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Sonntag, 23.07.2017
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Neue Anwendungsmöglichkeiten sollen De-Mail zum Erfolg führen

Sichere Kommunikation per E-Mail

Rund eine Million Nutzer in Deutschland setzen bei der Kommunikation im Internet auf die rechtssichere De-Mail. Dem Ausschuss ‚Digitale Agenda' der Bundesregierung ist das bislang zu wenig. Sind neue Anwendungsgebiete und eine Vereinfachung des Service der Schlüssel zur flächendeckenden Nutzung des neuen E-Mail-Verfahrens?
De-Mail ermöglicht zertifizierte und sichere Kommunikation per E-Mail.

De-Mail ermöglicht zertifizierte und sichere Kommunikation per E-Mail.

In Deutschland ist ein starker Anstieg in der Nutzung elektronischer Verwaltungsdienste zu beobachten. Doch Anwesenheitspflichten, die Schriftformerfordernis und handschriftliche Unterschriften stellen für die digitale Kommunikation auf Verwaltungsebene immer noch ein großes Hindernis dar. Mit dem Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes im Jahr 2013 soll sich das künftig ändern. Hauptanliegen des Beschlusses ist es, eine Voraussetzung für zeit- und ortsunabhängige Verwaltungsdienste zu schaffen.

Kernpunkte des Gesetzes sind wesentliche Regelungen, die die Bundesverwaltung zur Eröffnung eines elektronischen Kommunikationskanals verpflichten, der es Bürgern erleichtert, elektronische Nachweise zu erbringen. Als rechtverbindliches Kommunikationsmittel wurde dazu gemeinsam mit privatwirtschaftlichen Unternehmen das De-Mail-System ins Leben gerufen. Bis März 2016 müssen alle Bundesbehörden laut Gesetz an das zentral betriebene De-Mail-Gateway der Verwaltung angeschlossen werden. Doch die Umsetzung dieser Vorgabe kommt nur schleppend voran.

Rund eine Million Bundesbürger nutzen das De-Mail-Angebot


Auch die Bundesbürger sind zurückhaltend bei der Eröffnung privater De-Mail-Konten. Dem Ausschuss ‚Digitale Agenda' zufolge sind rund eine Million Deutsche derzeit per De-Mail erreichbar. Um die bisher noch überschaubare Nachfrage in der Bevölkerung langfristig zu steigern, erwägt der Ausschuss ‚Digitale Agenda' eine Ausweitung des De-Mail-Service auf weitere Anwendungsgebiete. Wie Thomas Jarzombek, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Agenda, in einer Pressemitteilung Ende September bekannt gab, steht beispielsweise eine Anwendung im Gesundheitsbereich im Raum. "Allein die Nutzung für Behördenkommunikation ist zu wenig, um die Menschen für die Registrierung bei De-Mail zu gewinnen", so Jarzombek.

Die Anwendung im Verwaltungsbereich ist jedoch schon jetzt nur Segment des De-Mail-Marktes. Ein Blick auf die Internetseite des De-Mail-Anbieters 1&1 verrät, dass hier weniger die öffentlichen Institutionen als vielmehr privatwirtschaftliche Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und Vereine ins Visier genommen werden. Diese haben ein gesteigertes Interesse daran, Geschäftsprozesse wie Vertragsabschlüsse oder Abrechnungen über einen rechtsicheren elektronischen Kommunikationsweg abzuwickeln und dadurch erhebliche Einsparungen bei Portokosten und Bearbeitungszeiten zu erzielen. Ein großer Vorteil der De-Mail ist zu dem die umfassende Verschlüsselungsoption. Auf diese Art versendete Geschäftspost lässt sich so vor unberechtigten Zugriffen schützen und gilt daher abhörsicher in Bezug auf Industriespionage.
( , 15.12.2015 - AHD)
 
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