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Sonntag, 26.03.2017
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Zwischen Wissenschaft und Matching-Systemen

Partnersuche 2.0

Den passenden Deckel zum Topf finden: Das passiert heute immer mehr über Partnervermittlungen oder Singlebörsen, denn diese sparen Zeit und bieten meist eine große Auswahl an verschiedenen Charakteren. Dabei wird einem in manchen Fällen sogar das eigenständige Suchen fast abgenommen, denn es gibt eine Vielzahl an „Matching-Systemen“, die vor allem in der Online-Partnersuche genutzt werden.
Singles, Paare und Familien heute und vor 20 Jahren

Singles, Paare und Familien heute und vor 20 Jahren

Die erste Partnervermittlung ist im 16. Jahrhundert in London entstanden, während sich die Singlebörsen erst langsam mit dem Aufkommen des Internets in den Neunzigern entwickelten. Bei einer Partnervermittlung werden persönliche Daten und Interessen erfragt und in ein System eingegeben. Anhand der Informationen und einem Bild des Interessenten wird ein Profil erstellt, das im Computer der Agentur gespeichert wird.

Partnersuche Offline: Partnervermittlung


Einblicke in die Datenbank der Vermittler erhalten die Suchenden nicht. Die Zuständigen durchsuchen die Profile anderer eingetragener Personen und gleichen diese jeweils ab. Daraufhin werden verschiedene Partnervorschläge erstellt. So können auch nur die ausgewählten Profile näher betrachtet werden.

Die erste Partnervermittlungsagentur, die auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitete, ist die Tim Taylor Partner Computer Group. Gegründet wurde die Partnervermittlung im Jahr 1981 und suchte potentielle Partner mithilfe des wissenschaftlich begründeten Döppe-Prinzips aus. Dieses beruht auf verschiedenen Persönlichkeitstests. Psychologische und soziologische Erkenntnisse bilden die Grundlage des TTPCG-Matching-Systems.

TTPCG: Wissenschaftlich begründetes Matching-System in der Partnervermittlung


Im Rahmen des Matchings füllen die Interessenten einen Fragebogen aus, der den Vermittlern Auskunft über den Charakter, die Interessen oder die Partnervorlieben liefert. Die Antworten werden mit denen anderer abgeglichen. Dabei wird unter anderem auch dem möglichen späteren Verhalten in der Partnerschaft Beachtung geschenkt.

Jeder Person wird eine Anzahl an Matching-Punkten zugeordnet. Diese dienen dazu, einen Partner herauszufiltern, der diese Punkte ergänzt oder mit diesen übereinstimmt. Zudem arbeitet das Unternehmen mit der biometrischen Gesichtserkennung. Weitere Informationen zu der wissenschaftlichen Methode, die Menschen zusammenführt und auch von seriösen Singlebörsen genutzt wird, liefert dieser Beitrag.

Partnersuche Online: Singlebörsen


Ihren Beginn hat die virtuelle Partnersuche in New York. Im Jahr 1964 erfanden der Buchhalter Lewis Altfest und der Programmierer Robert Ross die Technik TACT (Technical Automated Compatibility Testing). Ein Automat mit Kompatibilitätstests sollte einsamen New Yorkern zum Liebesglück verhelfen. Für fünf Dollar konnten Interessierte einen Bogen mit 100 Multiple-Choice-Fragen ausfüllen. Die Antworten wurden auf Karten übertragen und in einen Rechner eingegeben, der die Daten auswertete und daraufhin Partnervorschläge ausspuckte.

Rund fünfzig Jahre später gibt es bereits eine breite Auswahl an Singlebörsen, die verschiedene Zielgruppen ansprechen. Es gibt Plattformen für Akademiker, für ältere Personen, für Homosexuelle oder für Menschen, die nur auf der Suche nach einem One-Night-Stand sind. Die Singlebörsen unterscheiden sich in ihrer Zielgruppe, ihrer Sicherheit, ihrer Erfolgsquote und auch durch bestimmte Algorithmen, die genutzt werden, um Partnervorschläge machen zu können. Diese werden in computergesteuerten Matching-Systemen genutzt, die auf verschiedenen Prinzipien beruhen.

