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Samstag, 27.05.2017
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Interessante und kuriose Produkte mit Solarzellen

Sonnenenergie als Kraftstoff

Die Sonne wird von Experten als eine zukunftsweisende Energiequelle angesehen. Dem Otto-Normalverbraucher ist Sonnenenergie in Form von Solar-Panels bekannt. Es gibt allerdings viele verschiedene Möglichkeiten, Sonnenenergie zu nutzen.
Sonnenenergie steht Menschen praktisch unbegrenzt zur Verfügung, wenn wir den Faktor ignorieren, dass auch die Sonne irgendwann erlischt, wir aber mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Ereignis nicht erleben werden. Auch die Wolken sind kein großes Hindernis, um das man sich sorgen machen muss. Dennoch sind Solar-Panels nicht auf jedem Dach rund um den Globus angebracht. Denn mit Sonnenenergie kommt auch ein Problem: Die Energie muss man umwandeln, unter Umständen speichern und in Strom umwandeln. Abseits von Solarkollektoren auf unseren Dächern gibt es noch andere Produkte, die Sonnenenergie als Antriebsquelle nutzen. Zwei davon werden im Anschluss vorgestellt.

Interessant: Solar-Bike aus Dänemark


Das Fahrrad wurde als Fortbewegungsmittel konzipiert, für das Muskelkraft benötigt wird. Seit geraumer Zeit gibt es aber auch sogenannte E-Bikes, die dank ihrem Motor und Energiezellen die Räder selbstständig antreiben. Doch die Energie in den Akkus ist nicht unendlich, sondern muss aufgetankt werden. Eine Lösung soll ein Fahrrad aus Dänemark liefern.

Solar-Fahrrad aus Dänemark

Mit der Kraft der Sonne können Fahrradfahrer von A nach B fahren, ihr Zweirad in der Sonne auftanken und in der Zwischenzeit am Straßencafé ein kaltes Getränk genießen. So stellt sich der Forscher Jesper Frausig den idealen Tag vor. Als Forschungs- und Entwicklungsingenieur bei Gaia Solar A/S hat er an einem Solar-Bike gearbeitet, dessen Räder mit Solarzellen ausgestattet ist.

Das Projekt hat drei Jahre von Frausig abverlangt. Zwei Prototypen später steht das Konzept auf zwei Rädern: Die Batterien laden sich auf, sobald das Solar-Bike steht. In Bewegung liefern die Solarzellen und Batterie Energie an den Motor, um das Fahrrad voranzutreiben. Mit einer Akkuladung soll man laut dem Tüftler eine Distanz von bis zu 70 Kilometern zurücklegen können. Die durchschnittliche Geschwindigkeit soll bei 25 Kilometern pro Stunde (km/h) liegen. Man soll aber auch das Doppelte schaffen können.

Dass das Solar-Bike nichts für Hochleistungssportler und Hobby-Radfahrer ist, sollte angesichts des Motors klar sein. Die Zielgruppe sind deshalb auch ältere Damen und Herren, die sich für motorbetriebene Fahrräder interessieren.

Kurios: Solarzellen aus der Spraydose


Solarzellen sind ein Produkt, das einen langen, relativ aufwendigen Fertigungsprozess besitzt - bis jetzt zumindest. Wie auf hitech.at zu lesen ist, haben kanadische Wissenschaftler spezielle Solarzellen entwickelt, die man im wahrsten Sinne des Wortes aufsprühen kann.

Solarzellen zum Aufsprühen

Das große Problem von Solarzellen ist, dass ihre Produktion keine aufwendigen Formen ermöglicht, ohne dass die Kosten hoch ausfallen. Somit gehen viele Flächen leer aus, die mit Solar-Panels ausgestattet werden könnten: Häuserflächen, Autodächer, Flügel von Flugzeugen und viele mehr. Dieses Manko könnte bald der Vergangenheit angehören.

Teamleiter Illan Kramer hat zusammen mit Wissenschaftler der Universität von Toronto ein Konzept zu seinen Solarzellen aus der Sprühdose publiziert: Diese sollen aus lichtempfindlichen Nanokristallen (Colloidal Quantum Dots) bestehen, die auf eine flexible Folie aufgetragen werden müssen. Im Anschluss müssen die Kristalle nur noch mit einem Stromspeicher verbunden werden. Mit diesem Konzept könnte ein Autodach etwa drei 100-Watt-Glühbirnen betreiben.

CQD-Oberflächen sind keine Neuheit, jedoch war der Prozess für ihre Herstellung bis dato langsam und kostspielig. Mit der Spray-Variante werden die Nanokristalle direkt auf die gewünschte Oberfläche gesprüht. Die dazu benötigte Anlage soll sich jeder Interessierte selbst bauen können: Benötigt werden lediglich eine Sprühdüse, die in Stahlwerken zur Kühlung von Stahl benötigt wird, sowie simple Luftbürsten. Auch der Inhalt für die Dose soll wenig Euro günstig sein.

Einen Nachteil hat die Erfindung dennoch: Ihr Leistungsgrad liegt bei nur acht Prozent. Solaranlagen schaffen hier 15 bis 20 Prozent. Dabei sei zu erwähnen, dass sich das Konzept noch in den Kinderschuhen befindet und der Leistungsgrad in den kommenden Jahren verbessert werden soll. Noch ist das Projekt ohnehin nicht marktreif: Fünf bis zehn Jahre wird es laut den kanadischen Wissenschaftlern noch dauern.
( , 28.04.2015 - AVD)
 
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