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Donnerstag, 25.05.2017
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Energiewandel wird aktiv in Mülhausen umgesetzt

Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Was Klima- und Energiefragen anbetrifft, so ist der Großraum Mülhausen Elsass (M2A) seit vielen Jahren Vorreiter und Vorbild. Sie war die erste Region, die 2007 mit der Ausarbeitung eines Klimaplans begonnen hat und eine der ersten Städte, die die Europäische Konvention der Bürgermeister unterzeichnete, die lokale Behörden in ihren Bestrebungen für eine Energiewende vereinigt. M2A setzt sich bereits heute engagiert für eine bessere Energieeffizienz, den Ausbau von Biogasheizungsanlagen sowie die Erweiterung eines öffentlichen „sauberen“ Verkehrsnetzes ein und verwirklicht den von Frankreich angestrebten Energiewandel mit Projekten und innovativen grünen Lösungen.
Was Klima- und Energiefragen anbetrifft, so ist der Großraum Mülhausen Elsass (M2A) seit vielen Jahren Vorreiter und Vorbild. Sie war die erste Region, die 2007 mit der Ausarbeitung eines Klimaplans begonnen hat und eine der ersten Städte, die die Europäische Konvention der Bürgermeister unterzeichnete, die lokale Behörden in ihren Bestrebungen für eine Energiewende vereinigt. M2A setzt sich bereits heute engagiert für eine bessere Energieeffizienz, den Ausbau von Biogasheizungsanlagen sowie die Erweiterung eines öffentlichen „sauberen“ Verkehrsnetzes ein und verwirklicht den von Frankreich angestrebten Energiewandel mit Projekten und innovativen grünen Lösungen. M2A wurde dadurch zum energiepositiven Gebiet erklärt und damit zum Schaufenster des neuen Energiewandels.

Förderung sauberer Verkehrsmittel


Um seine mit Partikelfiltern ausgestattete Diesel-Busflotte vielfältiger zu gestalten, plant M2A den Erwerb und Einsatz von zwei Hybridbussen. Diese sollen dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern.

Die Region verfügt bereits über 124 „saubere“ Fahrzeuge, darunter 21 Elektrofahrzeuge, was insgesamt 17,5% der gesamten Flotte mit 700 Fahrzeugen ausmacht. Mit dem Erwerb von 6 neuen Elektrofahrzeugen im Jahr 2015 möchte M2A die Ökologisierung seiner Fahrzeugflotte beschleunigen. Für Privatpersonen werden zwanzig Ladestationen für Elektrofahrzeuge an insgesamt 10 Ladesäulen an mehreren strategischen Standorten in der Stadt installiert.

Mobilitätskonto zur Förderung multimodaler Verfahren


M2A plant für das Jahr 2016 den Start eines experimentellen Mobilitätskontos. Worum geht es dabei? Den Bewohnern des Stadtgebiets soll ein Maximum an Mobilitätsdienstleistungen angeboten werden (städtischer Verkehr, kurz- und langfristiger Fahrradverleih, Car-Sharing, Parkplätze, Regionalbahnen, Taxis, Fahrgemeinschaften etc.), auf welche diese unbegrenzt zugreifen können und die sie nur entsprechend ihrem tatsächlichen Verbrauch im Nachhinein bezahlen müssen. Zudem sollen sehr günstige Tarife gelten und eine optimale Mobilitätsverbindung und Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel garantiert werden. Dieser Service wird während der Probephase über eine Smartphone-Applikation angeboten, über die auch die Bezahlung abgewickelt werden kann. Ziel ist es, die Probleme bei einer häufigen Nutzung verschiedener Mobilitätslösungen zu verringern. Diese Probleme entstehen durch die Vielzahl der Betreiber und die sich daraus ergebenden verschiedenen Bezahlungsmodi und Bedingungen für den Zugang zu den unterschiedlichen Dienstleistungen. Dieses Experiment wird in enger Zusammenarbeit mit Solea, dem Betreiber des öffentlichen Nahverkehrsnetzes, durchgeführt.

Förderung erneuerbarer Energien


Der Großraum Mülhausen verfügt bereits über zwei Wärmenetze von rund 20 Kilometern und einer Leistung von 75,8 MW, von denen rund 15 MW durch Biomasse generiert werden. 2014 wurde das Wärmekraftwerk von Illberg für fast 20 Millionen Euro auf Biomasse umgestellt. Dadurch können die Treibhausgasemissionen jährlich um 10 000 Tonnen reduziert werden. 2017 soll die Erweiterung des Fernwärmenetzes von Illberg abgeschlossen sein. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung der drei Standorte des Krankenhauses von Mülhausen. Durch diese neue Investition von fast 10 Mio. € sollen pro Jahr bis zu weiteren 5000 Tonnen an Treibhausgasemissionen eingespart werden.

Ein weiteres technisches Innovationsprojekt im Bereich erneuerbare Energien ist die anaerobe Vergärung. Es ist eine Biogasanlage geplant, die dazu beitragen wird, den Schlamm aus der Abwasserbehandlungsanlage zu verwerten. Mittel- und langfristig plant M2A die Erweiterung der Wärmenetze, den Ausbau der Photovoltaikanlagen, die Nutzung von Brennstoffzellen für die Fahrzeugflotte sowie das Erkunden des Potenzials der Tiefengeothermie.
(Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, 11.11.2015 - AKR)
 
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