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Dienstag, 17.01.2017
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Über die Jobsuche im Umweltbereich

Auf grünen Pfaden

Viele Menschen in Deutschland sind auf der Suche nach einem Job, der zu ihnen passt. Dass diese Suche jedoch durchaus kompliziert ist, zeigt das große Interesse an Jobbörsen, Informationsveranstaltungen und auch am Angebot sogenannter Coaches, die bei der Berufsfindung helfen. Ist es schon schwer, den passenden Beruf zu finden, spielen zusätzlich auch die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. Der Traumjob ist kaum etwas wert, wenn er in Zukunft nicht mehr benötigt wird, wenn es ein Überangebot an Jobsuchenden gibt und auch wenn die Gehalts- und Karrierechancen schlecht stehen. Über beides müssen sich diejenigen Jobsuchenden wenig Gedanken machen, gilt doch der Beschäftigungsmarkt im ökologischen Sektor als Branche mit Perspektive. Welche Besonderheiten sind bei der Suche nach „grünen“ Jobs zu berücksichtigen?

Viel versprechende Aussichten


Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt, dass so manches Berufsbild von vielen Menschen gewählt wird. Aktuell ist es beispielsweise die Öko-Branche, die boomt und viele Bewerber hat. Auf der anderen Seite gibt es Berufe mit fachlicher Spezifikation, bei denen schon jetzt ein gewisser Mangel an Kräften zu verzeichnen ist. Das bedeutet für Arbeitgeber lange Vakanz-Zeiten und Kompromisse bei der Besetzung.

So suchen Energiedienstleister und Energieberatungen händeringend Fachpersonal, auch im Bereich E-Mobilität, sowie in der Entwicklung intelligenter Daten- und Energienetze. Aber auch in den fast schon als „traditionell“ zu bezeichnenden etablierten Umweltschutzbranchen Müllverarbeitung, Recycling oder Wasseraufbereitung herrscht großes Nachfragepotential, das sich in zahlreichen offenen Stellen niederschlägt.
Ist die eigene Qualifikation in einer dünn besetzten Branche gelegen, kann der Fachkräftemangel jedoch ein echter Glücksfall sein – das bedeutet dann eine große Stellenauswahl und eine gute Absicherung. Gleiches lässt sich für den Umweltbereich nur bedingt sagen, der von starker Nachfrage einerseits und wachsendem Job-Angebot andererseits gekennzeichnet ist.

Im Hinblick auf den Beschäftigungssektor im Bereich Umwelt und Ökologie verzeichnete das Umweltbundesamt ein erstmaliges Überschreiten der Zwei-Millionen-Grenze an Personen, die im Umweltschutz tätig waren – Tendenz steigend: So hat die Beschäftigung besonders im Bereich der umweltschutzorientierten Dienstleistungen deutlich zugenommen. Schätzungen gehen von einer Beschäftigung in Höhe von 1,38 Mio. Personen aus. Mit einem Anteil von 5,2 % an allen Erwerbstätigen sei der Umweltschutz damit ein wichtiger Faktor für den gesamten Arbeitsmarkt.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Zahlen des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ( DIW), das allein für das Jahr 2010 im Bereich der erneuerbaren Energien 350.000 Beschäftigte bilanzierte, und ein Anwachsen auf knapp die doppelte Anzahl innerhalb von zehn Jahren prognostiziert. (Quelle: Die Zeit).

Rosige Zeiten also, und dennoch: In vielen ökologisch orientierten Jobs ist die Nachfrage größer als das Angebot. Dabei bietet sich ein vielschichtiges, facettenreiches Bild. So verschiedenartig die benötigten Zugangsqualifikationen sind, so unterschiedlich können die Tätigkeiten in den diversen Themenfeldern sein, die sich der Umweltthematik angenommen haben.

Abfallbeseitigung, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung sind klassische Bereiche, in denen Arbeitsplätze entstehen und nachgefragt werden.

Abfallbeseitigung, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung sind klassische Bereiche, in denen Arbeitsplätze entstehen und nachgefragt werden.

Hierzu zählen nicht nur solche, für die es eine akademische Ausbildung braucht, was auch für Schüler mit Real- oder Hauptschulabschluss vorteilhaft sein kann. Studienabsolventen in technischen wie ingenieurwissenschaftlichen Bereichen eröffnen sich gleichsam Karriereperspektiven im alternativen Energiesektor, wie auch Quereinsteiger ohne Hochschul-Hintergrund über gesammelte Erfahrungen via Umweltpraktika, Volontariate und ehrenamtliche Mitarbeit in Umweltorganisationen die Chance haben, auf Dauer eine Teil- oder Vollzeitstelle zu ergattern.

