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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Solarenergie kann sowohl zur Stromerzeugung, der so genannten Photovoltaik, als auch der Wärmegewinnung, der so genannten Solarthermie dienen.


  • Solarenergie ist in der Nutzung umweltfreundlich. Bereits heute werden durch die Nutzung von Solarwärme in Deutschland jährlich 200 Millionen Liter Heizöl eingespart und rund 500.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.


  • Die Sonne sendet in 30 Minuten mehr Energie auf die Erde, als alle Menschen zusammen in einem Jahr verbrauchen. In Deutschland beträgt die eintreffende Strahlungsmenge jährlich 900 bis 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter, was in etwa dem Brennwert von 100 Litern Heizöl entspricht.


  • Die Stromausbeute von Solarzellen reicht zwar für die Versorgung von Einfamilienhäusern aus, aber für die großtechnische Stromgewinnung ist sie noch nicht effizient genug. Im Jahr 2003 produzierten alle Solaranlagen der Welt zusammen etwa soviel Strom wie ein einziges konventionelles Kraftwerk.


  • Zur Deckung des Strombedarfs einer Person werden derzeit ungefähr acht Quadratmeter Solarfläche benötigt. Für die optimale Energieausbeute sollte die Solarfläche nach Süden ausgerichtet und um 30 Grad geneigt sein.


  • Eine Solarzelle besteht aus Silizium-Halbleiterplatten, die die einfallende Strahlungsenergie in Strom umwandeln. Moderne Solarzellen können so zwischen 12 und 18 Prozent der Sonnenenergie in Strom umwandeln. Bei den ersten Prototypen lag dieser Wert noch bei einem Prozent.


  • Bereits sechs Quadratmeter Sonnenkollektorfläche reichen zur Warmwasserversorgung eines Vierpersonen-Haushalt aus. Dabei wird die Wärmestrahlung der Sonne durch Röhren- oder Flachkollektoren eingefangen und in Wärmespeichern bis zum Gebrauch „gelagert“.


  • Solarthermische Kraftwerke nutzen die Sonnenenergie im großen Maßstab durch die Bündelung der Energieausbeute vieler kleiner Anlagen. Trotz technischer Verbesserungen lohnen sie sich derzeit nur in den strahlungsreichen Regionen der Erde, den Wüsten. In Europa existieren in Spanien mehrere Pilotanlagen.


  • Solarenergie soll in Zukunft nicht nur effizienter und billiger sondern auch kleiner werden. Wissenschaftler in aller Welt arbeiten an der Miniaturisierung und Flexibilisierung der Solarzellen.


  • Über 30 Bundes- und Länderinitiativen fördern die Investition in die Solarbranche – auch für private Haushalte. Zusätzlich können zinsgünstige Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bezogen werden. Und je nach Anlagentyp amortisiert sich der Kauf im Laufe der Jahre sogar von selbst.


  • Deutschland ist in der Solarbranche nicht nur führend in Europa sondern sogar nach Japan weltweit die Nummer zwei auf dem Photovoltaik-Markt.

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