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Donnerstag, 27.07.2017
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Mit neuen Technologien zur Energiewende? Diese neuen Ideen halten die Leitmessen 2016 bereit

Energiewende

Glühbirnen

Seit Jahren stellt die Energiewende eines der großen Themen der Politik dar.

1. Energiewende mitgestalten


Schon seit einigen Jahren stellt die Energiewende eines der großen Themen der Politik dar, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Sie soll den Weg in eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft sichern und tatsächlich ließ sich mit den bisherigen Regelungen und Gesetzen bereits einiges – wenn auch noch nicht genug – erreichen. Laut Angaben des BMWi stammt mittlerweile bereits ein Drittel des deutschen Stroms aus Wind, Biomasse und Sonne, demnach sind erneuerbare Energien zur wichtigsten Stromquelle geworden. Allein die Windenergie hatte im vergangenen Jahr einen Rekordzuwachs von 4,9 Gigawatt, was in etwa der Leistung von fünf großen konventionellen Kraftwerken entspricht. Dies wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt positiv aus, auf dem bis 2050 etwa 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Es geht also mit kleinen, aber spürbaren Schritten voran – trotzdem ist es bis zur Energiewende noch immer ein weiter Weg, der auch im Jahr 2016 neue Ideen und Innovationen für den weiteren Erfolg benötigt.

1.1. Erwartungen an die Energiewende 2016


Geht es nach dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, so stehen auch für 2016 etliche Programme und Ziele auf dem Plan; viele von ihnen sind allerdings schon hinreichend bekannt. Relevant für das neue Jahr ist beispielsweise das neue EEG 3.0, also die Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes. Es soll den Ausbau von Strom aus Wind und Sonne sowohl kostengünstig als auch planbar machen. Weiterhin steht auch der bürgerfreundliche Ausbau der Übertragungsnetze auf dem Plan, Vorrang soll demnach das Erdkabel haben. In Sachen Energieeffizienz gibt es zudem eine ganze Reihe an neuen Regelungen und Programmen, die den Verbraucher unterstützen sollen: Dazu zählen etwa die Modernisierungsoffensive im Heizungskeller und die Nutzung eines neuen Energieeffizienz-Labels zum Enttarnen von Energiefressern. Sie sind in der sogenannten 10-Punkte-Energie-Agenda ausführlich erklärt. Insgesamt steht damit zwar durchaus viel auf dem Plan, das neue Jahr wartet aber noch mit vielen weiteren Neuheiten auf. Interessant sind diesbezüglich vor allem die neuen Trends und Technologien, die auf den großen Energiemessen vorgestellt werden.

Quelle:https://www.dialog-energie-zukunft.de/energiewende-2016/

1.2. Im Energiebereich weltweit führend: Die Hannover Messe


Die Hannover Messe gilt als die weltweit wichtigste Industriemesse. Sie findet jedes Jahr in Hannover auf dem dortigen Messegelände statt. Sie setzt sich aus einer Vielzahl von Leitmessen zusammen, sodass an einem einzigen Standort zahlreiche Themenaspekte aufeinandertreffen. Die Messen greifen dabei gezielt ineinander, wobei sowohl Forschung als auch Entwicklung, IT, Industrieautomation oder Energie- und Umwelttechnologien ausreichend Platz für eine detaillierte Darstellung finden. Daraus wiederum ergeben sich branchenübergreifende Möglichkeiten, die einerseits für Unternehmen aus aller Welt lohnenswert sind, andererseits aber auch den Fortschritt und die gemeinsame Entwicklung vorantreiben.

  • a) Die Energy
    Die Leitmesse Energy setzt auf neue Technologien, die die Energiewende unterstützen und möglich machen sollen. Experten aller Disziplinen treffen hier aufeinander und tauschen ihre Erfahrungen aus, um zukunftsträchtige Konzepte zu entwickeln. Künftig soll Strom so schonender und effektiver erzeugt, gespeichert, übertragen und verteilt werden.

