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Mittwoch, 18.01.2017
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Wirtschaftsspionage - Die neuesten Enthüllungen von Wikileaks

Cyberkriminalität

Dass Geheimdienste wie die NSA leicht an die Daten von Privatleuten kommen können, ist spätestens seit der Spähaffäre gegen die Bundeskanzlerin im Jahr 2013 kein Geheimnis mehr. Doch aktuelle Enthüllungen der Plattform Wikileaks zeigen, dass längst auch Unternehmen im Fokus der Ermittler stehen. Dabei wurde bekannt, dass die Telefonnummern von Wirtschafts-, Finanz- und Landwirtschaftsressort abgehört wurden, drei Ministerien, die der Wirtschaft allesamt sehr nahestehen.
Alle Berichte zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland zeigen, dass die Anzahl der Schwachstellen und Verwundbarkeiten in IT-Systemen weiterhin hoch ist.

Alle Berichte zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland zeigen, dass die Anzahl der Schwachstellen und Verwundbarkeiten in IT-Systemen weiterhin hoch ist.

Einsehbar wie eine Postkarte


In der Tat hatte eine Umfrage von Bitkom ergeben, dass gerade deutsche Unternehmen noch zu wenig im Bereich des Datenschutzes im Internet aktiv sind. Zwar ist inzwischen ein flächendeckender Basisschutz vorhanden, doch professionelle Dienste haben dennoch leichtes Spiel, an die gewünschten Daten zu kommen. Doch auch die jeweiligen Bereiche, die von den Spionagefällen betroffen sind, ergeben dabei berechtigten Grund zur Sorge. Neben den Verdachtsfällen von Industriespionage gibt es belegbare Observationen von hohen Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank in der Börsenstadt Frankfurt am Main. Zusätzlich geben die großen Unternehmen der Stadt wie die Deutsche Bank oder Fraport Grund zur Sorge. Ein ausreichender Schutz vor Cyberattacken und Wirtschaftsspionage hat nun oberste Priorität. Von daher wird immer häufiger eine darauf spezialisierte Detektei in Frankfurt aktiv.

Nur lückenhafte Sicherheitssysteme


Die neuesten Enthüllungen von Wikileaks weisen dabei auf eine neue Dimension der Wirtschaftsspionage hin. Bisher war dieses Thema stets dem asiatischen Raum zugeschrieben worden - ein Trend, der vor allem günstigen Plagiaten von verschiedenen Artikeln geschuldet war. Doch tatsächlich offenbaren die neuen Erkenntnisse, dass es hier eben um mehr geht, als das Patent eines bekannten Sportschuhs. Weniger als jedes zweite Unternehmen in Deutschland verschlüsselt die Daten, welche sich auf Festplatten oder externen Speichermedien befinden. Sie sind somit relativ leicht abzugreifen und können von jedem Menschen gelesen werden, der es schafft, bis zu den Datenträgern durchzudringen. Die Systeme zur Spionageabwehr sind größtenteils veraltet.

Spionage bei Großkonzernen


Im Bereich der Spionage gegen Börsenunternehmen, die in Frankfurt ebenso eine große Rolle spielt, wurden dagegen Erfolge erzielt. Grund dafür sind zumeist die deutlich größeren Möglichkeiten, die in Bezug auf Kapital und Personal vorherrschen. So fällt es leichter, die notwendigen Absicherungen vorzunehmen. Nach einer repräsentativen Umfrage haben zumindest 17 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen vor, weitere Maßnahmen für die Sicherheit zu ergreifen. Noch deutlich dramatischer stehen die Zeichen derweil bei den Unternehmen in unserem Nachbarland Frankreich. Dort wurden jüngst nahezu alle im Börsenindex CAC-40 vertretenen Unternehmen bereits Opfer der Angriffe. Der damit entstandene Schaden wird von offizieller Seite bereits auf mehr als 200 Millionen Euro geschätzt.
( , 05.07.2016 - )
 
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