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Donnerstag, 27.07.2017
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So funktioniert die Fotobuchproduktion

Digitaldruck

Geburtstag, Weihnachten, Jahrestag – zu vielen Anlässen schenkt man heute ein Fotobuch oder hält den besonderen Tag mit Fotos in einem Buch fest. Seit 2008 hat sich der Absatz an digitalen Bildsammlungen mehr als verdoppelt. 2015 wurden 8,8 Millionen Fotobücher hergestellt. Eine solche Menge in kürzester Zeit und in hoher Qualität zu produzieren, funktioniert heute dank modernster Technologien problemlos.




Vom PC zum Drucker


Zunächst lädt man die Bilder bei einem Onlineanbieter wie CEWE, bei dem man ein Fotobuch erstellen lassen kann, hoch. Die Software offeriert meistens moderne Bildbearbeitungs- und sonstige Gestaltungsmöglichkeiten. Mit dem Auftrag-Senden-Button wird das fertige Datenpaket an den zuständigen Anbieter verschickt. Die Bild- und Buchdaten werden automatisch in einen Großrechner geladen, der pro Stunde eine Vielzahl unterschiedlichster Daten analysiert und auf Fehler überprüft. Dabei werden die Bilddateien unter anderem auf die jeweils verwendete Belichtungsmaschine optimiert. Die fertige Analyse wird dann automatisch als Auftrag an eine der Druckmaschinen gesendet, die mit dem Hauptrechner vernetzt ist.

Im Gegensatz zu früher werden heutige Fotos nicht mehr aufwendig in einem Labor entwickelt, sondern direkt auf Fotopapier gedruckt. Dank anspruchsvoller Software und Materialentwicklungen können alle Pixelinformationen eines JPEG-Bildes ohne Qualitätsverluste auf echtes Fotopapier gebracht werden. Gedruckt werden dann die fertig gestalteten Doppelseiten. Dabei kommen modernste Geräte von Kodak, HP, Xerox oder ein Tintenstrahldrucker wie der DreamLabo 5000 zum Einsatz. Dieser arbeitet mit der FINE Druckkopftechnologie und druckt präzise und schnell anhand mikroskopisch kleiner Tintendüsen Farbe auf das Fotopapier.

Einige Fotobuch-Anbieter verwenden ein ElektroInk-Verfahren, bei dem das Papier um eine Walze gewickelt wird. Eine andere Walze wird elektrisch geladen und überträgt die vorgegebene Farbe auf eine Gummiwalze, die dann stempelartig die Farbe auf das Papier drückt. Doch egal welche Technik angewendet wird, bei der Farbzusammenstellung haben alle eine Gemeinsamkeit: Um alle möglichen Farbtöne auf Papier zu bringen, benötigt man heute nur die vier Farben Schwarz, Gelb, Magenta und Cyan.

Auslage mit gedruckten Fotobüchern

Auslage mit gedruckten Fotobüchern

Schnitt und Bindung


Die meisten Drucker schaffen pro Stunde circa 1.800 Bögen, bestehend aus je vier Seiten. Sind die Seiten eines Fotobuch-Auftrages gedruckt, erfolgt die Weiterverarbeitung. Dabei gehen der Buchumschlag und die Inhaltsseiten getrennte Wege. Während der Umschlag durch eine Laminatmaschine mit Laminat veredelt und durch eine Kartonage robuster gemacht wird, wandern die restlichen Fotobuchseiten direkt zur Schneidemaschine. Hier werden sie "vereinzelt", das heißt, als Einzelseiten zugeschnitten. Diese werden dann in einer Klebebinder-Maschine als Vorder- und Rückseiten zusammengefügt. Je nach Hersteller können Schnitt und Klebevorgang in ein und derselben Maschine stattfinden. Am Ende wird das Cover auf die fertigen Seiten geklebt, was bei einigen Herstellern über Rollen geschieht, die die Seiten in das Cover drücken. Der letzte Arbeitsschritt ist die sogenannte Knickkante, die dem Fotobuch gegeben wird, damit es wie ein echtes Buch aussieht.

Deutsche Wissenschaftler haben übrigens vor einiger Zeit sogar ein Fotobuch entwickelt, dessen Seiten dank elektronischer Bauteile Töne von sich geben kann. Wann die Buchseiten als Lautsprecher ihren Weg in die Massenproduktion finden, ist allerdings noch unbekannt.
( , 11.04.2016 - )
 
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