  • b) Die Power Plant Technology
    Auf der Power Plant Technology werden alle Technologien und Services präsentiert, die sich um die Wertschöpfungskette des Kraftwerkbaus drehen. Wie sieht der Kraftwerkpark der Zukunft aus? Welche neuen Möglichkeiten gibt es? Im Fokus stehen dabei Bereiche wie die Wirkungsgradmaximierung, reduzierte CO2-Emissionen, nachhaltiger Klimaschutz und ein gesunder Energiemix.

  • c) Die Wind
    Eine weitere für die Energiewende wichtige Leitmesse stellt die Wind dar, bei der sich alles um Anlagen, Komponenten und Services aus dem Bereich Windenergie dreht. Gerade im Zuge der Energiewende erlebt die Windkraft eine neue Renaissance und hält viele neue innovative Lösungen zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Windenergie bereit

  • d) Die MobiliTec
    Die MobiliTec hat sich auf elektrische und hybride Antriebstechnologien spezialisiert, auch mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien kommen hier zur Sprachen. Darüber hinaus geben die Experten neue Impulse bezüglich Infrastruktur und Intermodalität, sodass eine enge Verzahnung mit anderen Energiethemen besteht. Die Energiewende wird hier insbesondere durch die Verkehrswende unterstützt.


2. Smart Grid


Derzeit befindet sich die Elektrizitätsversorgung im Umbruch. Dafür sorgt einerseits der steigende Energiebedarf, andererseits aber auch die verstärkte Integration von erneuerbaren Energien. In den kommenden Jahrzehnten wird sich die Strominfrastruktur daher vermutlich stark wandeln und von einer zentral gesteuerten zu einer intelligenten dezentralen Stromversorgung heranwachsen. Hier kommen die sogenannten Smart Grids ins Spiel, bei denen es sich um intelligente Energienetze handelt. Sie dienen als Verbindungsplattform und unterstützen mithilfe eines abgestimmten Managements die bidirektionale Kommunikation zwischen
  • Netzkomponenten
  • Erzeugern
  • Speichern
  • Verbrauchern

2.1. Zusammenführung von IT und Stromnetz


Mithilfe der Smart Grids werden IT und Stromnetz künftig miteinander verschmelzen. So sollen sie im Grunde in Echtzeit berechnen, wie viel Energie wo und wann benötigt wird und wie sie am besten gespeichert oder verwendet werden kann. Einfach ausgedrückt sollen Smart Grids also die ständigen Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage ausgleichen.

Auch für Unternehmen werden Smart Grids künftig interessant sein, denn sie bieten ein enormes Wachstumspotenzial. Ähnlich wie beim Internet oder Apps für das Smartphone könnten sich künftig zahlreiche neue Dienstleistungen und Mehrwerte entwickeln.

2.2. Datenschutz bleibt auf der Strecke


Smart Grids arbeiten mit verschiedensten Geräten, die im Verbund angeschlossen werden. Dabei greifen sie auch auf die sogenannten Smart Meter zu, intelligente Messgeräte zur Bestimmung des Stromverbrauchs in einem Haushalt oder Betrieb. Mithilfe dieser kleinen digitalen Strommesser kann der Stromverbrauch einem Energieunternehmen beispielsweise im 1-, 2-, 15-, oder 60-Minuten-Takt übermittelt werden. Ein Artikel auf politik-digital.de gibt jedoch zu bedenken, dass die neuartige Technik auch ihre Schattenseiten hat. Denn Stromkonzerne erhalten durch das Smart Metering einen detaillierten Einblick in das Verbraucherprofil eines Haushalts, wodurch ein empfindlicher Bereich der Privatsphäre betroffen ist. Für den Bundestag handelt es sich hierbei um sensible Daten, die besonders vertraulich behandelt werden müssen. Unter anderem ist es beispielsweise möglich, genau zu ermitteln, welches Haushaltsgerät wann genutzt wird, denn Kühlschrank, Mikrowelle und Co. haben jeweils spezifische Stromprofile. Tatsächlich konnten in einem Versuch sogar die Filme ermittelt werden, die gerade im Fernsehen liefen. In Verbindung mit Big Data könnten sich so zukünftig exakte Profile erstellen lassen, was auch für Kriminelle interessant wäre. Mittels Smart Meter ließen sich Einbrüche planen, aber auch der Stromdiebstahl wäre ein mögliches Szenario. Hierfür müssten die Diebe lediglich die Daten manipulieren, um daraus eigene Vorteile zu ziehen. Schon 2012 sollen einige Mitarbeiter des Stromkonzerns Enemalta genau das mithilfe von Smart Meter versucht haben.

