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Dienstag, 12.12.2017
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Automatenspiele und der Wiedererkennungswert

Unterhaltung

Lotto und Sportwetten werden in einer Kategorie zusammengefasst, der immer noch nicht das beste Image anhängt. Die Rede ist vom Glücksspiel. Letzteres unterscheidet sich von Sport oder Geschicklichkeitsspielen im Wesentlichen davon, dass der Zufall hier die Hauptrolle beim Erreichen eines Ergebnisses erzielt. Weder persönliche Fähigkeiten, noch Training führen zu reproduzierbaren Ergebnissen. Insofern gibt es an Glücksspiel noch nicht wirklich viel auszusetzen. Verblüffend ist allerdings, dass an diesem Punkt ein Markt entstanden ist, den man durchaus als milliardenschwer bezeichnen kann.
Spielautomat

Bekannte Automatenspiele können sich einer gewissen Beliebtheit erfreuen - hier hat also eine Art Markenbildung stattgefunden.

So hat die Glücksspielbranche im Jahr 2014 einen Bruttospielertrag von rund 9,64 Milliarden Euro erzielt. Ein Teil dieser Gewinne entsteht natürlich durch Spielbanken. Immer mehr Nutzer greifen – gerade für Automatenspiele – auf die sogenannten Slots zurück. Und einige Spiele bzw. Anbieter dahinter haben sich zu bekannten Marken etabliert. Doch wie funktioniert das Branding in diesem Bereich eigentlich? Schließlich ist der Markt inzwischen so dynamisch, dass Markenbildung an diesem Punkt eigentlich schlicht unmöglich sein sollte.

Bekannte Automatenspiele im Überblick


Markenbildung ist ein Schlüssel, um erfolgreich zu sein. Branding spielt letztlich nicht nur bei Slots oder Spielbanken eine Rolle. Vielmehr handelt es sich hier um einen allumfassenden ökonomischen Begriff. Markenbildung ist überall von Bedeutung. Allerdings ist der Weg zum Branding recht individuell. Im Bereich der Automatenspiele lässt sich das Ergebnis zumindest an einigen bekannten Beispielen wie Book of Ra oder Lord of the Ocean zeigen.

  • Book of Ra: Das Automatenspiel ist eigentlich einer jener Klassiker, von dem jeder Spieler schon etwas gehört hat. Inzwischen hat sich Book of Ra so weit verbreitet, dass es nicht nur an Echtgeldslots gespielt wird. Interessenten können bei vielen Anbietern ein paar Runden Book of Ra auch mit Spielgeld drehen. Eine Besonderheit ist der Look des Automatenspiels. Von den Entwicklern wird Book of Ra an das alte Ägypten angelehnt – sowohl optisch als auch im Hinblick auf den Sound. Wie bei Slots üblich, wird mit mehreren Walzen und verschiedenen Gewinnlinien gespielt.

  • Lord of the Ocean: Vom Spielprinzip her an Book of Ra angelehnt, hebt sich der Slot Lord of the Ocean optisch komplett vom ersten Automatenspiel ab. Lord of the Ocean setzt klar auf einen Look, bei dem es um Schlagworte wie Atlantis, Unterwasserwelt, Meerjungfrauen oder Poseidon geht. Auch bei diesem Slot wird mit fünf Walzen gespielt. Für jede einzelne Gewinnlinie kann der Gewinn vor dem Dreh festgelegt werden. Spezielle Icons auf den Walzen stehen für Sondergewinne und Free Spins.

  • Lucky 7: Hier gewinnt die 7. Der Automat ist der Inbegriff für die Transformation des „Einarmigen Banditen“ ins Online Casino. Gespielt wird Lucky 7 mit drei Rollen. Neben der 7 sind auf den Walzen weitere Gewinnsymbole angebracht. Das Spielprinzip orientiert sich am bekannten Muster.

Diese und viele weitere bekannte Automatenspiele lassen sich hier finden. Dabei handelt es sich tatsächlich um Evergreens, die unter Automatenspielern eine hohe Beleibtheit genießen.

Wie funktioniert Markenbildung in diesem Bereich?


