er ihn Pithecantropus erectus, der aufrechtgehende Affenmensch. Die Fachwelt konnte seine Begeisterung jedoch nicht teilen. Ebenso erging es dem Anatomen Raymond Dart. Er gab 1924 die Entdeckung des "Missing link" in Südafrika bekannt. Er nannte seinen Affenmenschen Australopithecus africanus, der südliche Affe Afrikas.

Die beiden Entdecker lagen mit ihren Behauptungen, das "Missing link" entdeckt zu haben, tatsächlich falsch. Spätere Untersuchungen ergaben aber, daß es sich bei Dubois´ Entdeckung um einen etwa eine Millionen Jahre alten Frühmenschen und bei Darts Kinderschädel von Taung um einen noch primitiveren Vormenschen handelte.

Seit dieser Zeit haben Paläontologen überall in der Alten Welt, vor allem aber in Afrika, unzählige Fossilien entdeckt. Bis in die 60er Jahre unseres Jahrhunderts waren alle fossilen Arten und Formen der heute unterschiedenen menschlichen Entwicklungslinien bekannt . Die Wege nach der Gabelung der afrikanischen Großaffen und des modernen Menschen sind in der groben Struktur bekannt, aber der gemeinsame Vorfahre, das "Verbindungsglied" zwischen beiden Linien haben die Paläoanthropologen noch mmer nicht gefunden. Die Suche geht weiter.

Stand: 16.11.2001
 
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