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Freitag, 20.01.2017
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Trends in der Drucktechnik

Bürotechnik

So sah es noch 1957 im Schreibbüro der New York Times aus: Schreibmaschinen waren die effiziente 'Computer + Drucker'-Lösung für die einzelnen Mitarbeiter.

So sah es noch 1957 im Schreibbüro der New York Times aus: Schreibmaschinen waren die effiziente 'Computer + Drucker'-Lösung für die einzelnen Mitarbeiter.

Ein Überblick


Drucker und die in ihnen verwandte Technik haben sich in den letzten Jahren erheblich weiter entwickelt. In den 60er Jahren war noch die Schreibmaschine das Mittel der Wahl, wenn es um das schnelle maschinelle Schreiben und anfertigen von Drucken zu Hause oder auch im Büro ging. In den 80er Jahren wurden dann die ersten Geräte für den Endverbraucher auf den Markt gebracht, sowohl bei den Tintenstrahl- als auch den Laserdruckern. Seitdem hat sich die Industrie erheblich verändert und sich bereits neuen Technologien, wie beispielweise dem 3D-Druck zugewandt. Dennoch: auch die klassischen Drucktechnologien entwickeln sich stetig weiter. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen.

Durch einzelne Tinten-Patronen wurde das Austauschen der Farben einfacher und der Drucker für den Endverbraucher attraktiver: Es muss keine neue Komplett-Kartusche gekauft werden, wenn eine Farbe leer ist.

Durch einzelne Tinten-Patronen wurde das Austauschen der Farben einfacher und der Drucker für den Endverbraucher attraktiver: Es muss keine neue Komplett-Kartusche gekauft werden, wenn eine Farbe leer ist.

Tintenstrahldrucker werden günstiger und effizienter


Tintenstrahldrucker funktionieren prinzipiell nach dem Non-Impact System. Das heißt, dass die Tintendüsen beim Drucken nicht mit dem Papier in Verbindung kommen, sondern lediglich die Tinte auf das Papier spritzen, per Drop on Demand – also genau in dem Moment, in dem die Tinte gebraucht wird, wird die entsprechende Düse aktiviert. Dadurch benötigt der Tintenstrahldrucker keinen großen Speicherplatz, sondern kann simultan mit der Übertragung vom Computer, der bereits die Umrechnung in Druckdaten erledigt, drucken. Dabei gibt es noch den Unterschied des Bubble-Jet Druckers, der mit Hitze einen Druck erzeugt und so die Tinte aus der Düse presst, und des Piezo-Druckers, der mit Hilfe von elektrischen Impulsen und sich verformenden Keramikelementen arbeitet.

In den letzten Jahren galt beim Tintenstrahldrucker: niedrigere Anschaffungskosten, dafür hohe Druckkosten durch teure Tintenpatronen und Spezialpapier. Das hat sich drastisch verändert. Gute Tintenstrahldrucker können beim Schwarz-Weiß Druck durchaus mit den geringen Kosten der Laserdrucker mithalten, bei Farbdrucken diese sogar unterbieten. Auch das Drucktempo hat sich erhöht – ein Tintenstrahldrucker schafft ca. 15 schwarz-weiße Seiten pro Minute, oder 10 farbige Seiten. Weitere Informationen zu aktuellen Geräten gibt es hier.

Laserdrucker als Langstrecken-Alternative?


Laserdrucker arbeiten – wie der Name schon sagt – mit Lasertechnologie. Im inneren befindet sich eine Bildtrommel, die zunächst neutral in ihrer Ladung ist. Wird nun das zu druckende Bild an den Drucker übertragen, wird die gesamte Trommel negativ aufgeladen. Ein Laser „beschreibt“ dann mit Hilfe von Umlenkspiegeln die Trommel auf den Linien und Flächen, die bedruckt werden sollen – diese sind anschließend wieder neutral in ihrer Ladung. Dann kommt der Toner dazu: das Pulver enthält negativ geladene Teilchen, die an den neutralen Stellen der Bildtrommel haften bleiben, jedoch von der übrigen Trommel abgestoßen werden. Das Papier hingegen wird beim Einzug positiv aufgeladen, so dass die Teilchen direkt davon angezogen werden und anschließend mit knapp 200°C eingebrannt werden können. Weil Laserdrucker immer gesamte Seiten verarbeiten, brauchen sie einen größeren Speicher als die Tintenstrahldrucker. Daraus resultiert, dass die Druckinformationen zur Seite nach dem Druckvorgang jedoch noch auf der Bildtrommel vorhanden sind - dadurch kann beim mehrfachen Drucken der gleichen Seite, eine hohe Geschwindigkeit erreicht werden.

