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Mittwoch, 26.07.2017
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Sichere Mediennutzung bei Kindern

Video-on-Demand

In der heutigen Zeit ist es ein bekanntes und erwiesenes Problem, dass Kinder und Jugendliche bereits sehr früh in den Kontakt mit den neuen Medien kommen. War früher das Fernsehen z.B. eher die Ausnahme, so verbringen viele Kinder und Jugendliche heute mehr Zeit den je vor dem Fernseher oder dem Computer. Darüber hinaus ist durch die weitere Verbreitung von Handys und Smartphones auch schon zum Teil bei kleinen Kindern, eine weitere Quelle der Mediennutzung entstanden.
Während die Nutzung der Medien auch schon im frühen Alter wichtig und nützlich sein kann (zum Beispiel zum Lernen oder in der Schule), so sind doch einige Dinge zu beachten, um einen sicheren Umgang der Medien zu garantieren und die Kinder so vor den Gefahren die von diesen Medien ausgehen zu schützen.

Jugendschutz im Internet


Gerade im Internet lauern viele Gefahren für Kinder und Jugendliche und auch die große Menge an verfügbaren Informationen und Video Materialien kann ein echtes Problem werden. Hier gilt es als Eltern entsprechend aufzupassen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um es den Kindern und Jugendlichen zumindest zu erschweren an solche Inhalte zu kommen. Deutsche Online-Videothek Maxdome hat ihre Filme mit Altersfreigabe gekennzeichnet. Diese kann von spezieller Jugendschutzsoftware erkannt werden und entsprechend ungeeignetes Material sperren lassen.

Wie funktioniert ein Jugendschutzprogramm


Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass ein entsprechendes Jugendschutzprogramm erst einmal installiert werden muss, damit es funktioniert. Es ist nicht so, dass dies generell mit den Mitteln des Computers möglich ist. Die beiden bekanntesten Programme sind hier Juprog und das Jugendschutzprogramm der deutschen Telekom. Einmal installiert, muss dieses Programm einmalig eingerichtet werden. Hier müssen die Eltern das Alter der Kinder angeben, die den Computer benutzen und welche Inhalte bis zu welchem Alter freigegeben sind. Anschließend wird das Programm im Hintergrund auf dem PC ausgeführt und erlaubt nur Zugriff auf die Kinderfilme und Programme die für das entsprechend eingestellte Alter freigegeben sind. Alle anderen Inhalte werden gesperrt. Hat man z.B. ein Alter von 12 Jahren in dem Programm hinterlegt, werden alle Filme und Programme die erst ab 16 oder 18 freigegeben sind gesperrt.

Um zu verhindern, dass die Kinder das Programm selber verändern, löschen oder deaktivieren können, ist das Programm mit einem Passwort versehen und muss darüber hinaus als Administrator installiert werden. Hier sollten die Eltern darauf achten, dass sie ein separates Administrator Konto mit Passwort einrichten, denn nur so wird bei dem Versuch, das Jugendschutzprogramm zu entfernen nach einem Passwort gefragt. Darüber hinaus erlaubt ein passwortgeschütztes Konto zahlreiche weitere Optionen und Einstellungen rund um den Bereich Kinder und Jugendschutz, wie Zeit- und Tagesbegrenzungen, Protokollierungen von Aktionen, etc. Die Eltern von Kindern und Jugendlichen sollten sich hier entsprechend Informieren und die Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten erlernen.

Erweiterter Schutz im Internet


Die oben genannte Lösung funktioniert natürlich nur dann, wenn die entsprechende Webseite auch eines der entsprechenden Programme zum Jugendschutz unterstützt. Leider ist dies nicht bei allen Webseiten der Fall und z.B. YouTube ist eine dieser Seiten, wo eine Kontrolle sehr schwer ist. Generell sollten die Eltern hier eine gute und effiziente Firewall installieren, die mit einem Passwort versehen werden kann und die es erlaubt, bestimmte Webseiten zu blocken oder nur bestimmte Webseiten zuzulassen. Auch wenn die Einrichtung hier etwas Zeit braucht, kann man so recht genau festlegen, welche Seiten besucht werden können. Man kann hier z.B. alle Seiten generell sperren und dann ausnahmen für einen vertrauenswürdigen Video-on-Demand Anbieter, Google, Facebook, Wikipedia, das E-Mail Programm und einige Lernseiten zulassen.

Generell gilt jedoch, dass man sein Kind nicht 100% schützen kann. Die Technik wird immer weiter entwickelt und die Kinder der heutigen Zeit kennen sich teils besser mit dem Computer aus wie die Eltern und finden entsprechende Lösungen, um ein Programm oder eine Firewall zu umgehen. Dies lässt und wird sich nie komplett verhindern lassen. Daher sind sowohl die regelmäßige Kontrolle der Kinder und Jugendlichen und deren Nutzungsverhalten, sowie die regelmäßige Aufklärung und Diskussion über dieses Thema besonders wichtig. Denn nur so lernen die Kinder schon früh den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien und sich vor dessen Gefahren zu schützen. Darüber hinaus sollten die Eltern ein übermäßiges Nutzen der neuen Medien verhindern und die Kinder dazu animieren, auch "altmodischen" Aktivitäten wie auf den Spielplatz gehen, ins Kino fahren oder draußen spielen, nachzugehen.

Fazit


Der Jugendschutz im Internet ist eine wichtige und ernst zu nehmende Angelegenheit. Jedoch ist dieser nicht ganz einfach umzusetzen und erfordert ein Grundwissen im Bereich der Computerbenutzung von den Eltern, um entsprechende Sicherheitsvorkehrungen einsetzen zu können. Wer dies absolut nicht kann, der kann aber im Zweifel auch auf einen Fachmann zurückgreifen, der vielleicht auch den heimischen Computer aufgestellt hat. Generell gilt jedoch, dass es nie eine 100%ige Sicherheit geben kann und das Kinder immer wieder einen Weg finden werden, Zugang zu Informationen und Seiten zu erhalten, die nicht für Sie bestimmt sind. Daher ist der wirkungsvollste Jugendschutz nach wie vor die regelmäßige Kontrolle und das regelmäßige Gespräch zur Aufklärung.
( , 30.04.2015 - AHD)
 
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