Es gilt als Vorhaben der Superlative, als größte und teuerste Initiative zur Förderung der Erneuerbaren Energien, als ambitionierteste Vision zur CO2-freien Energieerzeugung - und ist trotzdem heiß umstritten: Das Projekt „Desertec“. Der Plan: Dutzende „Sonnenkraft-Zapfanlagen“ produzieren künftig in der Sahara gewaltige Mengen an Ökostrom, der teilweise auch nach Deutschland fließen soll.
Während die Anhänger von Desertec auf ein neues, grünes Energiezeitalter hoffen und Vorteile für den Klimaschutz rühmen, warnen die Kritiker vor übertriebenen Hoffnungen und zweifeln an der Umsetzbarkeit des 400 Milliarden Euro-Vorhabens.
Manche von ihnen sprechen sogar von einer unausgegorenen „Fata Morgana“. Sie fürchten, dass die geplanten Solarkraftwerke und das neue Superstromnetz zu gigantischen Subventions- und Bauruine werden könnten. Doch wer hat recht? |