Die drei genannten Beispiele aus dem Segment der Automatenspiele haben einige Gemeinsamkeiten. Gerade im Hinblick auf das Spielprinzip sind sich Slots heute recht ähnlich. Grundsätzlich geht es darum, die Gewinnlinien entsprechend dem Playtable zu besetzen. Unterschiede entstehen durch die Zahl der Walzen sowie die Gewinnlinien.

Branding basiert daher weniger auf einer klaren Abgrenzung im Spielprinzip. Sehr häufig wird für die Markenbildung auf ein besonderes Design der Slots gesetzt – oder einen entsprechenden Sound. Gerade die grafischen Elemente sind mitbestimmend für die Akzeptanz der Automatenspiele. Einige Entwickler setzen hierfür nicht nur auf den Slot selbst, sondern versuchen durch die Präsentation das Ganze noch ein Stück weit von der Konkurrenz abzuheben.

Markenbildung gleich Suchtförderung?


Glücksspiel ist heute ein Bereich, über den eine sehr ambivalente Debatte stattfindet. Prinzipiell gehört spielerisches Entdecken und Erleben zum Heranwachsen. Trotzdem wird Glücksspiel insofern kritisch betrachtet, dass es mit Echtgeldeinsätzen und Gewinnchancen in Verbindung steht. Sehr häufiges Spielen bis hin zur persönlichen Selbstaufgabe wird heute als pathologisches Spielen bezeichnet.
An diesem Punkt muss klargestellt werden, dass eine Spielsucht zwar durch Poker, Lotto, Keno, Slots, aber auch durch Computerspiele entstehen kann. Die Medizin spricht hier von Verhaltenssüchten. Letztere entstehen unter anderem durch biochemische Verkettungen. Gewinne führen zu einer Ausschüttung von Glückshormonen.

Letztlich kann dies zu einem Kreislauf führen. Um die Hormonausschüttung auszulösen, muss mit höheren Einsätzen gespielt werden. Sind Markenbildung und Markenbindung bei Automatenspielen per se Suchtförderung?

Im ersten Moment liegt der Verdacht nahe. Laut Charité Berlin gelten etwa 250.000 Personen als verhaltensauffällig im Zusammenhang mit Spielsucht/pathologischem Spielen. Gleichzeitig geht die Charité davon aus, dass circa 50 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in der Woche spielen. Doch es gibt mehr Faktoren, die zum Spielen beitragen als nur das Branding. Vielmehr muss hier eine Differenzierung stattfinden. Wie im Zusammenhang mit stoffgebunden Abhängigkeiten scheinen auch Verhaltenssüchte wie die Spielsucht von individuell begünstigten Faktoren beeinflusst zu werden. So gibt es zwischen Online-Spielsucht und Drogenabhängigkeit viele Parallelen. Ein Aspekt, den jeder für sich im Hinterkopf behalten und das eigene Spielverhalten beobachten sollte. Aus diesem Grund ist es falsch, Branding im Bereich Online Slots/Video Slots, Kartenspiele sowie PC- und Konsolengames als grundlegend suchtfördernd darzustellen.

Mittlerweile werden viele bekannte Automatenspiele auch online angeboten. Dies erleichtert den Zugang für interessierte Spieler. Doch wie sieht es mit Suchtgefahren aus?

Spielautomaten

Bekannte Automatenspiele können sich einer gewissen Beliebtheit erfreuen - hier hat also eine Art Markenbildung stattgefunden.

Fazit: Branding funktioniert auch bei Slots


Einarmige Banditen sind der Inbegriff für Spielbanken und Casinos. In den letzten Jahren sind mehr und mehr Online Casinos entstanden, die ganz klar auch auf Video Slots als Transformation des standortbasierten Automatenspiels setzen. Das Verblüffende: Hier haben sich einige Titel als besonders einprägsam und bekannt erwiesen. Scheinbar funktioniert Markenbildung also auch in diesem Segment. Eine nachvollziehbare Tatsache, die allerdings weniger auf Besonderheiten im Spielprinzip basiert. Bei Slots heben sich die Spiele mehr durch Optik und Sound sowie die Präsentation ab. Gezielt eingesetzt können Entwickler mit verschiedenen Methoden ein weitreichendes Branding erzielen. Allerdings steht hier auch eines im Raum: Die Frage nach dem Risiko Spielsucht.
( , 29.09.2016 - )
 
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