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Donnerstag, 27.07.2017
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Fair, zeitgemäß und nachhaltig

Kleidung aus Naturmaterialien

Biologische und vor allem fair gehandelte Kleidung ist auch in der Modebranche etabliert. Die Artikel sind schon lange nicht mehr teuer und unzeitgemäß, sondern gerade in den Großstädten erschwinglich und modisch. Dabei kosten die fairen Produkte nicht zwingend mehr als die Produkte, die in anderen Geschäften zu kaufen sind.
Das Vorurteil, dass die Mode lediglich aus gebatikter Baumwollkleidung oder Haremshosen besteht, ist seit einiger Zeit widerlegt. Entsprechend gibt es Kleidung aus Naturstoffen, die von Biomode-Labels hergestellt werden. Unterschiedlichste Gütesiegel, an denen sich die Verbraucher orientieren können, legen die Standards fest. Darüber hinaus hat sich mit der Fair Wear Foundation bereits Ende der 1990er Jahre eine Stiftung gegründet, die genau diese Kriterien verbreiten möchte.

Viele Textilien sind unter prekären und umweltschädlichen Bedingungen entstanden – dagegen möchte die Fair Wear Foundation vorgehen.

Viele Textilien sind unter prekären und umweltschädlichen Bedingungen entstanden – dagegen möchte die Fair Wear Foundation vorgehen.

Produkte


Ein Produkt, das sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut, sind Hausschuhe. Unter hausschuh.com nachzulesen, bestehen auch diese Produkte häufig aus Naturprodukten wie Wollfilze sowie Walkstoffen. Das ist nicht nur umweltfreundlich und nachhaltig, sondern ermöglicht auch die Atmungsaktivität der Schuhe. Durch den Einsatz dieser Stoffe ist darüber hinaus eine gewisse Qualität garantiert, denn die Produkte werden nicht zu Dumpinglöhnen in Schwellen- und Dritte Welt Ländern gefertigt, sondern in heimischen Betrieben. Darüber hinaus kann individuell auf die orthopädischen Bedürfnisse bei „Problemfüßen“ eingegangen werden. Inzwischen gibt es Hersteller in ganz Europa, sei es Schweden, England oder Deutschland. Der Trend zur heimischen Qualität wurde von den Verbrauchern und den Herstellern erkannt, sodass das Angebot stetig steigt. Nicht nur bei den Hausschuhen, sondern auch bei der Mode, die vor der Türe getragen werden kann. Entsprechend gibt es Kleidung für jeden Tag, die unter diesen nachhaltigen und gerechten Umständen produziert wurden. Seien es Hosen, Shirts, Blusen oder Pullover. Bei festlicher Mode können diese Stoffe ebenfalls verarbeitet werden, entsprechend gibt es Kleider in allen Varianten.

Faire Produkte aus Naturmaterialen


Nach den regelmäßig wiederkehrenden Nachrichten über Hungerlöhne in den Textilfabriken in Bangladesch, Indonesien und Indien tendieren viele Verbraucher dazu, die fair gehandelte Mode zu nutzen, die unter adäquaten Bedingungen hergestellt wurden. Fair bedeutet also in diesem Zusammenhang, dass die Produkte in Verbindung mit Fair Trade hergestellt wurden und für die Erstellung ein Mindestpreis bezahlt wird. Dieser Website gemäß arbeiten die Angestellten unter festgelegten Bedingungen. Kinderarbeit und Dumpinglöhne sind in diesem Kontext daher untersagt. Naturstoffe sind dabei Produkte wie Leinen- oder Baumwollstoffe, Seidenstoffe oder Schurwolle. Diese bringen auch eine höhere Qualität mit sich als der Kunststoff, der bei vielen anderen Kleidungsstücken verwendet wird. Allerdings muss beachtet werden, dass es unter Umständen zu allergischen Reaktionen kommen kann, falls Personen empfindlich auf die Stoffe reagieren. Produkte aus fairen Naturstoffen sind also jene, die unter fairen Bedingungen mit angemessenen Löhnen hergestellt wurden und deren Material zusätzlich aus natürlichen Rohstoffen und nicht aus künstlich hergestellten Textilien besteht.

Die Fair Wear Foundation


Auf dieser Seite wird die Arbeitsweise der Stiftung näher dargelegt. Diese untergliedert sich in folgende Bereiche:
- Kinderarbeit
- Entlohnung
- Mitspracherecht
- Arbeitszeiten
- Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Umweltfreundliche Produktion
- Kontrolle und Transparenz
Alle diese Kriterien sind wichtig, um eine faire Herstellung der Produkte zu gewährleisten. Im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Naturmaterial ist jedoch besonders die umweltfreundliche Produktion hervorzuheben.

