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Montag, 21.08.2017
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Wann die Krankenkasse die Kosten für Cialis übernimmt

Kostenerstattung

Cialis ist ein Medikament, welches primär bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion verschrieben wird. Das Präparat mit Tadalafil wird, bei Verwendung als Potenzmittel, als Lifestyle-Medikament klassifiziert.
Verschreibungspflichtig oder nicht – das sagt noch nichts darüber aus, ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Medikamente übernehmen.

Verschreibungspflichtig oder nicht – das sagt noch nichts darüber aus, ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Medikamente übernehmen.

In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Cialis nicht nur bei Erektionsproblemen wirksam ist, sondern genauso bei der Behandlung des benignen Prostatasyndroms. Seit 2013 wird das Medikament Cialis in einer geringen Dosierung daher auch zur Linderung von Beschwerden des BPS verschrieben. Doch wie handhaben Krankenkassen die Kostenübernahme in beiden Fällen?

Was versteht man unter der erektilen Dysfunktion?


Die erektile Dysfunktion bezeichnet die mangelnde Fähigkeit zum Aufbau einer angemessenen Erektion oder einer ausreichend langen Erektion für zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr. Diagnostiziert wird die erektile Dysfunktion, wenn in den letzten sechs Monaten 70% der Versuche eine Erektion aufzubauen, fehlgeschlagen sind.

Erektionsstörungen treten besonders im Alter auf, so dass insbesondere Männer ab 40 Jahren davon betroffen sind. Meistens gehen andere Krankheiten mit der erektilen Dysfunktion einher. Diabetes mellitus, Herz-Kreislaufprobleme, Venenschwäche, Übergewicht und Depressionen sind häufig direkt mitverantwortlich für die Erektionsprobleme.

Auch kann als indirekter Faktor die Einnahme von Medikamenten zur Behandlung genannter Beschwerden einen negativen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit beim Mann haben.

Um die Symptome einer erektilen Dysfunktion zu bekämpfen, verschreiben Ärzte in erster Linie PDE-5-Hemmer, zumindest dann, wenn eine physische Ursache vorliegt. Das Medikament Cialis mit dem Wirkstoff Tadalafil ist ein solcher PDE-5-Hemmer.

Was ist das benigne Prostatasyndrom?


Das benigne Prostatasyndrom (BPS) kommt durchschnittlich bei Männern ab einem Alter von 30 Jahren vor. Dabei vergrößert sich die Prostata auf gutartige Weise. Die Hauptursache für das neue Zellwachstum an der Prostata ist das sich ändernde Verhältnis zwischen Östrogen und Testosteron im Körper. Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel des Mannes ab, während die Östrogene und das Dihydrotestosteron (DHT) zunehmen. Andere Faktoren, welche die Entstehung von BPS begünstigen, sind die vermehrte Ausschüttung von Wachstumshormonen und ein Zuwachs an Stammzellen.

Es gibt Prostatavergrößerungen, die sich nicht weiter auf die Gesundheit des Mannes auswirken. Beim BPS kommt es jedoch zu verschiedenen Beeinträchtigungen, die behandelt werden müssen. Dazu gehört die Störung des Harnabflusses aus der Blase uns Schmerzen beim Wasserlassen. Diese Symptome treten bei einer fortgeschrittenen Zellvermehrung an der Prostata auf.

Wie wirkt Cialis bei erektiler Dysfunktion und BPS?


Tadalafil ist der Wirkstoff von Cialis und hemmt das Enzym Phosphodiesterase Typ 5, abgekürzt PDE-5.

Dieses wird in den Hoden gebildet, um das zyklische Guanosinmonophosphat (cGMP) abzubauen. cGMP ist aber wichtig, um eine Erektion aufbauen und halten zu können, da die Gefäßmuskulatur im Penis durch den Botenstoff entspannt und vermehrt Blut in den Schwellkörper fließen kann. Bei BPS steht die Entspannung der Muskulatur im Vordergrund, durch welche der Harnabfluss erleichtert und Schmerzen gemindert werden.

Werden die Kosten für Cialis erstattet?



Erstattung bei erektiler Dysfunktion
Die Kosten für Cialis zur Behandlung von Potenzproblemen müssen vom Patienten selbst getragen werden. Die Klassifizierung des Präparats als Lifestyle-Medikament, bei welchen die Steigerung der Leistungsfähigkeit, der Attraktivität oder des persönlichen Wohlbefindens im Vordergrund stehe, macht eine Abrechnung über die Kasse unmöglich. Auch wenn eine vorliegende Potenzschwäche beim Mann starke Auswirkungen haben kann, ist eine Behandlung nicht zwangsläufig notwendig. Es verhält sich hier äquivalent zu Medikamenten, welche zur Raucherentwöhnung oder zum Abnehmen verschrieben werden können.

Erstattung bei BPS
Erstattungsfähig ist das Medikament ausschließlich zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms. Da eine Medikation in diesem Fall nicht primär darauf abzielt, die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen, sondern effektive und mitunter schwere körperliche Leiden zu beheben, muss die Kasse hier übernehmen. Da eine Behandlung des BPS mit Cialis darauf abzielt, die Leiden kontinuierlich zu beheben, wird ausschließlich die geringe Dosierung von 5mg Tadalafil verschrieben, welche sich zur täglichen Einnahme eignet. Tadalafil ist der einzige PDE-5-Hemmer, welcher in seiner geringen Dosierung zur täglichen Einnahme verordnet werden kann.
( , 25.07.2017 - )
 
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