Wo sitzt die Moral? Und wo das Schuldgefühl? Fragen dieser Art stellen sich auch die Hirnforscher heute immer häufiger. Zumindest einige Ursachen unseres Handelns hinterlassen tatsächlich sichtbare Veränderungen im Denkorgan. Unter anderem deshalb nutzen Anwälte schon jetzt manchmal Hirnscans, um beispielsweise die Schuldunfähigkeit ihrer Mandanten zu beweisen.
Aber können solche bunten Bilder des Gehirns tatsächlich dazu beitragen, einen juristischen Sachverhalt zu klären, einen Straftäter zu überführen oder seine Schuldfähigkeit zu klären? Oder besteht vielmehr die Gefahr, dass Richter sich vom trügerischen Charme bunter Bilder verführen lassen? Die Neurowissenschaft der Moral verändert die Art, wie wir über Menschsein und menschliches Handeln denken. Die Hirnforschung hält Einzug auch in die Gerichtssäle.
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