Gütesiegel und Inspektion


Die regelmäßige Inspektion der Unternehmen, die ausschließlich Naturmaterialien verwenden, ist ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. Für Verbraucher gibt es unterschiedlichste Siegel, an denen sie sich orientieren können. Allerdings sind in den großen Textildiscountern und Geschäften selten faire Kleidungsstücke im Angebot. Gerade hier ist es daher sinnvoll, sich an den Gütezeichen zu orientieren.

- Ökotex 100 plus
Dieses Qualitätssiegel umfasst die Schadstoffprüfung, sowie eine umweltfreundliche und sozialverträgliche Produktion. Um es zu erhalten, müssen die Hersteller bestimmte Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise eine Nachweis, dass im Verlauf der gesamten Produktionskette keine gesetzlich verbotenen Substanzen oder gesundheitsschädliche Chemikalien verwendet wurden. Andere Vorschriften, wie die Farbechtheit und ein hautneutraler pH-Wert sind ebenfalls obligatorisch für die Verleihung des Siegels. Dadurch kann die Gesundheitsgefährdung durch Textilien vermieden werden. Gerade in Baumwolle können durch die Pflanzenschutzmittel Gifte enthalten sein. Risiken bestehen unter anderem bei den Farbstoffen, die ebenfalls mit gefährlichen Chemikalien versetzt werden. Diese sind im schlimmsten Fall sogar krebserregend.

- Global Organic Textiles Standard
Dieses Label legt ökologische sowie soziale Richtlinien für die Herstellung von Textilien fest. Dadurch soll von den Ausgangsfasern bis zum Endprodukt gewährleistet werden, dass weder bedenkliche Chemikalien noch andere Produkte verwendet werden, die nicht als unbedenklich eingeschätzt wurden. Es wird zwischen zwei Varianten differenziert:

• „Organisch (bio) oder „organisch in Umstellung“. Das heißt, dass das Textil zu mindestens 95 Prozent aus zertifizierten Materialien hergestellt wird, die aus einem biologischen Anbau stammen.

• „Aus X Prozent bio“ bedeutet, dass ein Produkt zwischen 70 und 95 Prozent aus biologisch angebauten Material bestehen muss. Allerdings darf der Anteil lediglich zu zehn Prozent aus synthetischen Stoffen bestehen. Nur bei Sporttextilien, Socken oder Leggings ist es gestattet, einen höheren Anteil zu verarbeiten.

Baumwolle, die durch Gentechnik manipuliert ist, erhält kein Umweltsiegel.

Baumwolle, die durch Gentechnik manipuliert ist, erhält kein Umweltsiegel.

Das Zertifikat IVN Best


Unter bestimmten Kriterien dürfen die Hersteller auch dieses Zertifikat für sich verwenden, hier sind beispielsweise die Verarbeitung von Fasern, die aus zertifiziert ökologischer Landwirtschaft stammen, zu nennen oder die Einhaltung einer Umwelt-Richtlinie, der alle Betriebe entsprechen müssen, die in die Herstellung involviert sind. Auch die Sozialstandards sind in diesem Zusammenhang relevant, denn Zwangs- oder Kinderarbeit sowie Diskriminierung ist bei der Vergabe des Siegels ebenfalls auszuschließen.

Verbraucher sollten sich an Prüfsiegel orientieren


Im Text ist bereits aufgezeigt worden, dass die meisten großen Textilketten nur selten Produkte mit diesen Siegeln anbieten. Selbst wenn die Sozialstandards erfüllt wurden, kommt es vor, dass beispielsweise die Baumwolle aus Gentechnik entstanden ist. Dies ist inzwischen sehr verbreitet, denn es können so größere Ernten erzielt werden und die Belastung durch Pestiziden und schädlichen Insekten wird ebenfalls gesenkt.

Dennoch ist es möglich, im Einzel- oder Internethandel Produkte zu erstehen, die unter fairen und ökologisch nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurden. Zwar hat sich immer mehr durchgesetzt, diese Produkte zu kaufen, sofern die großen Modeketten diesem Beispiel jedoch nicht folgen, wird es schwierig, die Standards flächendeckend zu implementieren.
( , 06.03.2015 - AVD)
 
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