Jahrzehntelang galt Atomenergie als sicher und umweltfreundlich, vereinzelt sogar als unverzichtbar. Doch seit einer Woche erlebt die Welt eindrücklich und dramatisch, wie wenig beherrschbar die Technologie ist, wie hilflos der Mensch angesichts der Urkraft dieser Energie. Und noch ist der verzweifelte Kampf gegen den Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi nicht entschieden, noch sind die Reaktoren außer Kontrolle, die Kernschmelzen nicht gestoppt.
Die Katastrophe begann, als ein Erdbeben der Stärke 9,0 und der dadurch ausgelöste Tsunami die Ostküste Japans trafen. Beides zusammen wäre schon schlimm genug, doch zu Leid, Tod und Zerstörung der Naturkatastrophe kam dann noch die technische Havarie, der größte anzunehmende Unfall: Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, direkt an der Küste gelegen, brachen Stromversorgung und Kühlung zusammen, die Reaktoren gerieten außer Kontrolle.
In mindetens drei Reaktoren begann eine Kernschmelze, radioaktive Nuklide wurden ins Meer und die Luft freigesetzt. Die Bewohner der Region mussten ihre Heimat verlassen. Wie aber konnte es dazu kommen? Und was bedeutet ein Unfall dieser Art für Umwelt und Mensch? |