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Freitag, 15.12.2017
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Acht Gründe für Qualitätsmanagement im Betrieb

Qualitätssicherung

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität DGQ fand heraus, dass die überragende Mehrheit deutscher Unternehmen großen Wert auf Qualität legen. Im Rahmen der Studie „Qualitätsleitbild für Deutschland“ ist folgendes zu lesen:

„Für die große Mehrheit (88 Prozent) der deutschen Unternehmen ist Qualität das Fundament für den Erfolg der hiesigen Wirtschaft.“

Zahnrad

QM-Systeme müssen individuell passen, um ihre Vorteile voll auszuspielen.

Viele Firmen haben hohe Qualitätsanforderungen. Um die selbst gesteckten Anforderungen kontrolliert zu erreichen und zu halten, installieren sie ein Qualitätsmanagementsystem. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite ist, dass manche Firmen ausschließlich Geschäfte mit Betrieben machen, die eine bestimmte Zertifizierung vorweisen. Ohne Zertifikat keine Aufträge. So lautet in einigen Branchen das Credo. Damit wird ein professionelles QM zwangsläufig zur Verpflichtung.

Das gilt für große Unternehmen genauso, wie für kleine. Wenn die Siemens AG beispielsweise Werkstoffe maßschneidert, folgt das Unternehmen festgelegten Prozessen. Wenn ein kleines Unternehmen Fenster herstellt, braucht es ebenfalls klare Vorgaben, um festgelegte Normen erreichen zu können. Für beide Firmen gilt: Können sie die Qualität nicht garantieren, drohen Auftragsverluste.

ISO 9001 – ein Mindeststandard


Weltweit bekannt und angewendet wird die DIN EN ISO 9001. Der TÜV Rheinland erklärt in der Broschüre „Zeigen Sie der Welt was Sie drauf haben mit einem Qualitätsmanagement-Zertifikat nach ISO 9001“, wie eine Zertifizierung nach ISO 9001 abläuft. Die international gültige Richtlinie legt lediglich die Untergrenze der Standards fest. In der ISO 9001 sind Mindestanforderungen definiert, die ein betriebliches QM aufweisen muss, um das begehrte Zertifikat zu erhalten.

Neben der ISO 9001 gibt es unzählige weitere Normreihen, die spezielle Qualitätsstandards definieren. Um diese übersichtlich und zuverlässig zu verwalten, braucht es die geeignete Software. Eine flexible Möglichkeit bietet das Qualitätsmanagement mit SAP. Der Spezialist für SAP Beratung und Softwarevalidierung DHC Consulting informiert darüber, dass sich mit der Software QM-Prozesse über alle Unternehmensbereiche hinweg einführen, überwachen und optimieren lassen. Damit sind Betriebe gut für die Herausforderungen des QM gewappnet und setzen auf eine Lösung mit zahlreichen praxisorientierten Zusatzmodulen.

Ein optimales QM-System bringt Vorteile


Jedes QM-System fußt auf kaufmännischen Prozessen. Betriebe, die die kaufmännischen Prozesse routiniert im Rahmen eines QM-Systems erfassen, überwachen und anpassen, sparen unterm Strich Zeit und Geld. Gleichzeitig sichern sie dabei die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen. Die folgenden 8 Vorteile zeigen auf, warum QM sinnvoll ist.

1. Qualität sichern und steigern


Betriebe installieren ein QM-System, um Qualität zu sichern bzw. zu steigern. Der Kunde gibt vor, was er erwartet, denn sein Auftrag definiert die Anforderungen. Ist der Auftrag erledigt, prüft er die Qualität. Um diese in der gewünschten Güte zu liefern, braucht es festgelegte Abläufe und Verantwortlichkeiten.

Ist in einem Betrieb ein QM-System installiert, prägt das die gesamte Unternehmenskultur. Mitarbeiter kennen die Abläufe und sie wissen, welche Aufgaben sie erledigen müssen, um die firmenspezifischen Anforderungen zu erfüllen. Das Ergebnis drückt sich nicht nur in gleichbleibender oder steigender Qualität, sondern auch in wachsender Kundenzufriedenheit aus.

