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Dienstag, 27.09.2016
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Bedrohtes Paradies Wattenmeer

Wo der Meeresboden begehbar ist...

Wattboden

Wattboden

Das Wattenmeer gehört noch immer zu den wenigen, fast vollkommen unberührten Naturlandschaften in Europa. Von Den Helder in den Niederlanden bis hoch ins dänische Esbjerg reicht dieses weltweit größte zusammenhängende Wattengebiet, in dem man bei Ebbe zweimal am Tag über den Meeresboden laufen kann, ohne nass zu werden.

Doch nicht nur Stress geplagte Urlauber tummeln sich hier auf der Suche nach Ruhe und Erholung, auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ist das Wattenmeer zu einem der letzten Rückzugsgebiete geworden.

Heuler, Seegras, Miesmuschel, Austernfischer oder Seesterne kennt wohl jeder, aber was ist ein Knutt? Wer hinterlässt die kringeligen Sandhäufchen auf dem Wattboden? Und welcher Fisch verbringt Ebbeperioden in nur wenigen Zentimeter tiefen Pfützen?

Dass auf einem Quadratmeter Wattboden mehr Organismen leben, als auf derselben Fläche im tropischen Regenwald ist umso erstaunlicher, da die Fauna und Flora hier mit den widrigsten Bedingungen zu kämpfen hat. Der ständige Wechsel zwischen Überflutung und Trockenheit, die zermürbende Kraft der Wellen und vor allem das Überangebot an Salz machen vielen Tieren und Pflanzen das Leben schwer. Erst durch ganz spezielle Anpassungen im Laufe der Evolution ist es ihnen gelungen, dieses Refugium dauerhaft für sich zu erobern.

Doch das Wattenmeer, dessen Aussehen sich bei jeder Flut ändert, ist in Gefahr. Auslaufendes Öl, giftige Algenblüten und mysteriöse "schwarze Flecken" drohen das sensible Ökosystem aus dem Gleichgewicht zu bringen oder sogar zu zerstören. Und auch die unberechenbaren Sturmfluten nagen an der Küste und holen sich immer wieder ein Stück Land zurück...

Inhalt:

  1. Gebiet, in dem man waten kann
    Das Wattenmeer stellt sich vor
  2. Beständig ist nur der Wandel
    Wieso gibt es eigentlich das Watt?
  3. Watt ist nicht gleich Watt...
    Geologische und geographische Einteilung
  4. Von Salzwiesen und Dünen...
    Die Lebensräume im Watt
  5. Schützenwerte Naturlandschaft
    Die Nationalparks im Wattenmeer
  6. Hier ist mehr los als im Regenwald...
    Nicht jeder kann hier leben
  7. Rekordverdächtiges im Wattenmeer
    Es kreucht und fleucht...
  8. Von Knutt, Plattfisch, Heuler und dem kleinen Tümmler
    Watt als Heimat für Tiere der Lüfte und des Wassers
  9. Ganz schön abgehärtet
    Die Pflanzen im Wattenmeer
  10. Erdöl in der Nordsee
    Nicht nur Tankerunglücke sind Schuld...
  11. Von "schwarzen Flecken" und grünen Algen
    Zu viel Nährstoffe sind auch nicht gut...
  12. Der "blanke Hans" und seine Folgen
    Der Sand wird immer weniger...
  13. Jubiläum im Watt
    Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer 20 Jahre alt
Ute Schlotterbeck
Stand: 09.09.2005
 
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