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Dienstag, 28.03.2017
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Die Strompreisentwicklung - Ursachen und Maßnahmen

Strommarkt

Die Jahresabrechnung vom Stromversorger sorgt oft für heftige Emotionen. Denn die Preisentwicklung der letzten Jahre geht immer weiter nach oben. Doch welche Faktoren sind für diese Entwicklung verantwortlich und welche Möglichkeiten gibt es, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen?
Auch die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen spielt bei der Strompreisentwicklung eine Rolle.

Auch die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen spielt bei der Strompreisentwicklung eine Rolle.

Was bedeutete der Strompreis für den Verbraucher 1950 und was heute?


1950 war der Strompreis für durchschnittliche Haushalte im Verhältnis zu den damaligen Einkommensverhältnissen auch nicht gerade billig, jedoch mussten nur sehr wenige Stromverbraucher versorgt werden – geheizt wurde damals noch fast ausschließlich mit Kohle. Heute werden eine Vielzahl von Verbrauchern mit Strom betrieben: Kühlschränke, Elektroherde, Computer, Laptops, Pumpen von Zentralheizungen und vieles mehr. Daher hat sich der Grundverbrauch im Verhältnis zu früheren Jahren um ein Vielfaches erhöht. Während früher der Strompreis aufgrund des geringen Verbrauchs mehr oder weniger vernachlässigt werden konnte, umfassen die heutigen Stromkosten einen beachtlichen Teil der allgemeinen Wohnkosten.

Die allgemeine Entwicklung des Strompreises in nackten Zahlen


Der Strompreis für den Endverbraucher bewegte sich zwischen 1950 und den späten 70er Jahren zwischen 9 und 11 ct/kWh. Erstaunlicherweise beeinflusste die erste Ölkrise im Jahre 1973 den Strompreis nicht einmal minimal. Zwischen 1974 und 1979 blieb er so gut wie stabil. Die maximale Schwankung in diesen Jahren betrug lediglich sagenhafte 1 Cent. Firmen und Privatkunden genossen absolute Planungssicherheit, was ist in heutigen Zeiten kaum mehr vorstellbar ist.

Ab 1980 zahlte der Kunde erstmals dauerhaft mehr als 10ct für die kWh. Erstaunlicherweise blieb dieses Niveau lange Zeit stabil. Auch die verstärkt aufflammenden Krisen im Nahen Osten wie der Krieg gegen den Irak 1990/91 beeinflussten den Preis nur moderat. Erst 1990 erreichte der Strompreis die 15 ct-Marke. Einhergehend mit der Privatisierung der Stromerzeugung Anfang der 90er-Jahre sollte dem Kunden Wahlfreiheit zwischen den einzelnen Lieferanten ermöglicht werden. War die Stromversorgung vorher Sache der öffentlichen Hand, so konnte der Verbraucher sich seinen Stromanbieter nun selber aussuchen. Genützt hat es wenig, denn nach einem kurzen Absacken hat der Strompreis seither eine gewaltige Fahrt nach oben angetreten. Mittlerweile liegt er bei 27-29 Cent und ein Ende ist nicht abzusehen.

Zusammensetzung des Strompreises


Während die Kosten für die Erzeugung, den Transport und den Vertrieb des Stroms während der letzten zehn Jahre weitestgehend stabil blieben, sind es vor allem staatliche Umlagen, die den Strompreis seit Mitte 2006 in die Höhe treiben. Den größten Anteil daran hat die Umlage aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Dieses regelt die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Stromquellen wie Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und Geothermie in das öffentliche Stromnetz. Dabei werden den Erzeugern feste Einspeisevergütungen garantiert. Während die EEG-Umlage im Jahr 2006 noch bei 0,88 € pro kWh, liegt er heute, zehn Jahre später, bei 6,53 € pro kWh. Damit stieg der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen von 40% in 2006 bis auf 54% heute. Weitere Informationen zur Strompreisanalyse finden Sie beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

Maßnahmen für Verbraucher


Durch die Privatisierung des Strommarktes haben private und gewerbliche Stromabnehmer jederzeit die Möglichkeit des Anbieterwechsels. Doch diese Option wird heute immer noch nicht in ausreichendem Maß genutzt. Dabei bietet das Internet die beste Möglichkeit, schnell und unkompliziert einen Preisvergleich von Stromanbietern durchzuführen und zu einem neuen, preiswerteren Tarif zu wechseln.

Gleichzeitig gibt es viele Möglichkeiten zum Stromsparen – auch hier bietet das Internet eine Fülle an Informationen. Durch entsprechende Einsparmaßnahmen verbunden mit einem preiswerten Stromtarif lassen sich pro Jahr je nach Haushaltsgröße durchaus mehrere hundert Euro einsparen.
( , 11.04.2016 - )
 
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