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Dienstag, 12.12.2017
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Wussten Sie schon …
Das steckt hinter der PET-Flasche

Thermoplaste

Obgleich es unzählige kritische Stimmen gibt, hat die PET-Flasche einen enorm großen Marktanteil. Aktuelle Trends in der Produktion setzen gerade beim Boden an. Denn hier soll an Gewicht gespart werden, was wiederum weniger Materialeinsatz bedeutet.

Obgleich es unzählige kritische Stimmen gibt, hat die PET-Flasche einen enorm großen Marktanteil. Aktuelle Trends in der Produktion setzen gerade beim Boden an. Denn hier soll an Gewicht gespart werden, was wiederum weniger Materialeinsatz bedeutet.

Im Grunde genommen ist sie schon längst des Verbrauchers Liebling: die PET-Flasche. Sie ist leicht und doch stabiler oder zumindest trink-gerechter als ein Trinkkarton. Bei den alkoholfreien Getränken ist die PET-Flasche laut der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. deutlicher Spitzenreiter. 72,9 Prozent entfielen im Jahr 2014 auf die PET-Flasche allein bei den alkoholfreien Getränken im Haushalt. Karton (4,6 Prozent), Dose (0,4 Prozent) und Glas (0,1 Prozent) liegen in Einweg-Bereich deutlich hinterher.

Und auch im Mehrweg-Bereich liegt die PET-Flasche mit 12,7 Prozent vor der Glasflasche mit 9,3 Prozent. Trotz dem PET-Boom wissen nur die wenigsten Verbraucher, was sich hinter der PET-Flasche eigentlich verbirgt. Dieser Artikel soll die wichtigsten Fragen rund um die PET-Flasche beantworten.

Das verbirgt sich hinter der gebräuchlich gewordenen Abkürzung PET


Polyethylenterephthalat, kurz: PET, wird vor allem für Polyesterfasern eingesetzt. Das dürfte für viele Verbraucher doch eine Überraschung sein. Nur ein Drittel der Gesamtmenge wird für PET-Verpackungen (Flaschen, Dosen etc.) verwendet. Zahlenmäßig liegt diese Schätzung vor: „In 2012 lag die produzierte Menge an PET-Verpackungen weltweit bei 14,7 Millionen Tonnen. Prognosen zufolge soll dieser Markt in 2017 auf 19 Millionen Tonnen ansteigen (Quelle: Pira International).“

Spitzenreiter beim PET-Zuwachs soll der asiatische Markt mit 29 Prozent sein. Nordamerika liegt mit 24 Prozent auf Rang 2. Europa auf Rang 3 (20 Prozent). Auch in Mittel- und Osteuropa, Afrika, Mittelamerika und dem Nahen Osten sind steigende Wachstumsraten zu erwarten. Hinzu kommt eine Parallelentwicklung, die nicht nur die Anzahl steigen lässt, sondern die PET-Produkte buchstäblich zu Fliegengewichten macht – und somit Einsparpotenziale offenlegt.
  • Gewinde und Boden werden leichter.
  • Halsbereiche werden kürzer und leichter.

Welch großes Einsparpotenzial beim Gewicht der PET-Flasche zu beobachten ist, zeigt dieses Rechenexempel: Kann nur ein Gramm pro PET-Flasche eingespart werden, so bedeutet das, dass bei 100 Millionen Flaschen 100 Tonnen Material eingespart werden können. Auch der technische Wandel kann weitere Einsparpotentiale ermöglichen.

