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Das Schwerpunktthema der Woche

Erosion in der Wüste 
Erosion in der Wüste
© Harald Frater
Erosion und Verwitterung
Landschaft im Wandel

Ohne sie sähe unsere Welt sicherlich anders aus: Es gäbe keine tiefen Schluchten und keine dunklen Höhlen, die Gebirge würden endlos in den Himmel wachsen und die Böden wären unfruchtbar. Zumeist unbemerkt verändern Verwitterung und Erosion die Landschaft und sind zugleich aus dem System Erde nicht wegzudenken.

Selbst im Alltag begegnet uns die Verwitterung: ein verrostendes Auto am Straßenrand, die alte und in Fetzen liegende Zeitung auf dem Bürgersteig oder der bröckelnde Putz an Häuserfassaden. Wer ahnt schon, dass hierfür dieselben Prozesse verantwortlich sind, die auch Höhlen formen, Gebirge abtragen oder Täler schaffen?

So ist ein Felssturz in den Alpen der Beginn einer weiten Reise des Gesteins als Flussschotter bis in den Atlantik. Auch der durch Regenwasser gelöste Kalk in den Karstlandschaften Kroatiens landet über den Umweg des Grundwassers irgendwann im Meer. Und der Regenwald Südamerikas ist nur durch eine regelmäßige Nährstoffdusche mit frischem Saharastaub überlebensfähig, herangetragen von den stetigen Westwinden aus Afrika.

Tag für Tag nagen Sonne, Wind und Regen an allem, was sich auf der Erdoberfläche befindet. Dabei zerkleinert die Verwitterung entweder chemisch oder mechanisch jedes noch so harte Gestein und die Erosion transportiert diesen mehr oder weniger groben Schutt an einen anderen Ort – Ausgangsmaterial für fruchtbare Böden oder neue Sedimentgesteine.

Doch durch welche chemischen Reaktionen kann Wasser selbst den härtesten Fels im wahrsten Sinne des Wortes aushöhlen? Und wieso verblasst eine Inschrift auf alten Grabsteinen in England schneller als in Ägypten? Jeder der schon einmal bei einer „steifen Brise“ am Strand spazieren war, kennt die schmirgelnde Wirkung von sandhaltigem Wind. Doch wer hat schon einmal von Kernsprüngen und fraktalen Ufern gehört? Dass Flussschotter im Oberlauf kantig und im Unterlauf rund sind, lässt sich vielleicht noch erklären, aber wieso fördert der Anbau von Mais oder Zuckerrüben die Erosion von Ackerflächen?

Scheinbar endlos erscheint die Liste der Faktoren, die Verwitterung und Erosion beeinflussen: wichtig ist die Zusammensetzung des Gesteins, die Trockenheit oder Feuchte des Klimas, die Stärke und Richtung des Windes oder der Säuregehalt des Wassers. Hinzu kommt der Grad der Vegetationsbedeckung, die Geländeform oder die Ausrichtung zur Sonne. Doch wie auch immer die Situation des „angegriffenen“ Gesteins ist, eins steht fest: Nichts und niemand entkommt der Verwitterung und der anschließenden Erosion...

Inhalt:
Schlag auf Schlag
Hungrige Flüsse
Uferlos
Wie das Meer an der Küste nagt
Es gibt für alles eine Lösung…
Chemische Verwitterung
Im Wechselbad der Temperaturen
Physikalische Verwitterung
Vom Winde verweht
Peeling der Steine
Wenn der Humus baden geht
Landwirtschaft am Boden
Gefahr am Hang
Von Erdrutschen und Schlammlawinen
Erosion beendet Klimaschock
Erdrutsche gegen Methan
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Wenn Berge in den Himmel wachsen
Kalk
Über eine ungewöhnliche Allianz aus Wasser und Stein
Strand
Fragiles Idyll aus Wellen, Sand und Wind
Erdrutsche
Gefahr am Berg
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Lässt sich die Wüstenbildung aufhalten?
Klimakiller Methan
Landwirtschaft als Treibhausgas-Schleuder?
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