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Dienstag, 30.05.2017
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Moderne Heizungsanlagen kombinieren Energieträger

Moderne Heizungsanlagen kombinieren Energieträger

Wer vor einem Neubau oder dem Umbau seiner Heizungsanlage steht, fragt sich meistens, welche Heizung für sein Objekt die effizienteste und auf Dauer kostengünstigste ist. Dabei bietet der Markt unheimlich viele Alternativen und selbst der Heizungsbauer vor Ort kann mehrere Kombinationen anbieten.

Gas ist oft der Standard


Über 50 Prozent der Neubauten werden mit Gaszentralheizungen ausgestattet, die für das Heizen und die Warmwasserbereitung im Haus verantwortlich sind. Dabei ist unerheblich, ob die Heizung über Fußboden oder Standardheizkörper Wärme an die Räume abgibt. Doch der größte Teil des verbrauchten Gases muss aus dem Ausland importiert werden und unterliegt geopolitischen Risiken, wie beispielsweise einem Konflikt mit dem größten Gasexporteur Russland. Zudem ist Gas eine endliche Ressource, die nicht, wie beispielsweise Holz, nachwächst. Bei Ölheizungen ist die Problematik, die gleiche. Etwa 15 Prozent der neu eingebauten Heizungen sind Ölzentralheizungen. Öl kommt größtenteils aus dem Ausland und zu einem nicht unerheblichen Teil aus politischen Risikogebieten, wie Russland oder Saudi-Arabien. Gerade die begrenzte Verfügbarkeit und das zusätzliche Risiko einer Kappung der Versorgung haben Auswirkungen auf den Marktpreis beider Rohstoffe. Hier ist deshalb zukünftig mit Preissteigerungen zu rechnen, die durch einen erhöhten Energiebedarf der Schwellenländer noch verschärft werden könnte.
Plan für die Zugluftführung von unten

Plan für die Zugluftführung von unten


Solar als Ersatz oder Zusatz?


Zusätzlich werden bei vielen Neubauten Kombinationen aus den klassischen Gasheizungen und einer Solaranlage auf dem Dach verbaut oder bei bestehenden Immobilien nachgerüstet. Diese Kombination hat den Vorteil, dass der Warmwasserbedarf vor allem im Sommer komplett über Sonnenenergie gedeckt werden kann und nur bei Bedarf mit Gas zugeheizt werden muss. Eine komplette Versorgung der Heizungsanlage über Sonnenenergie ist jedoch gerade im mitteleuropäischen Raum kaum möglich, da die Sonnentage im Jahr nicht zur Deckung des gesamten Energiebedarfs ausreichen. Hier müsste ein Pufferspeicher verbaut werden, der die überschüssige Energie im Sommer speichert und im Winter bei zusätzlichem Bedarf abgibt. Diese Technologie ist jedoch noch im Entwicklungsstadium. Bei Solaranlagen ist weiter auf den Standort des Hauses und die Dachausrichtung zu achten. Ist die Dachfläche nicht optimal ausgerichtet, so werden mehr Solarzellen benötigt oder der Energiebedarf, der zur Wärmegewinnung nötig ist, kann selbst im Sommer nicht vollständig durch Sonnenenergie gedeckt werden.

Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen


Eine beliebte Alternative zu den fossilen Brennstoffen Öl und Gas sind nachwachsende Rohstoffe, wie:

  • Holz
  • Mais
  • Hibiskus

Von diesen ist Holz der am häufigsten in Haushalten eingesetzte Rohstoff. Er wächst nach, ist in ausreichenden Mengen vorhanden und vor allem unabhängig von Importen. Hier kann das Heizen über einen Festbrennstoffkessel an der Zentralheizung oder über einen Heizkamin in der Wohnung erfolgen. Durch neue Technologien sind die Heizkamine auch dazu in der Lage über Wasserführungen an die Zentralheizung angeschlossen zu werden. So ist eine Beheizung des Raums, in dem der Kamin steht, möglich, während gleichzeitig die Zentralheizung mit Warmwasser versorgt wird. Nachteilig ist jedoch die Zuführung des Brennstoffs. In den meisten Fällen muss dies von Hand geschehen und vor allem mehrmals täglich nachgefeuert werden, damit eine konstante Temperatur garantiert ist. Allerdings kann dieser Nachteil bei Neubauten oder der Erneuerung der Heizung durch sogenannte Pelletsheizungen ausgeglichen werden. Diese kleinen Holzstücke werden über eine Ansauganlage in den Brennraum befördert. Nachteilig ist in diesem Fall aber der benötigte Raum für die Lagerung der Pellets in der Nähe der Heizung. Solche Pelletsysteme gibt es auch als Design Kaminöfen für den Wohnraum, z.B. von MBFire.com. Sie lassen sich in ein modernes Wohnambiente integrieren und bilden einen Blickfang für das Zimmer. Neben diesen modernen Pelletkaminen gibt es die Design Kaminöfen auch zum klassischen befeuern, z.B. von MBFire.com.

Wohnzimmer mit Kamin

Wohnzimmer mit Kamin

Das Holz für den klassischen Kamin kann selbst im Wald geschlagen oder von einem Händler geliefert werden. Die Lieferung durch den Händler ist entsprechend teurer als die eigene Arbeit. Doch Händler liefern meist in gesägtem Zustand, was die Anschaffung von teuren Geräten überflüssig macht. Geliefert wird meist in Schüttraummetern. Dies sind Holzscheite auf einem Haufen. Sie entsprechen etwa halben Festmetern, was einem Kubikmeter Holz entspricht. Zusätzlich hat geliefertes Holz meist den Vorteil, dass es bereits lange genug gelagert war und nicht erst getrocknet werden muss. Um Holz mit dem optimalen Wirkungsgrad zu verbrennen muss es getrocknet sein und der Feuchtigkeitsgrad soll nicht über 20 Prozent liegen. Eine Kombination aus Gas, Holz und Solar wäre eine Kombination aus den obigen Energiequellen und würde Lieferengpässe, Regentage und steigende Preise zu einem großen Teil ausgleichen.
(www.energieportal24.de, 17.02.2015 - KSA)
 
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