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Freitag, 20.01.2017
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Trübe Stimmung in der Vorweihnachtszeit

Knappe Kasse drückt das Kaufverhalten

Die Deutschen haben Lust auf Konsum, doch nur wenige von ihnen können sich ihre Wünsche auch leisten. Das geht aus dem aktuellen Verbraucherindex Herbst 2015 hervor.
Die Creditplus Bank hat die aktuelle Ausgabe des Verbraucherindexes veröffentlicht und gibt einen frischen Einblick in die deutsche Anschaffungsneiung. Laut der Studie wollen 70 Prozent der Deutschen ihr Geld ausgeben. Sie stoßen dabei auf eine Barriere: fehlende Finanzen.

Eine schlechte finanzielle Lage sieht kurz vor der Weihnachtszeit nicht gut aus, schließlich erwarten die meisten Geschäfte für diese Periode die höchsten Umsätze. In diesem Jahr könnten die Gewinne etwas geringer als erwartet ausfallen.

Jeder Zweite scheitert beim Ausgeben an seiner finanziellen Lage


Fast jeder zweite Bundesbürger (54 %) würde gerne Dienstleistungen und Produkte erwerben. Er scheitert aber an seinen nicht ausreichenden finanziellen Möglichkeiten. Die Kategorie der Menschen, die sich Ausgaben wünscht und leisten kann, ist mit 14 Prozent eher gering.

Die Kauflaune der Deutschen ist direkt an das Haushaltsnettoeinkommen gebunden. Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 1.500 Euro haben die geringste Kauflaune (5 %). Auf der anderen Seite ist die Kauflaune bei den Menschen mit mehr als 3.500 Euro am Größten (36 %).

Unterschiede bei der Kauflaune sind auch anhand des Schulabschlusses sowie der Berufstätigkeit erkennbar. Menschen mit einem abgeschlossenen Studium haben eine größere Kauflaune als Verbraucher mit einem Volks- oder Hauptschulabschluss. Selbes gilt für voll berufstätige Menschen im Vergleich zu Rentnern.

Fehlende Rücklagen und ihre Wirkung auf das Weihnachtsgeschäft


Jeder vierte Deutsche (26 %) besitzt weniger als 625 Euro, um für unerwartete Ausgaben zu zahlen. Jeder Zehnte (11 %) hat gar nichts gespart. Ein Vergleich zwischen dem Anschaffungspotenzial im Frühjahr und Herbst zeigt, dass die finanziellen Rücklagen geringer geworden sind. Dabei steht die Weihnachtssaison vor der Tür und es werden traditionell viele Geschenke gekauft.

Ein Blick auf eine Umfrage von GfK bringt Licht in die Situation: Demnach wollen die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 274 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Weniger als in den drei Jahren zuvor.

Bargeld bleibt das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen


Auch wenn die Deutschen wenige Rücklagen haben und ihre Kauflaune etwas gedrückt ist, zeigen sie weiterhin Interesse an bestimmten Produkten. Die größte Kaufabsicht haben folgende Kategorien:

• Möbel (35 %)
• Elektrogeräte teurer als 500 € (26 %)
• Reisen teurer als 1.250 € (21 %)
• Auto (13 %)
• Motorrad (3 %)

Bis auf die Kategorie Motorrad sank die Nachfrage in allen Kategorien im Vergleich zum Frühjahr 2015. Dieser Trend soll 2016 fortgeführt werden. Jeder Dritte (34 %) gab an, im kommenden Jahr weniger Geld für Freizeit, Konsumgüter und Reisen ausgeben zu wollen.

Für die Produkte und Dienstleistungen, die die Deutschen erwerben, nutzen sie am liebsten Bargeld. Acht von zehn Deutschen (82 %) bleibt bei dem ältesten Zahlungsmittel der Welt. Sie sind der Abschaffung dieses Zahlungsmittels negativ eingestellt, da sie Sicherheitsbedenken haben.
( , 17.11.2015 - AHD)
 
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