Bei Laserdruckern wird derzeit besonders an der Verringerung der Hitzeentwicklung gearbeitet, so dass die Modelle stromsparender werden: beim Druckvorgang selbst benötigt der Laserdrucker nämlich nur gut 30% des eigentlichen Stromverbrauches. Darüber sollen Tonerpartikel immer kleiner werden, damit der Druck noch schärfer und filigraner wird. Da Tintenstrahldrucker bisher unter dem Verdacht standen, durch hohen Tintenverbrauch wesentlich teurer in den laufenden Kosten zu sein, kommt die Beliebtheit der Laserdrucker besonders durch die vergleichsweise hohe Reichweite im Vergleich zum Tintenstrahldrucker. Außerdem ist die Schnelligkeit bei Schwarz-Weiß Drucken von 120 Seiten pro Minuten (bei Wiederholung desselben Motivs) unübertroffen. Bis zu einem gewissen Punkt ähnelt der Vergleich der beiden Druckerarten dem von Benzin- und Dieselmotoren: Der Benziner – in dem Fall der Tintenstrahldrucker, ist günstiger in der Anschaffung und Steuer, bei weiten Strecken und vielen Kilometern kommt jedoch der Diesel, also der Laserdrucker, günstiger. Zumindest bei den Druckern gilt aber: durch die stetige Weiterentwicklung relativieren sich die Unterschiede jedoch, Kosten und Druckleistung gleichen sich nach und nach an.

In der Medizin kann durch den 3D Druck eine neue Generation von Prothesen gefertigt werden. Diese waren vorher sehr aufwendig und teuer in der Herstellung.

In der Medizin kann durch den 3D Druck eine neue Generation von Prothesen gefertigt werden. Diese waren vorher sehr aufwendig und teuer in der Herstellung.

Neue Technologien und weitere Entwicklungen


Spannend für mögliche Anwendungsfelder und immer weiter verbreitet sind heute 3D Drucker. Auch wenn sie in einem klassischen Büro nicht benötigt werden, ist es dennoch faszinierend wo diese Geräte überall Anwendung finden und vor allem in Zukunft finden werden. Ob Klein- und Ersatzteilherstellung, Medizin, oder Design – durch eine stetige Verbreiterung der Spektrums an Materialien, die 3D Drucker verarbeiten können, öffnen sich mehr und mehr Felder für diese Technologie. Dadurch werden in Zukunft schnellere, effizientere und günstigere Herstellungsverfahren entstehen, die mit Spannung erwartet werden können.

In anderen Bereichen wird daran gearbeitet, Elektronik zu Drucken. Das würde die Herstellung von beispielsweise Platinen effizienter und schneller machen - dabei muss vor allem an der „Tinte“, die leitfähig sein und sich nach dem Druck verfestigen muss, und dem Druckkopf gearbeitet werden, der diese dann schließlich verarbeiten soll. Off-Set und Siebdruckverfahren sind weitere Druckverfahren, die besonders in der Industrie Anwendung finden. Besonders der Siebdruck, bei dem große Platten mit Aussparungen für die zu bedruckenden Flächen angefertigt werden, ist dabei eine vergleichsweise aufwendige Möglichkeit, die sich jedoch bei der Massenherstellung von Druckware wiederum lohnt.

Fazit


Von der Schreibmaschine bis zu modernen Tintenstrahl-, Laser- und 3D-Druckern hat sich viel getan. Für den Endverbraucher ist das vor allem daran spürbar, dass Drucken schneller und kostengünstiger wird. Es gibt außerdem eine Vielzahl von Multifunktionsgeräten, die mehrere Funktionen von ursprünglich verschiedenen Geräten, wie Fax und Scanner, mit dem Drucker kombinieren. Neue Entwicklungen im Bereich des Drucks, wie beispielsweise 3D-Drucker und druckbare Elektronik, versprechen effizientere und günstigere Herstellungsmethoden und eröffnen neue Möglichkeiten – diese dürfen gespannt beobachtet werden.
( , 21.06.2016 - )
 
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