Quelle: http://politik-digital.de/news/smart-meter-datenschutz-147749/

3. Smart Home


Soll Energie gespart werden, so ist mittlerweile immer häufiger die Rede vom Smart Home, dem intelligenten Zuhause. Nutzer haben damit die Möglichkeit, ihr Heim jederzeit im Blick zu haben und können es bei Bedarf auch über die Entfernung mittels Smartphone und Tablet steuern. Angeschlossene technische Geräte können zudem komfortabel und jederzeit bedient werden, sei es die Kaffeemaschine, der Kühlschrank oder die Überwachungskamera an der Eingangstür. Darüber hinaus bietet sich Smart Home jedoch auch ideal für den umsichtigen Gebrauch von Strom, Wärme und sonstigen Energiequellen an. Ratgeberportale wie „das intelligente zuhause“ erläutern, welche Vorteile diesbezüglich genutzt werden können:
Smarthome-Visualisierung

Bei einem Smarthome können die Besitzer viele Funktionen unabhängig von der Entfernung mittels Smartphone und Tablet steuern.


  • Einsparpotenziale erkennen
    Wann lohnen sich zeitabhängige Stromtarife am ehesten? Welche Energieeffizienz sollte der Kühlschrank haben? Wie und wann lassen sich Stand-by-Geräte besser und schonender nutzen? Das vernetzte Zuhause unterstützt Nutzer dabei und nutzt Energie intelligent.

  • Geregeltes Licht spart Strom
    Um die Energiekosten zu senken, ist der clevere Gebrauch von Lichtquellen nicht zu vernachlässigen, sie machen immerhin bis zu 10 Prozent der Energiekosten aus. Durch den Einsatz von Smart Home lässt sich das Licht größtenteils automatisieren, sodass es beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten reduziert oder komplett ausgeschaltet wird.

  • Clever heizen und das Klima kontrollieren
    Steigende Heizkosten entstehen in erster Linie dadurch, dass Hausbesitzer zu viel oder falsch heizen. Smart Home kann mittels Raumtemperaturregler zimmergenau heizen und dabei beispielsweise Aufsteh-, Ausgeh- und Einschlafgewohnheiten berücksichtigen.

  • Von Verbrauchstransparenz profitieren
    Um den Energieverbrauch zu reduzieren, muss dieser erst einmal bekannt sein. Dabei hilft der Anschluss an einen intelligenten elektronischen Haushaltszähler. Dieser ist wiederum per Smartphone abrufbar und gewährleistet einen ständigen Überblick.

Quellen:
http://www.das-intelligente-zuhause.de/ratgeber/energie
http://www.energiezukunft.eu/netze/smart-grids/smart-home-als-baustein-fuer-die-energiewende-gn10419/

3.1. Neue Gadgets auf der CES 2016


Auf der diesjährigen CES war Smart Home ebenfalls ein großes Thema. Dementsprechend überrascht es kaum, dass viele Neuheiten und spannende Gadgets vorgestellt worden sind. So bietet das Musiksystem "Prizm" beispielsweise die Möglichkeit, Musik über Streamingdienste abzuspielen. Dabei berücksichtigt es, wer gerade im Raum ist und spielt jene Titel nur dann ab, wenn diese von der betreffenden Person oft gehört oder besonders gemocht werden. Samsung hat hingegen mit einem neuen Familienkühlschrank für Aufsehen gesorgt, der über einen Touchscreen verfügt und als Pinnwand, Fotoalbum, Kalender oder Shopping-Hilfe genutzt werden kann. In ihm stecken außerdem drei Kameras, die bei Bedarf jederzeit Bilder vom momentanen Inhalt an den Nutzer senden.

