Sie gelten als „Fische ohne Blut“, als Exoten der Polarmeere und rätselhafte Überlebenskünstler – die Eisfische. Bekannt sind sie schon seit 1844, doch ihre physiologischen Besonderheiten sind erst in der Neuzeit allmählich entdeckt und erforscht worden.
Eisfische nehmen eine Ausnahmestellung unter den Wirbeltieren ein: Denn ihrem Blut fehlt das sauerstoffbindende Hämoglobin. Dadurch können die Eisfische den lebensnotwendigen Sauerstoff nur in physikalischer Lösung im Blut transportieren. Trotz dieses vermeintlichen Nachteils sind Eisfische im Meeresgebiet der Antarktis so häufig, dass sie von der Fischerei kommerziell genutzt werden – und inzwischen von der Überfischung bedroht sind. |