So entsteht eine PET-Flasche


Die PET-Flasche entsteht in zwei nacheinander gereihten Produktionsschritten.
  1. Zunächst wird ein Rohling kreiert, der später als Produktionsmuster für die Serienproduktion fungieren wird. Das Granulat wird dazu entsprechend erhitzt und mit den gewünschten Farbpigmenten angereichert. Nun wird der flüssige PET-Stoff, also der Kunststoff, in eine dafür vorgesehene Form gegossen. Dort kühlt er ab. Dieser Produktionsschritt – die Herstellung des Produktionsmusters – ist am kostenintensivsten, denn Effizienz ist bei der Produktion eines Einzelstücks nicht möglich.
  2. Weiterverarbeitet wird die gegossene Form dann beim Abfüller. Dieser nutzt die sogenannte Streckblasmaschine, in der die PET-Flasche erneut erwärmt wird. Nun wird ein Innendorn in die Form geführt, der diese in die Länge und mit Druckluft in die Breite streckt. Am Ende dieses Produktionsschritts öffnet sich das Formwerkzeug.

Die fertige Flasche wird nur selten unbearbeitet weiter geschickt. Deutlich häufiger wird sie mit einem Deckel und mit einem Etikett ausgestattet. In diesem Video ist der Produktionsprozess noch einmal anschaulich illustriert:

Diese klassische Flaschenform ist nur ein Bruchteil dessen, was unter die PET-Produktion fällt.

Diese klassische Flaschenform ist nur ein Bruchteil dessen, was unter die PET-Produktion fällt.

Formenvielfalt im PET-Verfahren


Dass es PET-Flaschen in unterschiedlichen Formen und Größen gibt, das ist jedem Verbraucher klar. Neu ist jedoch, dass nicht nur PET-Flaschen, -Tiegel und -Dosen auf diese Weise gefertigt werden, sondern auch ganz andere Verpackungen geordert werden können. Packari.de beispielsweise bietet Kunststoff-Kosmetik-Flaschen, PET Dosen, PET Sprühflaschen und auch PET Flaschen für Lebensmittel wie Säfte, Smoothies und auch kohlensäurehaltige Getränke.

Auffällig ist, dass die genannten PET-Produkte allesamt direkt mit dem Menschen in Kontakt kommen – und das obgleich es auch deutliche Negativschlagzeilen rund um Plastikflaschen gab. Obgleich es durchaus einen großen Meinungspool gibt, so lässt sich doch auch eine deutliche Entwarnung aussprechen: „Laut Bundesinstitut für Risikoabwägung besteht durch den Konsum aus PET-Flaschen keine gesundheitliche Gefährdung, da die Belastung in allen Fällen (weit) unter den gesetzlichen Grenzwerten liege.“ Verbraucher können sich auf ausgewiesene und gekennzeichnete Produkte verlassen und auf den gesunden Geschmack. An dieser Stelle stehen die Hersteller natürlich nicht still und setzen zunehmend häufiger auf neuartige Beschichtungen, die ein ungetrübtes Geschmackserlebnis ermöglichen sollen.

Die Trends der Branche zeigen: PET ist längst nicht abgeschrieben


Gerade in punkto Design ist die PET-Flasche der Anführer der Trendsetter, denn: Je nach Formwerkzeug können Flaschen jeglicher Art und in allen verfügbaren Farben hergestellt werden. Der Design-Faktor ist vor allem deswegen eine wichtige Überlegung, damit auch der Premiumbereich von der neuen Haptik und dem neuen Design überzeugt werden kann. Die eingangs erwähnten Bestrebungen, PET-Flaschen leichter zu machen, tragen auch ökologisch gesinnten Ansprüchen Rechnung.

Möglicherweise bekommt die PET-Flasche in naher Zukunft auch einen alternativen Bruder zur Seite gestellt, der sich PEN nennt. Experten zufolge soll PEN hitzebeständiger und UV-abweisender sein. Besser geeignet für die Heißabfüllung und mit weniger Biegefestigkeit ist PEN ausgestattet und versucht sich damit auf dem Markt zu etablieren. Unter der Buchstabenkombination PEN sind auch diese Flaschen nur selten bekannt. Wer jedoch einen Wasser-Aufbereiter zuhause hat, der kennt die Flaschen, die das Kistenschleppen ersparen sollen. Auch die aus Pflanzenabfällen kreierte PEF-Variante wurde bereits diskutiert.
( , 27.06.2017 - )
 
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