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CryoSat: Mission ins Eis

Ein Satellit vermisst die Eisbedeckung unseres Planeten

Cryosat-2 im Orbit

Cryosat-2 im Orbit

Am 8. April 2010 um 15:57 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit ist der erste ESA-Satellit speziell zur Vermessung des Polareises erfolgreich in den Orbit gestartet (Video). CryoSat-2 soll entscheidende Daten zum Schwinden der Gletscher und Eisflächen liefern und vor allem eine entscheidende Frage beantworten: Wie schnell schwindet das Eis?

Die schrumpfenden Eisdecken der Polargebiete gelten als eines der ersten und am deutlichsten sichtbaren Warnzeichen der globalen Erwärmung. So zitiert der 4. Weltklimabericht des Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) Satellitendaten, nach denen die durchschnittliche jährliche Meereisfläche in der Arktis seit 1978 um 2,7 Prozent pro Jahrzehnt zurückgeht. Doch auch bei der Regulierung des Klimas und des Meeresspiegels, spielt das Eis eine wichtige Rolle. Jede Veränderung der Eisfelder hat daher weitreichende Konsequenzen.

Natürlich werden die Eiskappen der Erde bereits seit Jahren intensiv beobachtet – auch aus dem Weltraum, beispielsweise durch den ESA-Satelliten Envisat. Doch diese Messungen erfassen bisher nur ein Teil des Gesamtbilds – die Ausdehnung der Eisflächen. Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die empfindlichen Polarregionen zu verstehen, müssen die Klimaforscher aber vor allem wissen, wie sich die Dicke der Land- und Meereismassen verändert.

CryoSat ist der erste Satellit, der genau dies leisten kann. Denn er ist mit Instrumenten ausgerüstet, die die Eisdicken genauer als jemals zuvor ermitteln können. Diese dringend benötigten Daten vervollständigen das Bild und ermöglichen den Klimaforschern ein besseres Verständnis der Bedeutung der Eismassen für das Erdsystem.

Inhalt:

  1. CryoSat 1: der Fehlschlag
    Der erste Anlauf im Jahr 2005
  2. Warum ist das Eis so wichtig?
    Klima, Eis und Meeresströmungen
  3. CryoSat-2: Rückwärts in die Umlaufbahn
    Der Start und der Ablauf der Mission
  4. Wie funktioniert CryoSat?
    Das Prinzip der Eisdickenmessung mit dem SAR
  5. Eine Frage der Position
    Die Flugbahn und die „Eigenwahrnehmung“ des Satelliten
Nadja Podbregar
Stand: 07.04.2010
 
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