Motivation per se


Dabei kann eines den Jobsuchenden im grünen Beschäftigungssektor bestimmt nicht abgesprochen werden: Eine gehörige Portion Motivation, angetrieben durch einen oftmals selbstlosen Idealismus, sowie die Bereitschaft, dem Jobwunsch mit äußerster Konsequenz nachzugehen und dabei oftmals eher unkonventionelle und mindervergütete Wege zu beschreiten.

Dabei kommt den Interessenten auf Jobsuche ein Jobbörsen-Markt entgegen, der sich zunehmend spezialisiert und bestimmte Nischen besetzt hat. So hat sich in den letzten Jahren einiges getan, eine große Anzahl an „grünen“ Jobbörsen im Nachhaltigkeitsbereich ist entstanden, welche die gestiegene Nachfrage an speziell ökologisch ausgerichteter Beschäftigung abzudecken versuchen. Dabei kann der Jobsuchende, der in seiner eigenen Region besonders viele freie Stellen in seinem Bereich sieht, durchaus auf ein Überangebot an Stellen schließen. Interessant ist das vor allem, wenn die Arbeitgeber selbst – und nicht etwa Headhunter oder Zeitarbeitsfirmen – die Inserate schalten. Daher konzentriert sich das Jobportal Jobcluster bewusst darauf, möglichst viele Stellen von „echten“ Unternehmen aufzuzeigen.

Dabei ist die Methodik prinzipiell stets die gleiche, nach Eingabe von Wunsch-Stellentitel, Berufsbezeichnung, Wunschstandort und von Portal zu Portal variierender Umkreis-Festlegung erscheint nach Klicken auf den jeweiligen Start-Button eine Auswahlliste, die sich nach bestimmten Ausschlusskriterien wie schulische Vorbildung, Stellenprofil, Postleitzahl etc. filtern lässt.

2014 waren in Deutschland rund 350.000 Personen aufgrund der Nutzung erneuerbarer Energien beschäftigt.

2014 waren in Deutschland rund 350.000 Personen aufgrund der Nutzung erneuerbarer Energien beschäftigt.

Viele Jobportale bieten zudem einen integrierten Routenplaner zum jeweiligen Unternehmenssitz einer ausgeschriebenen Position als Extra-Service an. So kann der Betreffende schon vorab für sich entscheiden, ob der Standort auf Grund der verkehrstechnischen Geografie und Entfernung in eine engere Auswahl kommen soll oder nicht. Ebenso können weiterführende Informationen über das als Treffer ausgegebene Unternehmen in Kurz-Porträts gleich mitangefordert werden.

Quereinstiege


Möglichkeiten für Freiwilligendienste, Praktika, Jobs, Workcamps und ehrenamtliche Aktivität im Umwelt- und Naturschutz europaweit, gibt es reichlich, hier ist Eigeninitiative des Einzelnen an Umweltprojekten-Interessierten gefragt, um einen Fuß in die (Öko-)Tür zu bekommen. Obwohl viele Organisationen, ökologische Betriebe oder soziale Unternehmen ihre Angebote online in diverse Jobdatenbanken eintragen und verwalten, stoßen Initiativbewerbungen oder direkte Kontaktaufnahmen mit den verantwortlichen Stellen vor Ort in der Regel auf wohlwollende Resonanz – zumal wenn der Einzelne bereit ist, seine Dienste anfänglich unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, und die übernommene Tätigkeit als Ehrenamt wahrnimmt und ausübt. Selbst initiativ werden kommt in der Regel gut an und schafft Anfangsvertrauen.
Zusätzlich bieten einige Internetplattformen beispielsweise für Ausbildungsplatzsuchende kostenfreie Inserate an.

Bund.net bietet eine Vorab-Übersicht über die verschiedensten Internet-Stellenportale speziell für Ausbildungs- und Arbeitsplätze in allen Umweltbranchen an. Einige unter ihnen sind wiederum speziell auf bestimmte Teilbereiche des Öko-Arbeitsmarkts wie nur erneuerbare Energien, nur Umweltschutz oder erneuerbare Energien in Kombination mit den Themenkreisen Mobilität und Umwelt spezialisiert. Andere Stellenportale dagegen sind eher EU-weit oder rein international ausgerichtet.
( , 22.07.2016 - )
 
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