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Montag, 23.01.2017
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Höhere Mobilität kostet ihren Preis

Fahrzeugversicherer unter Kostendruck

Die Anzahl der Schäden nimmt zu, die Kfz-Versicherer kämpfen mit steigenden Kosten. Nicht zuletzt die höheren Anforderungen an Mobilität und Flexibilität führen zu hohem Verkehrsaufkommen und deutlich mehr Unfällen. Auch wenn die Anzahl der Verkehrstoten kontinuierlich abnimmt, summieren sich die sogenannten Bagatellschäden - zu Lasten der Fahrzeugversicherer.
Der Preis der Mobilität

Der Preis der Mobilität

Schadenstatistiken eindeutig - Unfallzahl steigt


Trotz ausgebauter Straßennetze und verbesserter Fahrzeugtechnik können Unfälle nicht vermieden werden, im Gegenteil, das steigende Verkehrsaufkommen lässt auch die Zahl der Unfälle nach oben schnellen: Wurden im Jahr 1970 noch knapp 1,4 Millionen Unfallereignisse registriert, waren es 2013 bereits fast 2,38 Millionen - Tendenz weiter steigend. Glücklicherweise ist die Zahl der Unfalltoten gegenläufig: Den 21.170 unfallbedingten Todesfällen im Jahr 1970 stehen 3.336 im Jahr 2013 gegenüber - jeder einzelne ist immer noch einer zu viel.

Weitere Zahlen lassen aufmerken, denn im Jahr 2012 wurden allein 1.114 Millionen Euro für Glasbruch-Schäden aufgewendet. Hier schlägt der technische Fortschritt zu Buche, denn ein Außenspiegel ist heute beheizt und lässt sich elektrisch verstellen, was ebenso wie bei den Frontscheiben zu deutlich höheren Preisen führt, als das noch in den 70-er Jahren der Fall war. Entschädigungen für Wildschäden werden immerhin mit 583 Millionen Euro und Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz mit 425 Millionen Euro (2012) aufgeführt, von den gestohlenen Radios oder Navi-Geräten, für die 165 Millionen Euro gezahlt wurden, einmal ganz abgesehen.

Durchschnittliche Schadenkosten vs. Versicherungsbeiträge


Allein die Schadenzahlen sind aber nur die eine Seite, die durchschnittlichen Entschädigungskosten pro Fall haben sich ebenfalls erhöht. Nicht zuletzt die gestiegenen Neuwagenpreise, die für 1970 noch mit 8.420 Euro erfasst und im Jahr 2013 bereits 26.446 Euro im Durchschnitt ausmachten, trieben die Kosten nach oben. So werden aktuell für einen Kfz-Haftpflichtschaden 3.485 Euro im Durchschnitt geltend gemacht, in der Vollkasko 1.496 Euro und in der Teilkasko 734 Euro. Interessanterweise sind die Beiträge aber im Vergleich zu 1990 gesunken: Die damalige Durchschnittsprämie betrug 296 Euro, für 2013 wurden noch 236 Euro ermittelt.

Wettbewerbsdruck für Kfz-Versicherungen


Die Versicherungsbranche ist einem deutlich schärfer werdenden Wettbewerb ausgesetzt, was nicht zuletzt den Vergleichsmöglichkeiten im Internet zu verdanken ist. Mit wenigen Eingaben können sich Verbraucher eine Übersicht zu den aktuellen Konditionen zahlreicher Versicherer machen und mit einem unkomplizierten Wechsel Druck auf das Prämienniveau ausüben. Dass sich trotz günstiger Beiträge ein umfassender Service finanzieren lässt, zeigen die Bestplatzierten in den Vergleichen.

Die Ausrichtung auf die Online-Abwicklung der Versicherungsverträge verschlankt die Strukturen, was sich naturgemäß auf der Kostenseite bemerkbar macht. Vor allem aber eröffnet es die Möglichkeit, in den direkten Kontakt zu den Kunden zu treten und das eigene Service-Angebot passgenau am Bedarf auszurichten. Die zunehmende Transparenz im Preis-Leistungs-Verhältnis, die durch die detaillierten Versicherungsvergleiche erreicht wird, verbessert also nicht nur die Leistung, sondern vor allem auch den Preis. Die großen Versicherungskonzerne kommen nicht umhin, sich an den Direktversicherern zu orientieren und eigene Online-Marken zu initiieren - wie dies eindrucksvoll am Markt nachzuvollziehen ist.
( , 22.05.2015 - AHD)
 
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