• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Freitag, 24.03.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Smartphones lösen Konsolen bei Videospielen langfristig ab

Aktueller Trend

Die These, dass Mobile Gaming und Social Gaming die herkömmlichen Spielekonsolen langsam ablösen, schwebt bereits seit einiger Zeit im Raum. Nicht ohne Grund, denn diverse Studien und Marktforschungsergebnisse bestätigen diese Entwicklung ebenfalls. Folglich steigt nicht nur der Umsatz, der mit Spiele-Apps erwirtschaftet wird, sondern ebenso die Zahl der Gamer an sich.
Smartphones sind nicht mehr nur zur Kommunikation gedacht, sondern auch zur Unterhaltung der Nutzer.

Smartphones sind nicht mehr nur zur Kommunikation gedacht, sondern auch zur Unterhaltung der Nutzer.

Statistiken des Marktforschungsinstituts IHS Technology besagen, dass der Umsatz der Spiele, die zum Download oder online angeboten werden, um acht Prozent gestiegen ist. Diese Zahlen untermauern die These, dass Smartphones die Konsolen in geraumer Zeit als Spielemedium ablösen werden. Eine weitere Zahl, die an dieser Stelle genannt werden muss, sind die steigenden Einnahmen durch Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablet-Computer.

Auch diese Fakten können durch Umfragen von Marktforschungsunternehmen ergänzt werden, denn weltweit befindet sich die Nachfrage der Smartphones auf einem Rekordhoch. Allein im Zeitraum Januar bis Juni 2014 ist ein Wachstum von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Die Entwicklung findet besonders im Hinblick auf den Aspekt, dass Smartphones langfristig die Konsolen als Videospielmedium ablösen, viel Beachtung.

Marktforschungsergebnisse bestätigen den Trend


Eine Umfrage der Bitkom Research GmbH bescheinigt diese Entwicklung. Die Grundergebnisse der Umfrage lassen sich in drei Punkten zusammenfassen:
- Umsatzsteigerung um ein Drittel bei den Spiele-Apps im Jahr 2014
- Das Smartphone ist die beliebteste Spieleplattform
- 29 Millionen aller Deutschen sind „Gamer“ (rund zwei von fünf Personen)
Bei der Studie wurden insgesamt 1.205 Personen ab dem Alter von 14 Jahren befragt. Von diesen waren 504 Personen regelmäßige Nutzer von Spielekonsolen.

Zunahme der "Gamer"

Zunahme der "Gamer"

Die Ergebnisse zeichnen dabei ein deutliches Bild. Grundsätzlich stieg die Zahl derjenigen, die regelmäßig Computer- oder Konsolenspiele nutzen, erheblich. Während von den 14- bis 29 Jährigen im Jahr 2013 noch 80 Prozent regelmäßig Computer- und Videospiele nutzten, stieg diese Zahl im vergangenen Jahr um vier Prozent. Auch bei den Befragten zwischen 13 und 49 Jahren ist eine Entwicklung erkennbar, denn hier ist ein Wachstum von sechs Prozent zu verzeichnen. Zudem nutzen ältere Personen immer häufiger Video- und Computerspiele, denn auch bei der Gruppe der 50 bis 64-Jährigen ist ein beachtliches Wachstum zu verzeichnen (von 13 auf 23 Prozent). Das gilt auch für die über 64-Jährigen, wo immerhin noch knapp neun Prozent in diese Kategorie fallen. Das ist bei dem letzten Beispiel ein Zuwachs von vier Prozent.

Diese Tendenz bestätigt zwar noch nicht die in der Überschrift angedeutete These, zeigt aber dennoch, dass die Zahl derjenigen, die ihre Freizeit mit Computer- und Videospielen verbringen, einem Wachstum ausgesetzt ist. Wie die Entwicklung fortläuft, bleibt zu diesem Zeitpunkt abzuwarten. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Spieleindustrie von einem erheblichen Aufwärtstrend profitiert.

Mobile Gaming – Ein wachsender Markt


Diese Sparte, die besonders durch die Werbung viele Menschen erreicht, besteht aus den Spielen, die einfach auf das Handy geladen werden können. Diese erfreuen sich deshalb einer so großen Beliebtheit, da immer mehr Menschen in ihrem Alltag Smartphones nutzen und die Spiele eine günstige Möglichkeit der Unterhaltung darstellen. Statistiken zufolge verzeichnen diese Spiele einen wachsenden Trend.

Umsatzprognose der Mobile Games in Deutschland von 2012 bis 2016

Umsatzprognose der Mobile Games in Deutschland von 2012 bis 2016

Das Angebot bietet die unterschiedlichsten Variationen. Zum einen sind die Rollenspiele zu nennen, in welchen der Nutzer in die Rolle einer Person aus dem Spiel schlüpft. Forscher rufen jedoch zur Vorsicht auf, denn Rollenspiele trüben das Urteilsvermögen der Spieler, wenn diese in der realen Welt Entscheidungen treffen müssen. „Zocker“ sollten daher aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr mit dem Avatar identifizieren, um eine Beeinträchtigung des Urteilsvermögens zu vermeiden. Außerdem gibt es Strategiespiele, in welchen Nutzer ihr Geschick als Feldherr in einem Krieg oder als Burgherr einer mittelalterlichen Stadt testen können. Diese und andere Mobile Games bieten dem Nutzer Abwechslung im Alltag. Doch es geht auch über die trivialen Spiele hinaus, denn neben den bereits genannten Varianten erfreuen sich auch Denkspiele immer größerer Beliebtheit. Ob Kriminalspiele oder einfache Rätselspiele, im Grunde finden sich für alle Geschmäcker passende Alternativen. Dabei dienen die Rätselspiele nicht nur der Unterhaltung, sondern sie fördern auch das geistige Training.

Social Gaming als eine Alternative


Diese Spiele werden von mehreren Personen innerhalb eines sozialen Netzwerks gespielt. So haben Nutzer die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, da das soziale Netzwerk und das Spiel gekoppelt sind. Ein Vorteil ist die Gemeinschaft, denn anders als bei vielen anderen Spielen, die auf Einzelpersonen ausgelegt sind, spielen in den Social Games Mehrere gemeinsam. Doch gerade die enge Verbindung zu den sozialen Netzwerken birgt auch Risiken, denn viele Spieler können schnell von Facebook und Co abhängig werden. So nutzen diese die sozialen Plattformen nicht mehr nur, um sich selbst und die Freunde über die neuesten Aktivitäten zu informieren, sondern ebenfalls, um ständig neue User für das Spiel zu gewinnen. Diese Abhängigkeit kann zudem auch im Alltag eine Gefahr darstellen, denn gerade aufgrund der Mobilität der Spiele, driften Nutzer im Auto oder im Beruf ab und widmen sich stattdessen den sozialen Netzwerken.

Die Vorteile der Smartphone-Spiele


Vernünftige User haben hingegen viele Vorteile mit diesen Spielen, denn langweilige Situationen können abwechslungsreich überbrückt werden. Entsprechend sind diese Spiele durchaus nützlich, auch wenn die Gefahren nicht zu verachten sind. Es wird daher empfohlen, nur in Situationen zu spielen, die dies auch zulassen. Die thesenhafte Überschrift dieses Artikels kann zwar nicht eindeutig beantwortet werden, wohl aber ist die Behauptung realistisch, dass sich mit den Social- und Mobile Games eine Sparte etabliert hat, die in der Gesellschaft Anerkennung findet und sich dauerhaft dort etablieren wird.
( , 28.01.2015 - AVD)
 
Printer IconShare Icon