Weitere Highlights der Messe:
  • Lampen von Sengled – Diese wurden um eine Spracherkennung erweitert, sie reagieren demnach auf Sprachanweisungen. Zudem können sie dank integrierter Lautsprecher Musik abspielen, fungieren aber auch als Babyphone mit beruhigenden Einschlafliedern.
  • Betten von Sleep Number – Die smarten Betten zeichnen auf, wie der Nutzer schläft und lernen dadurch, wann er am besten schlafen gehen sollte und welche Position am geeignetsten ist.
  • Bewässerung durch Skydrop – Skydrop ist ein kleiner Controller, der im Haus für die Bewässerung des Gartens angebracht wird. Er kommuniziert über den Router mit den Sprinklern, zudem berücksichtigt er die aktuellen Klimadaten (beispielsweise kurz bevorstehenden Regen) und handelt entsprechend sinnvoll.

Quelle: https://curved.de/news/ces-2016-neue-gadgets-fuer-das-smart-home-336499

3.2. SmartHome Deutschland Award 2016


Smart Home ist mittlerweile so populär und vor allem zukunftsträchtig, dass der Themenbereich bereits einen eigenen Award erhalten hat. Dieser wird jährlich von der Smart Home Initiative e.V. vergeben; in diesem Jahr findet die Verleihung am 24. Mai statt. Dabei stehen innovative und marktfähige Produkte im Fokus, die bestenfalls nachhaltig umgesetzt werden können und eine intelligente Heim- und Gebäudevernetzung ermöglichen. Der Award sieht sich vor allem als Mittler zwischen Herstellern, Entwicklern, Fachhandel, Handwerk, Verbänden sowie privaten oder gewerblichen Nutzern. So treibt er die Entwicklung von Smart Home voran und zeigt, dass intelligentes Wohnen bereits heute möglich sein kann – und das für weniger Geld als vermutet.

Kernkraftwerk

Acht der insgesamt 17 deutschen Atomkraftwerke sind derzeit noch in Betrieb.


4. Atom- und Kohleausstieg – Restlaufzeiten


In Deutschland wurden mittlerweile bereits einige Atomkraftwerke geschlossen. Als erstes Land der Welt schloss es im Jahr 2000 außerdem einen „Atomkonsens“, also einen Ausstiegsplan für alle deutschen Kernkraftwerke. Der Atomausstieg stellt einen wichtigen Teilaspekt der Energiewende dar. Von den insgesamt 17 hiesigen Atomkraftwerken sind derzeit noch 8 in Betrieb. Dies brachte es mit sich, dass der Atomausstieg hierzulande unterwartet friedlich verlief. Ähnlich könnte es nun auch in Bezug auf die Kohlekraftwerke verlaufen, zumindest wenn es nach der Initiative Agora Energiewende geht. In insgesamt elf Punkten stellt die Initiative einen „nationalen Kohlekonsens“ vor, der den schrittweisen Ausstieg aus Braun- und Steinkohle besiegeln soll. Demnach dürfen keine neuen Kraftwerke mehr gebaut und auch der Tagebau würde nicht mehr weiter fortgeführt werden, Restlaufzeiten gäbe es aber auch hier. Grund für die plötzlichen Bestrebungen hinsichtlich der Kohlenutzung ist vor allem die Klimakonferenz in Paris, bei der Kohle verschärft in die Defensive gedrängt wurde. Politische Führungskräfte wie beispielsweise Bundesenergieminister Sigmar Gabriel oder Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stehen den Plänen derzeit jedoch noch skeptisch gegenüber, weshalb die Umsetzung wohl noch auf sich warten lassen dürfte.

Quelle:http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energiewende-restlaufzeiten-1.2812003