2. Wettbewerbsfähigkeit sichern und Umsätze steigern


Zufriedene Kunden kommen wieder und sorgen für Umsätze. Mit einem QM-System, das diesen Aspekt berücksichtigt, wird die Kundenbeziehung gestärkt. Denn sind Kunden zufrieden, empfehlen sie einen Betrieb weiter. Testimonials von Kunden dokumentieren die Zufriedenheit transparent für potenzielle Neukunden. Ein gut funktionierendes QM hilft dabei, Kunden zu halten, neue zu gewinnen und Umsätze zu steigern.
Infografik

Wenn alle Bereiche reibungslos laufen, sind Prozesse optimal eingestellt. Regelmäßige Kontrollen stellen die Funktionalitäten, Abläufe und wechselseitigen Bezüge immer wieder auf den Prüfstand. Das Ziel: Qualität sicher oder verbessern.


3. Kostenfallen erkennen und beseitigen


Sind Arbeitsprozesse transparent erfasst, ist es möglich, sie zielführend zu verändern. Optimal laufende Prozesse sparen Zeit und damit Geld. Die Erfassung von Prozessen deckt zum Beispiel doppelt laufende Arbeitsschritte auf und zeigt lückenhafte Abläufe. Sind die Schwächen identifiziert, lassen sie sich ausmerzen.

4. Risiken senken


Garantieansprüche und Produkthaftung können Betriebe teuer zu stehen kommen. Durch eine lückenlose Dokumentation der Prozesse beugen Firmen vor, denn sie schaffen dadurch Rechtssicherheit im Schadensfall.
Büroarbeitsplatz

Stimmt das QM, gehören solche Bilder bald der Vergangenheit an, denn alle Infos sind dann zentral erfasst und liegen nicht mehr länger als lose Blattsammlung vor.


5. Einarbeitung standardisieren


Fangen neue Mitarbeiter an, ist die Einarbeitung erheblich leichter. Es gibt für jede Aufgabe klare Vorgaben, die für jedermann gelten. Transparenz spart Zeit und sorgt dafür, dass alle demselben Muster folgen. Interne Regelungen zu Urlaubsvertretung, Krankheitsvertretung, Überstundenverwaltung und anderen verwaltungsbezogene Prozesse sind unmissverständlich geregelt.

6. Verantwortlichkeiten bündeln Kompetenzen


Sind Mitarbeiter für spezielle Aufgaben zuständig, entwickeln, stärken und verbessern sie ihre Kompetenzen. Da die Verantwortlichkeiten im QM festgelegt sind, weiß jeder, wer wofür zuständig ist und kennt bei Bedarf den richtigen Ansprechpartner.

7. Know-how sichern


Im Rahmen optimierter Prozesse werden Dokumentationen erstellt. Diese beinhalten Know-how über Arbeitsabläufe, Risiken und Verbesserungspotenzial. Darauf hat jedermann Zugriff und kann es sich zunutze machen. Fällt einmal ein spezieller Ansprechpartner aus, ist es leichter durch das dokumentarisch gesicherter Know-how einen Ersatz auf die Stelle zu setzen.

8. Außendarstellung verbessern


Betriebe mit einem QM-System können damit werben. Denn ein QM-System hat eine positive Außenwirkung, es ist ein Garant für einen dokumentierten, prüfbaren Qualitätsstandard. Das schafft Vertrauen.

Fazit: QM-Systeme bergen hohe Chancen und wirken sich rundum positiv aus


Ein QM-System hat große Vorteile. Es steigert die Qualität, beeinflusst die Mitarbeitermotivation positiv und deckt potentielle Fehlerquellen auf, bevor sie sich zu echten Problemen entwickeln. Klare Prozesse sorgen für unmissverständliche Vorgaben innerhalb der Belegschaft.

Viele Firmen stellen mit Einführung eines QM-Systems fest, dass mehr Ruhe in den Betrieb einkehrt. Die Konzentration auf das Kerngeschäft lässt Umsätze anziehen. Eine weitere interessante Option, die ein QM-System bietet, ist die gute Vernetzbarkeit mit dem Nachhaltigkeitsmanagement. Beide Systeme lassen sich miteinander verbinden und führen zu einem optimalen Ineinandergreifen der Prozesse.

Das Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH macht es vor. Es entwickelt in einem Pilotprojekt in Namibia nachhaltige, feuerfeste Baustoffe aus Sand und Akazien. Es ist anzunehmen, dass Hersteller mit einem gut funktionierenden Qualitätsmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement die neuen Baumaterialien für Afrika schon bald produzieren werden.
( , 07.04.2017 - )
 
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