Das Matching-Prinzip wird auch von seriösen Singlebörsen angewandt.

Das Matching-Prinzip wird auch von seriösen Singlebörsen angewandt.

Singlebörsen arbeiten mit verschiedenen Matching-Prinzipien


Die Matching-Systeme sind nicht nur in der Partnervermittlung, sondern auch im Bereich der Online-Singlebörsen zu finden. Dabei setzen die verschiedenen Anbieter bei ihren Vorgehensweisen meist auf unterschiedliche Methoden. So sind die Matching-Systeme in verschiedene Kategorien zu unterteilen.

Der Ort – Geolocation


Mit der „Geolocation-Technologie“ arbeiten vor allem Apps. Dabei wird der Ort, an dem sich der Nutzer befindet von der App bestimmt. Diese Lokalisierung dient dazu, Menschen, die sich in der Nähe voneinander befinden, zusammen zu führen. Die Methode ist eine rein zufällige und bezieht keine Informationen zu der Persönlichkeit mit ein.

Analyse der Interessen und der Persönlichkeit: Wissenschaftliches Matching


Im Gegensatz dazu gibt es auch Matching-Systeme für Menschen, die Wert darauf legen, dass die Interessen mit denen des Partners übereinstimmen. Dabei werden dann Angaben zu den Hobbys oder zum bevorzugten Lebensstil erfragt.

Noch genauer mit der Persönlichkeit beschäftigen sich die Singlebörsen, die für das Matching psychologische Aspekte heranziehen. Diese sind meist aber auch mit höheren Kosten für den Nutzer verbunden. Die Profile werden bereits auf wissenschaftlicher Basis erstellt und mithilfe von Wissen aus der Persönlichkeitsforschung untereinander verglichen.

Singlebörsen können 24 Stunden am Tag genutzt werden. Auch unterwegs kann über das Smartphone mit potentiellen Partnern in Verbindung getreten werden.

Singlebörsen können 24 Stunden am Tag genutzt werden. Auch unterwegs kann über das Smartphone mit potentiellen Partnern in Verbindung getreten werden.

Vorteile der Partnersuche im Internet


Neben dem Matching, das dem Suchenden beim eigenständigen Durchstöbern der Datenbank einige Partnervorschläge mit an die Hand gibt, weist die Online-Partnersuche noch andere Vorteile auf.

• Auswahl an Partnerschaftsmodellen


Es kann zwischen Personen gewählt werden, die in der Nähe oder in der Ferne wohnen. Denn manche Menschen bevorzugen Fernbeziehungen. Sei es nur aus dem Grund, dass diese nicht auf eine längerfristige Partnerschaft aus sind oder nur auf ein so genanntes „Casual-Date“ – einen kurzen erotischen Kontakt. Dafür gibt es verschiedene Plattformen, die unterschiedliche Vorstellungen von Partnerschaften ansprechen.

• Anonymität


Ein weiterer Vorteil des Online-Datings ist die Anonymität. Damit diese möglichst erhalten bleibt, sollten keine persönlichen Daten wie der vollständige Name, die Telefonnummer oder die Adresse auf dem eigenen Profil veröffentlicht werden. Der Nickname sollte keinen Hinweis auf den Namen der Person geben, sondern zum Beispiel nur auf die Interessen hinweisen.

• Zeitersparnis


Zudem ist das Single-Portal 24 Stunden am Tag erreichbar – es kann Tag und Nacht gechattet werden. Dadurch, dass sich der Nutzer von überall in das System einloggen kann und selber entscheidet, wann er das Angebot nutzen möchte, erspart sich dieser Zeit und Aufwand.

• Flirt-Übungen


Die Singlebörsen bieten Test-Abos an, die nicht nur dazu dienen, um herauszufinden, ob diese Art der Partnersuche die Passende ist. Zudem kann sich erst einmal im Flirten geübt und erprobt werden.
( , 23.12.2015 - AHD)
 
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