Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Samstag, 20.03.2010

Das Schwerpunktthema der Woche

Inseln des Feuers 
Inseln des Feuers
© USGS/HVO
Hawaii
Tropisches Paradies auf heißem Untergrund

Aloha, Waikiki Beach, Hula-Hula und die berühmten Blumenkränze zur Begrüßung - viel mehr wissen die meisten Menschen nicht über Hawaii. Nach kurzem Nachdenken fällt dem einen oder anderen vielleicht noch der Privatdetektiv Thomas Magnum ein, der in der gleichnamigen TV-Serie zusammen mit „Higgi-Baby“, T.C. und den „Jungs“ Apollo und Zeus auf Hawaii so manch kniffligen Fall gelöst hat.

Doch „die lieblichste Flotte von Inseln, die je im Meer vor Anker lag“ - wie Mark Twain die Inselgruppe einmal nannte – ist längst nicht so lieblich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Denn im Untergrund brodelt es gewaltig.

Der gesamte Hawaii-Archipel ist in den letzten rund 45 Millionen Jahren durch Vulkanismus entstanden. Ein gigantischer "Schweißbrenner", ein heißer Fleck, tief unter der Erde, erzeugt unaufhörlich Magma, das sich durch die Erdkruste frisst und im Laufe von Jahrmillionen Vulkaninseln wie Oahu, Maui oder Molokai gebildet hat.

Der Mauna Kea auf der Insel Hawaii - „Big Island“ – ist sogar der höchste Vulkan der Erde. 4.205 Meter ragt er über dem Meer in den Himmel, die restlichen knapp 6.000 Meter des Feuerberges liegen unter dem Wasserspiegel. Damit übertrumpft der Mauna Kea von der Höhe her selbst den Mount Everest.

Rekordverdächtig ist auch der knapp 1.600 Meter hohe Berg Waialeale auf der Insel Kauai. Rund 12.000 Millimeter Niederschlag fallen hier normalerweise jährlich. Zum Vergleich: In Hamburg sind es gerade mal 754 Millimeter und auch die brasilianische Metropole Manaus an der Amazonasmündung kann mit knapp 2.100 Millimeter Niederschlag nicht annähernd mithalten.

Außergewöhnlich und vielfältig ist die Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf den Inseln und im Meer tummelt. Leuchtende Tintenfische, Hawaiigänse, die „Bird of paradise“-Pflanze oder der „humuhumunukunukuapua’a“, ein skurril gezeichneter Fisch - auf den abgelegenen Inseln im Herzen des Pazifiks hat die Natur im Laufe der Evolution Geschöpfe hervorgebracht, die es sonst nirgendwo anders auf der Welt gibt.

Doch die fragilen Ökosysteme Hawaiis sind heute in Gefahr. Nicht nur die Zerstörung der Lebensräume durch menschliche Eingriffe, auch eine Flut an tierischen und pflanzlichen Einwanderern erobert die Inseln und bedroht viele der einheimischen Spezies...

Inhalt:
Weit weg von jeder Plattengrenze…
Wie kommen die Vulkane ins Meer?
Vulkanische Perlenkette
Was die Hawaii-Inseln über die Erdgeschichte erzählen
…und sie bewegen sich doch
Streit um Hot Spots
Krater, Aa-Lava und ein drive in volcano
Erdgeschichte „live“
humuhumunukunu...
…und andere Tiere und Pflanzen
Gefährliche Eindringlinge
Bioinvasoren verdrängten heimische Arten
Mungos gegen Ratten
Ein Experiment mit Folgen
Keine Chance für den Wald?
Folgen der Bioinvasion
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Mehr zum Thema im Dossier-Themenpool
Vulkanismus
Die brodelnde Gefahr
Nie wieder Pompeji?
Frühwarnsysteme bei Vulkanausbrüchen
Angriff der Exoten
Tierische und pflanzliche Einwanderer auf Erfolgskurs?
Feuer und Eis
Die Gletschervulkane Islands
Den Glutlawinen auf der Spur
Wie funktioniert der Hochrisiko-Vulkan Merapi?
Plattentektonik
Kontinente in Bewegung
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Top-Diaschauen
Hypatia von Alexandria
2012 und die Maya
Erdbeben
Schatzkammer Ozean
Verlierer Mensch?
Aktuelle Dossiers
Hypatia: Tod für die Wissenschaft
Die berühmteste Gelehrte des antiken Alexandria wird wiederentdeckt
Die Wetter-Zurücksage
Wie die Vergangenheit hilft, die zukünftige Reaktion des Klimasystems vorherzusagen
Wunderwelt Ozean
Zehn Jahre Volkszählung im Meer - „Census of Marine Life“
Strom aus der Salzkraft
Osmose-Kraftwerke: von der Vision zur Wirklichkeit
Vancouver 2010
Wie sauber sind die Winterspiele?
Honigbienen: Superhirn im Überlebenskampf
Wie Parasiten, Krankheit und Gift die Fähigkeiten der sozialen Insekten beeinträchtigen
Apophis: Asteroid auf Erdkurs
Einschlag oder knapp daneben? 2029 entscheidet
Vormenschen
Zu Besuch bei Ardi, Lucy & Co
Smarte Etiketten
Auf dem Weg zum “Internet der Dinge”
Der Kommunikations-Code
Die Vielfalt der Sprachen