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Dienstag, 20.02.2018
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Spielautomaten: Wie sie funktionieren

Glücksspiele

Sie stehen in Casinos, Spielbanken und sind heute sogar online verfügbar: Spielautomaten, die den Nutzer mit Gewinnen locken und darüber hinaus durch bunte Farben und ausgeklügelte Algorithmen verfügen. Wer sich für das Spiel am Spielautomaten interessiert, sollte sich jedoch nicht unwissend ins Abenteuer stürzen. Viel wichtiger ist es, sich zunächst mit der Theorie zu beschäftigen und die wirklichen Vorgänge hinter den Melodien und Animationen zu verstehen. Dann nämlich wird klar: Spielautomaten basieren nicht auf einem reinen Zufallsprinzip, sondern nutzen die Grundsätze der Wahrscheinlichkeit.

Spielautomaten früher und heute


Das Glücksspiel stellt für Menschen in aller Welt schon seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Während frühe Kulturen mit Würfeln aus Elfenbein oder Knochen spielten, beschäftigten sich die Menschen später mit Karten und letztlich auch klassischen Glücksspielvarianten wie beispielsweise Roulette. Der Nervenkitzel ist es, der die Entwickler von Glücksspielen zu immer neuen Ideen antreibt, denn kaum ein Mensch kann sich der Anziehungskraft eines möglichen Gewinns entziehen.

So kam es im Jahr 1889 zum Bau des ersten Spielautomaten der Welt. Der „Black Cat“, den die Gebrüder Caille im Stile eines einarmigen Banditen erfanden, sollte weitere Entwickler auf sich aufmerksam machen. Schon zehn Jahre nach der Geburt des ersten Spielautomaten brachte Charles August Frey in San Francisco einen Spielautomaten namens „Liberty Bell“ auf den Markt. Liberty Bell war bereits etwas ausgeklügelter als Black Cat und verfügte über ein Drei-Walzen System. Obwohl Charles August Frey mit seinem Spielautomaten durchaus erfolgreich war, versäumte er die Anmeldung eines Patentes. Dies sorgte letztlich dafür, dass auch andere Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten am Spielautomaten System arbeiten und ihre ganz eigenen Maschinen entwickeln konnten. Im Jahr 1963 dann folgte die Entwicklung des ersten elektromechanischen Spielautomaten, die später zu den ersten Videoautomaten und somit den Vorreitern der heutigen Modelle führte.

Infografik
Während Spielautomaten früher auf mechanische Weise funktionierten und ohne technologischen Fortschritt auskommen mussten, sind die heutigen Modelle weitaus fortschrittlicher. Ihr Herzstück ist ein Computer, der über eine intelligente Software verfügt. Anhand dieser Software errechnen die Automaten zahllose Kombinationen, die das Ergebnis des jeweiligen Spieles beeinflussen. Dies macht Spielautomaten von heute besonders manipulationssicher, denn auch die Walzen funktionieren nicht mehr mechanisch, sondern werden auf LCD Bildschirmen angezeigt. Moderne Unternehmen machen sich die Beliebtheit von Spielautomaten – sowohl offline als auch online – zu nutze und entwickeln immer neue Spielvarianten. So auch Stargames Casino, das im Jahr 2002 gegründet wurde. Der Erfolg dieses Unternehmens wurde maßgeblich von seinen Novoline Spielen unterstützt. Ein gutes Beispiel ist das Novoline Spiel Faust, das über fünf Walzen verfügt.

Wahrscheinlichkeit als zentraler Punkt


Wie bereits erwähnt, basieren moderne Spielautomaten nicht auf einem Zufallsprinzip. Viel wichtiger ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung, deren Basis der Auszahlungsquotient ist. Dieser Quotient variiert von Automat zu Automat und wird zusätzlich durch die Gesetzgebung beeinflusst. Er liegt in aller Regel zwischen sechzig Prozent bei stationären Automaten und rund 98 Prozent bei Automaten in Online Casinos. Die jeweilige Prozentzahl gibt an, welcher Anteil der gemachten Einsätze des Spielers der Automat in der Theorie wieder an diesen auszahlt. Dies jedoch wäre zu einfach gedacht, denn selbst ein Automat mit einer Auszahlungsquote von 98 Prozent muss diesen Maximalwert nicht unbedingt auszahlen.

Bestimmt wird der Erfolg, den der Spieler hat und auch das Ausmaß, in dem der Auszahlungsquotient genutzt wird, von der Anzahl der getätigten Spiele. Es kann also gesagt werden, dass es recht viele Einzelspiele braucht, um die maximale Auszahlungsquote zu erreichen. Zusätzlich gibt es bei Automaten weitere Untergruppen. Solche, die häufiger kleine Gewinne auszahlen und solche, bei denen selten hohe Gewinne ausgezahlt werden.

Spielautomat

Über Gewinn und Verlust entscheidet nicht der Zufall.

Daher ist es sehr wichtig zu wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, einen großen Gewinn zu erzielen, an Spielautomaten wie auch bei anderen Glücksspielvarianten keine Frage des Zufalls ist, sondern eine der Wahrscheinlichkeit. Der Automat selbst bestimmt durch Zuhilfenahme seiner Auszahlungsquote und seiner grundsätzlichen Ausrichtung, in welcher Form der Spieler mit Gewinnen belohnt wird.

Eine weitere Unterscheidung kann bei Spielautomaten zwischen statischen und progressiven Jackpots getroffen werden. Während statische Jackpots stets in einem bereits vorgegebenen Rahmen liegen, bewegen sich die progressiven Varianten oft in einem deutlich höheren Bereich. Sie steigen so lange an, bis ein Spieler Glück hat und die gewünschte Gewinnkombination erzielt. Nach diesem Gewinn sinkt der Jackpot dann wieder auf einen niedrigeren Betrag und der Anstieg beginnt von Neuem.

Wie das Spiel am Spielautomaten abläuft


Der berühmte Hebel, an dem Spieler früher noch ziehen mussten, ist heute nur noch selten Bestandteil von Spielautomaten. Abgelöst wurde er durch einfache Knöpfe bei statischen Geräten und in Online Casinos durch Schaltflächen, die mit der Maus angeklickt werden müssen. Der Spieler betätigt zum Start des Spiels und nach Auswahl seines Einsatzes den jeweiligen Schalter oder klickt auf die Schaltfläche und der Algorithmus hinter der bunten Spieloberfläche beginnt zu arbeiten.

Spielautomat

Hinter der Funktionsweise eines Spielautomaten steckt stets ein moderner Algorithmus.

Nun drehen sich die Walzen und kommen in der Regel nacheinander wieder zum Stehen. Da der integrierte Algorithmus jedoch schon vorab errechnet hat, wie das Spiel ausgeht, steht auch die letztlich erscheinende Kombination schon Millisekunden nach dem Auslösen des Spielvorgangs fest. Haben die Walzen dann gestoppt, erhält der Spieler entweder seinen Gewinn, ein Bonusspiel oder geht komplett leer aus. Im Anschluss kann er das Spiel abbrechen oder mit erneutem Einsatz eine weitere Runde spielen.
( , 20.02.2017 - )
 
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