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Donnerstag, 14.12.2017
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Wie Social Media Unternehmen Big Data nutzen

Social Media

Den Begriff Big Data hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Das Schlagwort hat in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Big Data, das meint in der Fachwelt Datenmengen, die zu groß, zu schnell und zu komplex sind, als dass gängige Analysemethoden sie auswerten könnten. Auf Deutsch würde Big Data so etwas wie „Massendaten“ heißen. In Zeiten der Digitalisierung sind so viele Geräte miteinander vernetzt, die Daten erzeugen und übermitteln, dass unglaublich viele, unterschiedliche Daten extrem schnell von einem Ort zum anderen wandern.

Woher kommen die Daten?


Nahezu jedes Gerät kann Big Data produzieren, versenden oder aufzeichnen. Wer seine Kreditkarte nutzt oder etwas im Internet postet, hinterlässt zwangsläufig Spuren, die in einer Datenbank gesammelt werden. Das klingt zunächst zwar nach Überwachung, ohne eine richtige Auswertung und Analyse der Daten sind diese aber nutzlos. Über die Chancen und Risiken der Datenauswertung berichtet der Artikel „Trend: Big Data“. Die CeBIT hat Big Data bereits 2014 zu ihrem Leitthema gemacht, der Begriff ist seitdem immer wichtiger geworden.

Wer mit Karte bezahlt, hinterlässt digitale Spuren.

Wer mit Karte bezahlt, hinterlässt digitale Spuren.

Big Data produzieren zum Beispiel die folgenden Quellen:
  • Überwachungskameras oder anderer Überwachungssysteme
  • Kundenkarten und Bankkarten
  • Elektronische Kommunikation, zum Beispiel über Smartphones
  • Andere elektronische Geräte wie Fitnessarmbänder, Smartwatches oder Navigationssysteme
  • Social Media Kanäle
  • Technik in Häusern, wie zum Beispiel Smart Home Technologien
  • Daten, die Behörden und Unternehmen über ihre Nutzer oder Kunden sammeln
Es wird also deutlich, dass diese Daten viele private Informationen erhalten. Wer sie lesen kann, kann aus ihnen einen Nutzen ziehen. Vor Ausnutzung und unerlaubtem Datenabgriff schützt im Prinzip nur eine gute Verschlüsselung dieser Daten.

Soziale Medien sammeln Nutzerdaten, um auf dieser Basis zum Beispiel individualisierte Werbung anbieten zu können.

Soziale Medien sammeln Nutzerdaten, um auf dieser Basis zum Beispiel individualisierte Werbung anbieten zu können.

Big Data und Social Media


Für Unternehmen spielt Big Data eine wichtige Rolle, erlauben die Informationen doch den Firmen, ihre Kunden oder Nutzer besser kennenzulernen. So können sie ihre Angebote verbessern. In den großen Branchen ist die Nutzung von Massendaten bereits etabliert, zum Beispiel in der Marktforschung, Medizin oder in Nachrichtendiensten. Für Social Media Unternehmen bedeuten die Daten eine Menge Geld. Anhand der Informationen können die Unternehmen Trendforscher damit beauftragen, das Geschäftsmodell der Unternehmen gezielt anzupassen. Social Media Kanäle können Werbung kundenorientiert schalten. Sie wissen bereits, welcher ihrer Nutzer sich für welche Produkte interessiert. Andererseits sind es heutzutage vor allem die Social Media selbst, die viele dieser Daten erzeugen. Sie spielen daher in puncto Big Data eine zentrale Rolle, sowohl in Generierung als auch Nutzung der Informationen. Forscher warnen allerdings davor, die Daten aus Social Media Kanälen ungefiltert zu verwenden. Zwar liefern sie interessante Einblicke in psychologische oder soziale Themen, die Daten können aber durch das Nutzungsverhalten verzerrt sein und nicht die Realität widerspiegeln, wie sie offline zustande käme.

Was bedeutet Big Data für Individuen?


Für Individuen, die sich online auf solchen Kanälen bewegen, bedeutet diese Einsicht vor allem, dass sie ihr Nutzungsverhalten überdenken sollten. Sie brauchen aber keine Angst vor Überwachung zu haben. Big Data ist vor allem dann wertvoll, wenn Analysten die Informationen bündeln, damit sie Aussagen zu bestimmten Personengruppen treffen können. Big Data hilft Unternehmen dabei, strategische und marketingrelevante Entscheidungen zu treffen. Das funktioniert ähnlich, wie auch Individuen Entscheidungen treffen würden. Zum einen basieren menschliche Entscheidungen auf Intuition, dem sogenannten Bauchgefühl. Manchmal stehen nicht ausreichend Informationen zur Verfügung, sodass Personen eine Wahl anderweitig begründen müssen. Intuition hat den Menschen seit Jahrtausenden dabei geholfen, zu überleben. Stehen aber Daten zur Verfügung, werten Menschen diese in Sekundenschnelle im Gehirn aus. Ähnlich funktionieren zum Beispiel Glücksspiele, das lässt sich auf 888casino selber testen. Manchmal wissen wir um die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, entscheiden uns aber eher irrational für eine Option - eben „aus dem Bauch heraus“. Gerade beim Spielen setzen viele auf die Intuition, statt auf Statistiken und beweisen, dass sie damit schöne Gewinne einfahren können.

Viele Daten schnell zu verarbeiten kann herausfordernd sein. So verhält es sich ebenfalls mit Big Data. Ziel von Unternehmen ist es in erster Linie, sich in Zukunft immer weniger auf Intuition und mehr auf harte Fakten und Daten zu verlassen.

Big Data in anderen Bereichen


Professionell ausgewertet ist Big Data sehr wertvoll für Nutznießer. Das gilt nicht nur für Werbeunternehmen oder Soziale Medien, sondern auch für ganz andere Bereiche. So gibt es zum Beispiel weltweit noch etwa 1.500 unentdeckte Mineralien, die für die unterschiedlichsten Dinge wertvoll sein können. Bisher war es eher dem Glück geschuldet, dass Forscher neue entdeckten. Mit Big Data Analysen soll die Technologie jetzt wissenschaftlicher werden, wie hier zu lesen ist. Diese Analysen können Wissenschaftlern in Zukunft auch dabei helfen, andere Planeten zu untersuchen.

Ein ganz anderes, hoffnungsvolles Beispiel ist die Alzheimerforschung. Wissenschaftler und Mediziner arbeiten an einem Weg, mit Big Data Alzheimer frühzeitig zu diagnostizieren, bevor die Patienten Symptome zeigen. Neue Computermodelle können Massendaten so schnell verarbeiten, dass ihnen das gelingen könnte. So kann Big Data zur Lösung einer wichtigen gesellschaftlichen Fragestellung beitragen und liefert einen echten Mehrwert. Was zu Beginn nach Überwachung und Bruch der Privatsphäre klingt, hat also durchaus zwei Seiten. So kann Big Data ebenfalls dabei helfen, komplexe Systeme wie Energienetze besser zu überwachen und zu steuern. Probleme im Netz können schneller entdeckt, vielleicht sogar vorausgesagt werden und der Betreiber kann einen Zusammenbruch des Netzes verhindern. Neben Risiken bietet Big Data spannende Chancen in Feldern und Bereichen, die wir heute noch gar nicht erahnen können.
(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Daniel Theiss. , 07.12.2017 - )
 
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