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Montag, 06.09.2010
Das Schwerpunktthema der Woche
Der große Blow-Out
Ölflut im Golf von Mexiko
Aus dem Bohrloch der Deepwater Horizon abgeleitetes Erdgas wird abgefackelt.
Aus dem Bohrloch der Deepwater Horizon abgeleitetes Erdgas wird abgefackelt.
© U.S. Coast Guard / Patrick Kelley

Am 20. April 2010 begann mit einer Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko eine der größten Umweltkatastrophen der Neuzeit. Seither flossen täglich mehrere Millionen Liter Öl ins Meer. Erst Monate nach dem Unfall gelang es dem Ölkonzern BP zum ersten Mal, den Ölstrom zu stoppen.

Doch warum mussten erst mehr als 600 Millionen Liter Öl ins Meer fließen und Monate vergehen, bis dies gelang? Und warum musste es überhaupt erst zu dem Unfall kommen? Diese Fragen stellt nicht nur der US-Untersuchungsausschuss zu dem Vorfall, auch Lagerstättengeologen und Ingenieure weltweit beschäftigen sich damit. Unter ihnen auch Wilhelm Dominik, Professor für Explorationsgeologie an der Technischen Universität Berlin. Seiner Meinung nach sind im Golf von Mexiko gleich mehrere Fehler gemacht worden.

Die Vorgeschichte der Katastrophe, was bis heute passiert ist und welche Pannen nachweislich oder auch nur möglicherweise gemacht wurden, rollen wir hier noch einmal auf. Auch was hinter dem ersten echten Erfolg im Stoppen des Öls steht, wird erklärt.

Mehr zum Thema finden Sie auch in unserem ständig aktualisierten Special zur Ölkatastrophe Deepwater Horizon

Inhalt:
Die Vorgeschichte
Warum Lage und Technik die Bohrung so riskant machten
Der „Blow-Out“
Wie es zur Katastrophe kam
Barrieren, Chemie und Feuer gegen das Öl
Der Kampf gegen die Ölpest über Wasser
In der Tiefe
Versuche zur Abdichtung am Bohrloch
Operation „Top Kill“
Pfropf aus Schlamm
Ein erster Erfolg
Operation Ersatzkappe stoppt erstmals den Ölfluss
Letzte Hoffnung „Bottom Kill“
Entlastungsbohrungen sollen Ölfluss unterirdisch stoppen
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