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Mittwoch, 24.05.2017
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Intelligente Kontrollbox ermöglicht eine optimale Nutzung von Windrädern

Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Ohne die richtigen Einstellungen und kontinuierlichen Anpassungen können Windturbinen ihr Energiepotenzial nicht voll ausschöpfen. Das 2015 gegründete französische Start-up Sereema mit Sitz in Montpellier, hat eine Kontrollbox entwickelt (eine Art intelligenter Stromzähler) der mit mehreren Sensoren ausgestattet ist. Dieses neue Hilfsmittel ermöglicht es, die Energieverluste genau zu identifizieren und die richtigen Lösungen zu finden.
Auch wenn Windkraftanlagen auf robusten und zuverlässigen Automatisierungsmechanismen beruhen, erreichen diese bewährten Technologien nicht immer das Maximum. Abweichungen oder ungenaue Einstellungen (Gleichgewicht, Orientierung der Schaufeln, etc.) können die Stromproduktion in einer Größenordnung von um die 5% beeinträchtigen. Den Ingenieuren von Sereema ist es nun dank ihrer Kontrollbox gelungen, diese Defekte zu identifizieren. Windparkbetreiber können somit eine konstante optimale Leistung erzielen. Das Wartungspersonal muss nur noch bei Bedarf eingreifen.

Die Kontrollbox ist dreißig Zentimeter lang und wird direkt auf dem Windrad installiert. Sie befindet sich auf dem Mast direkt hinter dem Drehzapfen und arbeitet, abgesehen von der eigenen Stromversorgung, autonom. Der Kasten stellt keinerlei Einschränkung für die Windturbine da. Die Onboard-Sensoren, wie Gyroskop, Beschleunigungssensor etc., überwachen die Schwingungen und Bewegungen der Maschine.

Andere Daten, wie zum Beispiel die Parameter des Windes, werden von der SCADA-Software (Supervisory Control and Data Acquisition) ebenfalls an den Bediener gesendet. Eine erste Datenverarbeitungsebene befindet sich bereits in dem Gehäuse selbst. Die dort generierte Information wird dann über eine GSM-Verbindung in die Cloud übertragen, in der eine zweite Datenverarbeitung stattfindet. Zusätzlich wird eine Reihe von analytischen und synthetischen Instrumenten zur Verfügung gestellt.

Alternative Diagnosemethoden waren bisher weniger genau und bedeutend teurer. Die Daten aus SCADA sind bereits eine gute Quelle, die Durchschnittswerte werden jedoch nur alle 10 Minuten erzeugt. Das Secreema-Messsystem kann das Messintervall auf Hundertstelsekunden reduzieren. Zusammen mit den Messdaten von SCADA kann somit eine optimale, sofortige und individuelle Anpassung der Windturbinen umgesetzt werden.
(Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, 29.07.2016 - NPO)
 
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