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Dienstag, 17.01.2017
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Umweltschutz bei der Reifenproduktion

Nachhaltige Herstellung

Die Produktion eines Reifens ist sehr ressourcenintensiv. Produzenten suchen daher nach neuen Wegen, Reifen möglichst umweltschonend herzustellen. Es stellt sich die Frage, mit welchen Neuerungen zu rechnen ist.
Um einen Reifen herzustellen, werden sehr viele Rohstoffe benötigt: Neben etwa dreißig Liter Rohöl sind Kautschuk, Schwefel, Silica oder Ruß Bestandteile, die der Mischung des Gummis beigefügt werden. An die Produktion werden höchste Ansprüche gestellt. So wird auf einer Textillage eine erste Schicht des Gummis appliziert, die mit einem Stahlgürtelgewebe verbunden wird. Die Lauffläche des Reifens wird unter hohem Druck zusammengepresst und in einer Heizpresse gebacken. Ist der eigentliche Reifen hergestellt, folgen weitere Qualitäts-Checks, die eine spätere sichere Spurführung gewährleisten.

Nachwachsende Rohstoffe


Große Hersteller wie Continental haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Bereits in ein paar Jahren soll serienmäßig auf nachwachsende Rohstoffe zurückgegriffen werden, nämlich Löwenzahn. Besonders die kaukasische Wildvariante produziert viel von der Milch, die Kautschuk beinhaltet. Gentechnisch verändert, kann aus der Wildpflanze eine Kulturpflanze gemacht werden. Allerdings dauert das Genehmigungsverfahren entsprechend lange. Nun wurde die Pflanze jedoch auf natürlichem Wege gezüchtet. Die Hoffnung ist realistisch, dass schon bald brachliegende Äcker mit der Nutzpflanze bestellt werden können. Damit würde sich die Kautschukproduktion nach Deutschland verlagern.

Runderneuerung oder Neukauf?


Die Herangehensweise, einen gebrauchten Reifen rundzuerneuern, ist grundsätzlich lobenswert, da sie Ressourcen einspart. Dabei wird lediglich die alte Gummischicht maschinell entfernt und anschließend ersetzt. Die neue Rohgummimischung erhält dann unter Hitze und Druck ihr neues Profil. Dieser Prozess kann jedoch nur einmal durchgeführt werden. Und auch, wenn die Hersteller versichern, dass sie Karkassen (den Reifenunterbau) verwenden, die den internationalen ECE-Richtlinien entsprechen, ist es für Kunden nicht ersichtlich, in welchem Zustand sich die Karkasse befunden hat, bevor die neue Schicht appliziert wurde. Dieser Umstand führt dazu, dass sich Kunden letztendlich oft für einen Neureifen entscheiden. Bei Reifenhändlern wie Tirendo finden sich viele preiswerte Angebote, sodass das Preis-Argument bei einer Runderneuerung nicht unbedingt zutrifft.

Bei der Produktion von Reifen sind neue Verfahren schon bald zu erwarten. Alternative Rohstoffe wie Kautschuk auf Löwenzahn-Basis haben großes Potenzial. Wichtig ist allerdings, dass diese Produktionsverfahren dieselbe Sicherheit bieten wie die herkömmliche Herstellung.
( , 23.03.2015 - AVD)
 
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