4.1. Klagewelle aufgrund des Atomausstiegs


Zwar geht es mit dem schrittweisen Atomausstieg derzeit stetig voran, gleichzeitig treten aber auch Probleme auf. Besonders akut sind die drohenden Milliardenlasten wegen Schadenersatzklagen, die von den Energiekonzernen eingereicht werden. Sie richten sich gegen den Atomausstieg ohne Entschädigung sowie gegen die Brennelementesteuer, die für noch aktive Anlagen erhoben wird. Die Forderungen liegen hier laut Fachleuten bei deutlich über zehn Milliarden Euro. Fakt ist, dass das Moratorium – darunter ist ein Stillhalteabkommen bzw. ein Zahlungsaufschub zu verstehen – zum Teil rechtswidrig gehandelt hat, da es einige Kraftwerkblöcke, darunter auch RWE, nicht ordnungsgemäß angehört hat. Zudem halten Kritiker die Begründung des Moratoriums mit „Gefahrenabwehr“ nur für wenig überzeugend, da hierzulande kaum ein Szenario wie in Japan inklusive Seebeben und Tsunami erwartet werden kann. Diese Rechtswidrigkeit muss allerdings noch lange nicht bedeuten, dass die Gerichte den geforderten Schadenersatz auch bewilligen – dieser dürfte stattdessen deutlich geringer ausfallen, wobei eine Entscheidung aber erst in der zweiten Hälfte von 2016 erwartet wird.

Quelle: http://www.mittelbayerische.de/wirtschaft-nachrichten/klagewelle-wegen-atomausstieg-rollt-21840-art1320650.html

4.2. Kompletter Ausstieg bis 2022


Nichts desto trotz ist der komplette Ausstieg aber nach wie vor geplant und soll bis 2022 durchgesetzt werden. Der Ausstieg selbst ist dabei ein wesentlicher Teil des Energiekonzepts und nahm insbesondere nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima Gestalt an. Der Beschluss ist zudem eindeutig und auch eine Übertragung von Reststrommengen ist über dieses Datum hinaus nicht mehr möglich. Die Unsicherheit darüber, ob die Energie womöglich knapp werden könnte, stellte sich vor allem am Anfang der Maßnahme. Mittlerweile kann jedoch gewährleistet werden, dass die Energieversorgung nicht beeinträchtigt wird, zumal Deutschland in den vergangenen Jahren sehr viel mehr Strom produzierte als im eigenen Land benötigt wurde. Dementsprechend wurden große Mengen exportiert. Weiterhin gibt es große Leistungsreserven, welche nach Aussagen der Bundesregierung mehr als doppelt so hoch sind wie die Gesamtleistung der vom Netz gehenden Kernkraftwerke.

Bundesumweltministerin Hendricks hält es für möglich, dass der Atomausstieg unter Umständen sogar schon früher abgeschlossen werden kann als bisher gedacht. Laut Klimaretter sei es denkbar, dass Kernkraftwerte aus wirtschaftlichen Gründen freiwillig schneller abgeschaltet werden. Zugleich forderte Hendricks, dass das Wachstum der Ökoenergien nicht vernachlässigt werden sollte. Zwar sei der Ausbau der Windkraft bisher gut vorangekommen, der Solar-Zubau sei hingegen nicht zufriedenstellend. Ebenfalls im Gespräch ist außerdem das Thema Elektromobilität. Hier hält die Ministerin nach wie vor an der Forderung nach einer Prämie für den Kauf von Elektroautos fest, damit das erklärte Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen, erreicht werden kann.

Quelle:https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Energiekonzept/05-kernenergie.html

5. Weitere Trends und Prognosen


Ein abschließender Blick auf die anfangs erwähnten Leitmessen zeigt, dass die Trends und Innovationen noch vielfältiger sind. Weitere spannende Themen, für die sich ein Besuch in diesem Jahr lohnt, sind die folgenden. Die Messe selbst findet vom 25.-29.04.2016 statt:

  • Die Speicherung regenerativ erzeugter Energie durch die Produktion von Wasserstoff oder direkt in stationären Batterien.

  • Energieberatung und die richtige Nutzung von Einsparpotenzialen; die Vorteile von industrieller Abwärme und effizienten Klima- und Beleuchtungslösungen

  • Partnerland USA: Schwerpunkte auf der Messe sind modernste Fertigungstechnik, Energieeffizienz, Energieerzeugung und die transatlantische Zusammenarbeit.

  • Komponenten und Systeme der Automatisierung, robotergestützte Automatisierung

  • Industrie 4.0 – Um wettbewerbsfähig und flexibel zu bleiben, sind neue Wege in der Industrie gefragt. Dazu gehört auch und vor allem die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Zudem stehen Risiken in punkto Datensicherheit auf der Agenda, etwa Produktpiraterie oder Cyberattacken.

  • Sensorik und Messtechnik
( , 19.04.2016 - )
 
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