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Dienstag, 12.12.2017
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Sport bei Erkältung: möglich oder schädlich?

Sportmedizin

Bei Fieber heißt es Auskurieren, da sind sich Ärzte einig


Gerade im Fitnessstudio angemeldet oder die ersten Joggingeinheiten mit dem Trainingspartner absolviert und ausgerechnet jetzt fängt die Nase an zu laufen und der Hals juckt. Im Klartext: Eine Erkältung bahnt sich an. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt – soll doch der Winterspeck noch vor der Freibad-Saison runter. Ist der Plan nun dahin? Oder ist Sport bei einer Erkältung erlaubt? Die Antwort ist ein klares: Jein.

Bei diesen Beschwerden einer Erkältung kein Sport


Eine Erkältung wird meist durch eine Virusinfektion hervorgerufen, weshalb sie auch unter der Bezeichnung grippaler Infekt bekannt ist. Wenn die Viren in den Körper eindringen, befallen sie gesunde Zellen und vermehren sich dort. Sobald das Immunsystem dies erkannt hat,
  • sendet es Abwehrzellen, welche die Viruspartikel stoppen und infizierte Zellen zerstören können
  • versucht es, durch einen Temperaturanstieg (Fieber) die Krankheitserreger zu schwächen.
Das leichte Fieber bei einer Erkältung ist also eine normale und positive Reaktion unseres Körpers auf eine Infektion. Allerdings benötigt das Immunsystem für die Erhöhung der Körpertemperatur und die Tätigkeit der Abwehrzellen viel Energie. Wer in dieser Situation Sport treibt, mutet dem Körper gleich zwei kräftezehrende Prozesse zu, denn auch Sport verbraucht überdurchschnittlich viel Energie. Bekämpft der Körper die Erkältung bereits mit leichtem Fieber, ist Sport verboten.

Hätten Sie’s gewusst?
Wer bei Fieber sportlich aktiv wird, riskiert zudem, dass sich die infizierten Zellen weiter im Körper verbreiten. Durch den beschleunigten Stoffwechsel können sie in Organe wie das Herz oder die Lunge wandern und dort weitere Erkrankungen auslösen. Eine gefährliche Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Lungenentzündung (Pneumonie) können die Folge sein.

Es empfiehlt sich zudem, die Signale seines Körpers ernst zu nehmen. Wer sich schlapp und müde fühlt, gehört ins Bett und nicht in die Sportklamotten. Auch, wer unter Halsschmerzen oder Husten leidet, sollte bei einer Erkältung auf Sport verzichten. Erstens können ernstere Erkrankungen wie Bronchitis oder eine Mandelentzündung hinter den Symptomen stecken, zweitens kann Sport bei einer Erkältung den Heilungsprozess verlangsamen.

Sport bei Erkältung: Mit leichter Schniefnase erlaubt


Ist Sport bei einer Erkältung also generell eine schlechte Idee? Die Antwort muss lauten, Ja, solange die Erkältung mit Symptomen wie Husten, Halsschmerzen und Fieber einhergeht. Lediglich, wenn Betroffene nur an Schnupfen leiden, ist dies kein Grund, mit dem Sport zu pausieren. Bei einer leichten Erkältung mit einer laufenden Nase können Sie es dieser gleichtun und sich zum Laufen bereitmachen. Auch in dieser Situation sollten Sie jedoch auf Ihr allgemeines Wohlbefinden achten und im Zweifel besser auf der Couch bleiben.

Übrigens: Nicht jeder Sport wirkt sich bei einer leichten Erkältung günstig aus. Maximale Kraftanstrengungen sind tabu. Geeignet sind zum Beispiel Nordic Walking oder Radfahren. Ziehen Sie sich dabei ausreichend warm an und gehen Sie nicht an Ihre Leistungsgrenze.

Wann Sport nach einer Erkältung?


Wann Sie nach einer überstandenen Erkältung wieder mit dem Sport beginnen können, hängt davon ab, wie schwer Sie erkältet waren. Nach einer fiebrigen Erkältung sollten Sie mindestens eine Woche warten, bis Sie wieder in Ihr gewohntes Sportprogramm einsteigen. Auch bei einer leichten Erkältung mit Schnupfen sollten Sie abwarten, bis dieser verschwunden ist, bevor Sie mit anstrengenden Sportarten fortfahren. Zum Austesten, ob Ihr Körper wieder fit ist, genügt ein flotterer Spaziergang den Berg hinauf. Fühlen Sie sich oben sehr erschöpft oder verspüren Atemnot, pausieren Sie besser noch einige Tage.
( , 27.04.2017 - )
 
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