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Montag, 25.06.2018
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Eigene Internetseite: Neuland für viele deutsche KMU

Internetauftritt

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist die Verwendung des Internets ein wichtiger Baustein für ihren Erfolg. Doch eine neue Studie zeigt, dass KMU im Bereich eigene Webpräsenz großen Aufholbedarf haben.
Viele kleine und mittlere Unternehmen tun sich mit Webpräsenz und Social Media nach wie vor schwer.

Viele kleine und mittlere Unternehmen tun sich mit Webpräsenz und Social Media nach wie vor schwer.

Eine neue Studie hat 196 kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland zu ihrer Onlinepräsenz befragt[1]. Das Ergebnis: Mehr als jede fünfte Firma (22 Prozent) hat keine Webseite. Dieser Wert fällt geringer als die Daten des Statistischen Bundesamtes aus. Ihnen zufolge hat jedes dritte Kleinst­unternehmen (34 Prozent) keine Internetseite.

Die fehlende Webpräsenz ist bei Großunternehmen kein Thema: Hier haben 96 Prozent sind mit einer Webseite im Internet vertreten. Es handelt sich also um ein unerfülltes Potenzial kleiner Unternehmen.

Firmenwebseite ist für KMU wichtig


Rund 93 Prozent der befragten KMU gaben an, dass sie eine Webseite für wichtig (34,87 Prozent) oder sehr wichtig (57,89 Prozent) halten. Umso überraschender ist die fehlende Umsetzung eines Onlineportals.

Auf der Suche nach einem Grund fällt Folgendes auf: Rund 43 Prozent der KMU-Webseiten wurden von den Firmen selbst erstellt, jedes dritte Unternehmen nutzte eine Agentur, 13 Prozent einen Freund oder Bekannten und sieben Prozent einen Freelancer. Und: Je kleiner das Unternehmen, desto größer ist der Anteil der Firmen, die die Webseitenerstellung in die eigene Hand nehmen. Man könnte argumentieren, dass der Kostenaufwand ein Problem für KMU ist.

Webseite mit Homepage-Baukasten in Eigenregie erstellen


Unternehmen, die bisher noch keine Webseite besitzen, scheitern nicht nur an den Kosten, sondern zwei weiteren Punkten:
  1. ihnen fehlt das Know-how, um die Webseite selbst zu entwickeln
  2. ihnen fehlt die Zeit, die Erstellung des Portals anzugehen

Für beide Problemfälle gibt es eine simple Lösung: Homepage-Baukstensysteme. Zahlreiche Firmenseiten wurden mit solchen Baukästen erstellt. Der wohl beliebteste Homepage-Baukasten Wix hat mehr als 40 Millionen Kunden rund um den Erdball.

Laut der am Anfang des Artikels genannten Studie würden sich 40 Prozent aller KMU zutrauen, eine Webseite mit einem solchen Baukastensystem zu erstellen, fast jedes Dritte (31 Prozent) hat es bereits genutzt. Lediglich neun Prozent sind von ihnen nicht überzeugt und der Ansicht, ein Experte könnte eine Webseite professioneller erstellen.

Aber: Mehr als jedes sechste KMU (16 Prozent) glaubt, dass ihnen die erforderlichen Kenntnisse fehlen. Dabei sind die Systeme leicht zu nutzen.

Konzeption: Die Webseite planen


Laut der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf homepage-ratgeber.de müssen KMU zunächst einen Sinn und Zweck für ihre Webseite bestimmen. Folgende kommen infrage:
  • Kunden werben/Angebot präsentieren: Die Webseite dient zur Repräsentation des Unternehmens, um neue Kunden zu gewinnen.
  • Blogging: Die Webseite ist ein Tool, mit dem KMU ihren Gedanken freien Lauf lassen. Ein Blog kann parallel zur Firmenseite betrieben werden.
  • Onlineshop: Das KMU möchte mithilfe eines Onlineshops Produkte und/oder Dienstleistungen verkaufen.

Wurde der Zweck festgelegt, können sich KMU Gedanken über den Aufbau der Seite machen. Bei diesem Schritt ist es sinnvoll, ein Konzept auf ein Blatt Papier zu bringen.

Webseiten bestehen im Regelfall aus folgenden Elementen:
  1. Header: In der Kopfleiste befindet sich im Regelfall das Firmenlogo – es dient auch zur Navigation, da mit einem Klick aufs Logo der Besucher zur Homepage zurückgelangt.
  2. Seitennavigation: Damit Inhalte gefunden werden können, sollte man sie in sinnvolle Kategorien einteilen und diese als Navigation am oberen Seitenrand einbinden.
  3. Inhaltsbereich: Der Content (Artikel, Bilder und Co.) befinden sich im Inhaltsbereich, der den Großteil der Webseite einnimmt.
  4. Seitenleiste: Die Sidebar lockert den Inhaltsbereich auf und enthält wichtige Elemente, die leicht zu finden sein sollen. Hier kann man ein Widget zur Newsletter-Anmeldung sowie Kategorien platzieren.
  5. Footer: Am Ende der Seite liegt die Fußleiste, die KMU zur Platzierung von Unterseiten, dem Impressum, Kontaktdaten, der Datenschutzerklärung sowie anderen Informationen nutzen können.

Ein geeignetes Baukastensystem wählen


Nachdem das Konzept erstellt wurde, muss die Wahl auf ein Baukastensystem fallen. In den letzten Jahren ist ein Trend zu Onlinelösungen zu erkennen: Nutzer loggen sich beim Anbieter an, erstellen ihre Webseite und sehen Änderungen sofort im Webbrowser. Es gibt aber auch Offlinesysteme zur Erstellung von Webseiten.

Bei der Wahl des Anbieters ist darauf zu achten, dass das zuvor erstellte Konzept in die Tat umgesetzt werden kann. Viele Homepage-Baukastensysteme haben kostenlose Probezeiten – es lohnt sich, verschiedene Lösungen zu testen, bevor man seine endgültige Entscheidung trifft.

Nach der Erstellung die Webseite sichern


Nachdem die Präsenz online ist, müssen KMU noch einige Sicherheitsmaßnahmen etablieren. Laut Alexander Geschonneck, Chef der Forensik-Abteilung bei KPMG, kann IT-Sicherheit ein Wettbewerbsvorteil sein. Generell sollte der Computer, von dem aus die Webseite aktualisiert und Inhalte eingepflegt werden, auf dem neusten Stand der Technik sein; es ist zu raten, immer aktuelle Webbrowser und Betriebssystemversionen zu nutzen – Sicherheitslücken werden meist zügig geschlossen.

Ebenfalls lohnenswert ist die Einrichtung eines SSL-Zertifikats wie Let’s Encrypt, welches laut zdnet.de im April 2016 die Betaphase verließ. Ebenfalls sinnvoll sind automatische Backups; diese sichern die Webseite inklusive aller Inhalte in regelmäßigen Intervallen. In Notfällen kann ein altes Backup wieder aufgespielt werden.
( , 16.11.2016 - )
 
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