Bäume haben keine Muskeln, wenigstens keine aus Fleisch und Blut. Und doch: Sie stemmen die eigene Last und wachsen dem Himmel entgegen. „Wenn sich ein Zweig zum Ast entwickelt, wachsen Holzzellen, die Muskeln ähneln, um das zunehmende Gewicht zu tragen“, sagt Peter Fratzl, Leiter der Abteilung Biomaterialien des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm bei Potsdam. Die Holzmuskeln biegen den Stamm einer Fichte, die ...