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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Viermal im Laufe der Evolution haben es Vertreter des Tierreichs geschafft, der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen und den Himmel zu erobern: Flugsaurier, Vögel und Fledermäuse innerhalb der Wirbeltiere und Insekten innerhalb der Wirbellosen.


  • Insekten waren die tierischen Flugpioniere, sie schwangen sich bereits vor mehr als 300 Millionen Jahren in die Lüfte, erst rund 100 Millionen Jahre später folgten die ersten Flugsaurier.


  • Die größte Tiergruppe unseres Planeten sind die Insekten. Mehr als 800.000 Arten kennt man bisher und ständig werden neue entdeckt. Das Fliegen verschaffte ihnen diesen Vorsprung vor anderen Arten. Es ermöglicht ihnen, sich effektiv über weite Gebiete zu verbreiten, vor Fressfeinden zu flüchten und Nahrung oder einen Partner zu suchen.


  • Vögel sind perfekte Flugmaschinen. Jeder Teil ihres Körpers ist optimal an das Fliegen angepasst: Ihr Rumpf, stromlinienförmig wie ein Torpedo, erlaubt es ihnen, mit minimalem Widerstand durch die Luft zu gleiten. Ihre Knochen, durchzogen von zahlreichen luftgefüllten Hohlräumen, sind leicht aber stabil genug, um den starken Flugmuskeln genügend Halt zu bieten.


  • Ein Vogelflügel ist so geformt, dass seine Oberseite stärker gekrümmt ist als die Unterseite und seine Vorderkante dicker als die spitz zulaufende Hinterkante. Dadurch strömt die Luft schneller über die Flügeloberseite als über die Unterseite. Durch diese Unterschiede entsteht ein Unterdruck an der Oberseite, der den Flügel nach oben saugt - der Auftrieb.


  • Zwischen 1.000 und 25.000 Federn unterschiedlichster Art trägt ein Vogel mit sich herum. Alle beruhen auf dem selben Grundbauplan: ein hohler Schaft, von dem aus verzweigte Seitenäste abgehen.


  • Daunenfedern sollen in erster Linie isolieren, der Schaft ist daher kurz, die Fiederchen bilden eine lose, nicht miteinander verbundene "Wolle". Ganz anders dagegen die Schwungfedern: ein langer gerader Schaft sorgt für Stabilität, die Fiederchen sind durch feine Häkchen so miteinander verbunden, dass sie zusammen eine feste Federfläche bilden. Die Schwungfedern bestimmen die Form des Vogelflügels.

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