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Montag, 27.03.2017
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Mehr Börsengänge für 2015

EY-Prognose

Die Unternehmensberatung EY (zuvor Ernst & Young) erwartet für das Jahr 2015 weitere deutsche Börsengänge. Nachdem 2014 einzelne deutsche Firmen einen fulminanten Start an der Börse verzeichnen konnten, dürfte das laut EY Signalwirkung auf andere Unternehmen haben. Daher prognostizieren die Experten einen erneuten Anstieg der Börsengänge im Jahr 2015.
Martin Steinbach, der im Auftrag von EY andere Unternehmen beim Börsengang berät, fasst bei seiner Analyse des europäischen Marktes die Situation in Deutschland folgendermaßen zusammen: „Es gibt vielversprechende Kandidaten, die derzeit einen Börsengang in Deutschland im kommenden Jahr ins Auge fassen. Daher rechnen wir mit etwa 10, maximal 15 Börsengängen.“

"Pipeline ist gut gefüllt"


Trotz Konjunktursorgen bleibt der IPO-Markt in Deutschland stark, ist aber nicht risikofrei. Für das erste Quartal 2015 rechnet EY mit einem weltweiten Gesamtemissionsvolumen von rund 50 Milliarden US-Dollar, was einem leichten Anstieg gegenüber dem ersten Quartal 2014 entspräche. „Die positive Kursperformance von Börsengängen in Europa mit derzeit im Durchschnitt +17,3 Prozent und die gute Ausgangsbasis des Primärmarktjahres 2014 sprechen dafür, dass 2015 ein ähnlich starkes IPO-Jahr für Europa und Deutschland wird wie 2014 – zumal die Pipeline an Börsenkandidaten nach wie vor gut gefüllt ist", erklärt Steinbach.

In der sogenannten Pipeline spielen Spin-Offs, also Ableger von größeren Unternehmen, eine tragende Rolle. Pharma-Riese Bayer will seine Sparte Material Science an die Börse bringen, das aber erst 2016. Für 2015 gilt der Kabelanbieter Tele Columbus als heißer Anwärter für den Gang an den Kapitalmarkt. Die Scout24-Group, zu der unter anderem Autoscout24.de gehört, hatte ihre Börsenpläne bereits in diesem Jahr öffentlich gemacht, aber sie nicht verwirklicht. Ein zweiter Anlauf der Scout24-Group ist noch nicht angekündigt.

Viele erfolgreiche Börsendebüts


Das Bestreben vieler Konzerne wurde sicherlich angeregt durch die vielen erfolgreichen Börsendebüts in diesem Jahr. So war zum Beispiel Rocket Internet eine von sieben deutschen Firmen, die im Jahr 2014 an die Börse gingen. Zusammen mit insgesamt elf Emissionen von ausländischen Unternehmen brachten sie bereits im ersten Jahr 3,4 Milliarden Euro ein. Laut den Angaben von EY war 2014 das Beste Jahr für Neuemissionen seit 2007 – damals wurde ein IPO-Volumen von 7,9 Milliarden Euro erreicht. Rocket Internet bildet mit 1,4 Milliarden Euro den größten deutschen Börsengang in diesem Jahr, europaweit war es der fünftgrößte.

Aber der IPO-Barometer nannte auch die weltweiten Börsenzahlen für 2014. Größter Gewinner war der chinesische Internet-Konzern Alibaba, der mit 25 Milliarden Dollar in New York den größten Einstieg aller Zeiten hinlegte. Das ist ein Zehntel des weltweiten Gesamterlöses, der bei 257 Milliarden Dollar liegt – 50 Prozent mehr als 2013. Weltweit gab es die meisten Börsengänge in Asien. In Europa war London hinter New York der drittbegehrteste Börsenplatz in diesem Jahr.
( , 20.01.2015 - AVD)
 
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