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Donnerstag, 25.05.2017
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Fördermöglichkeiten zur Weiterbildung

Arbeitsmarkt

Der Staat unterstützt die berufliche Weiterbildung auf vielfältige Weise, da dies natürlich auch dem Arbeitsmarkt zugutekommt: Gut qualifizierte Fachkräfte sind gefragt und haben somit bessere Chancen auf eine Beschäftigung. Wer sich also weiterbilden möchte, sollte zuvor unbedingt die staatlichen Fördermöglichkeiten prüfen, um sich finanzielle Vorteile zu sichern.

Wer gerade auf der Suche nach Arbeit oder einer Ausbildung ist und keinen festen Job hat, verfügt eventuell nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um sich aus eigener Kraft eine Weiterbildung zu finanzieren. Vom Staat gibt es daher seit 2002 Unterstützung in Form einer Fördermaßnahme, dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Mit ihm soll Suchenden die berufliche Eingliederung erleichtert werden, zuständiger Ansprechpartner ist die Agentur für Arbeit.

Förderung für Arbeitssuchende


Zu den möglichen Förderungen, die der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein abdeckt, gehören:
● ein professionelles Jobcoaching
● eine betriebliche Trainingsmaßnahme, zum Beispiel eine mehrwöchige Weiterbildung
● die Kostenübernahme für eine private Arbeitsvermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis durch einen zertifizierten Vermittler

Je nach persönlichem Hintergrund hat man als Arbeitssuchender einen rechtlichen Anspruch auf diese Maßnahme. Die entscheidenden Kriterien hierfür sind:
● ein aktuell gültiger Anspruch auf Arbeitslosengeld
● innerhalb der vergangenen 3 Monate vor Beantragung mindestens 6 Wochen Arbeitslosigkeit
● es hat noch keine Vermittlung an einen neuen Arbeitgeber stattgefunden

Beantragt werden kann der Gutschein aber auch, wenn die Arbeitslosigkeit weniger als 6 Wochen beträgt oder ein bereits gekündigtes Beschäftigungsverhältnis derzeit noch ausläuft. Genauso ist ein Antrag auch bei einer Berechtigung zu Arbeitslosengeld II möglich. In diesen Situationen besteht jedoch noch kein fixer Anspruch und die Agentur für Arbeit entscheidet in jedem Fall individuell.

Bildungsgutscheine


Eine weitere Fördermaßnahme der Agentur für Arbeit ist der sogenannte Bildungsgutschein. Er richtet sich an diejenigen, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch eine höhere Qualifizierung verbessern möchten, und dient

● zur beruflichen Eingliederung bei vorliegender Arbeitslosigkeit
● als vorbeugende Maßnahme bei akut drohender Arbeitslosigkeit
● als notwendige Weiterbildung bei fehlendem Berufsabschluss

Durch den Gutschein werden die anfallenden Kosten für eine berufliche Weiterbildung in der Regel vollständig vom Staat übernommen. Ob die Förderung im Einzelfall nötig ist, wird anhand der Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie nach persönlichen Voraussetzungen entschieden. Wer zum Beispiel ohne weiterbildende Maßnahmen voraussichtlich nicht in eine neue Arbeitsstelle vermittelt werden kann, hat gute Chancen auf einen Bildungsgutschein. Hat man hingegen einen festen, sicheren Arbeitsplatz, und möchte sich beispielsweise durch Weiterbildung auf eine Beförderung vorbereiten, ist die staatliche Unterstützung eher unwahrscheinlich. Eine Zusage für einen Bildungsgutschein ist allerdings in keinem Fall garantiert und hängt häufig auch von den aktuellen finanziellen Freiräumen des Staates ab.

Weitere Fördermöglichkeiten


Darüber hinaus gibt es in Deutschland noch viele weitere Fördermöglichkeiten zur Weiterbildung. In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind alle aktuellen Förderprogramme von Bund, Ländern und der Europäischen Union gelistet. Darunter finden sich neben zahlreichen Programmen zur Arbeitsförderung auch Angebote für Existenzgründer, Unternehmen oder Forschungseinrichtungen.

Zur beruflichen Aus- und Weiterbildung werden außerdem verschiedene Förderungen für weiterführende Bildungsabschlüsse angeboten, so zum Beispiel das Meister-BAföG: Wer seine Aufstiegschancen durch ein Studium verbessern möchte, kann sich dafür oftmals finanzielle Unterstützung zusichern. Zwar muss dieser Zuschuss in der Regel nach dem Abschluss wieder zurückgezahlt werden, doch während der Ausbildung sorgt er dafür, dass die Weiterbildung auch ohne zeitraubenden Nebenjob und Geldsorgen realisiert werden kann.
( , 26.10.2015 - AHD)
 
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