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Montag, 24.07.2017
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Kartenglück und Zauberei: Psychologie hinter Zaubertricks

Markus Müller

Trotz Smartphones, Computern und Co. ist wohl kaum eine Kindheit ohne zahlreiche Kartenspiele vorbeigegangen. Mit Karten assoziieren die meisten Personen Spielturniere in der Pausenhalle, Skatrunden in der Kneipe oder einen gemütlichen Familienabend. Diese Unterhaltungsform existiert bereits seit vielen Jahrhunderten, einige Historiker vermuten ihren Entstehungsort in Zentralasien. In China, dem Nahen Osten und in Europa begannen zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert nach Christus erste Aufzeichnungen der Kartenspiele.
Kartenspiele gehören als Unterhaltungsform in jede Generation.

Kartenspiele gehören als Unterhaltungsform in jede Generation.

Herz, Karo, Kreuz und Pik, Bube, Dame, König, As; all diese Begriffe kennt jeder Kartenspieler in und auswendig. Von Anfang an galten Glück, Geschick und Manipulation als Wege zum Erfolg und zum Sieg, doch auf die Spitze trieben es zahlreiche Zauberkünstler, die mit Hilfe legaler und illegaler Tricks das Publikum verblüfften und Geld einnahmen. Jeder Kartenspieler möchte auch heute noch gewinnen und manche Pokerspieler profitieren von der Macht der Psychologie im Kartenspiel. Wer sein eigenes Spiel verbessern und neben viel Übung und Wahrscheinlichkeitsrechnung noch erfolgreicher sein möchte, kann sich bei den vergangenen und modernen Zauberkünstlern einige Tricks abschauen.

Berühmte Zauberer und ihre größten Coups


Zauberkünstler sind das Bindeglied zwischen den ketzerischen Magiern und Hexenmeistern zu den Unterhaltungskünstlern der neuen Zeit. Gaukler waren im Mittelalter als Entertainer beliebt, mit Taschenspielertricks und närrischen Späßen, während vor allem im Zeitalter der Aufklärung das Geheimnisumwobene der Künstler allmählich verschwand und Geschicklichkeit und Illusion im Vordergrund standen. Trotz der Technisierung der heutigen Zeit genießen Zauberer weiterhin einen guten Ruf als faszinierende Show- und Unterhaltungsexperten.

Harry Houdini – der Entfesselungskünstler


Erik Weisz oder Erich Weiß wurde 1874 in Budapest, Ungarn geboren und wanderte mit seiner Familie nach Amerika aus. Schon früh entdeckt er sein Talent für Zauberei und Gaukelkunst, schloss sich einem Zirkus an und machte sich später als Zauberkünstler selbstständig. Er gab immer zu, mit Tricks zu arbeiten und ist vor allem für seine Entfesselung aus Schlössern, Ketten, Särgen, Zwangsjacken und Handschellen bekannt. Er nutzte die Macht der Medien, um seinen Erfolg unter die Leute zu bringen und weitere Auftritte zu erhalten. Houdini gilt als einer der ersten Medienstars schlechthin und entlarvte sogar die Tricks vermeintlicher Geisterbeschwörer. Einer seiner größten Tricks war das Entkommen aus einem Wassertank. Er erhielt von seinen Mitarbeitern eine Holzsperre an die Füße und Ketten um den Körper herum und kam kopfüber in den Tank hinein. Durch das präzise Design des Tanks gelang es Houdini innerhalb von nur zwei Minuten die Füße zu befreien, die Schlösser zu entfernen und aus dem Tank zu steigen. Spektakulär war auch das Wegzaubern eines Elefanten oder die Selbstbefreiung aus einer Zwangsjacke, während er von einem Wolkenkratzer hing. Mit Kartenspieltricks soll Houdini seine Fingerfertigkeit ständig trainiert haben.

Dai Vernon – Kartenkünstler und Revolutionär


Dai Vernon war im 20. Jahrhundert in den 20er Jahren der wohl berühmteste Kartenzauberer der Welt. Selbst Harry Houdini konnte einen seiner Meistertricks nicht entschlüsseln, obwohl dieser sich rühmte, andere Trickkünstler durchschauen zu können. Vernons Genialität bestand darin, dass er einfache Tricks zu Meisterwerken umwandeln konnte und seine Schüler nannten ihn ehrfürchtig den Professor. Er lernte früh, dass Präsentation und Illusion der Schlüssel zum großen Erfolg als Zauberer waren. Einer seiner berühmtesten Tricks lag in dem der ausgewählten und markierten Karte des Zuschauers, die am Ende immer auf der Oberseite des Kartendecks zu finden war. Diese steckte der Zuschauer zurück in die Mitte des Decks und kurz darauf war sie wie von Geisterhand die erste Karte. Vernon nutzte dabei wenige Handgriffe, um die Karte gar nicht in die Mitte des Decks zu führen, sondern als zweite, obere Karte zu behalten und mit geschickten Fingerbewegungen diese als erste Karte auszugeben. Seine Fingerfertigkeit war legendär und seine Kartentricks sind bis heute von vielen Zauberkünstlern hoch angesehen. Weitere Informationen dazu gibt es bei zauberer-bremerhaven.de.

David Copperfield – Der Magier der Neuzeit


Fast jedes Kind und Erwachsener der 80er und 90er kennt David Copperfield. Ähnlich wie Houdini nutzte er die Macht der Medien und des Medienrummels, um immer spektakulärere Zaubertricks vorzuführen. Unvergessen bleibt, wie er durch die chinesische Mauer spazierte, die Freiheitsstatue und einen Düsenjäger verschwinden ließ oder sich auf einem Floß auf den Niagara Fällen selbst befreite. Copperfield beherrschte die Illusion und kontrollierte Publikum vor der Bühne und dem Fernseher. Er nutzte vor allem neue Techniken, ausgeklügelte Bildeinstellungen und präzise vorbereitete Geräte und Hilfsmittel. Als Magier des neuen Zeitalters mussten die Tricks noch bombastischer und ausgefallener sein als je zuvor und bis heute ist er der erfolgreichste Solo-Entertainer aller Zeiten. Trotzdem nutzte auch er viele Kartentricks, um seine Fähigkeiten auch abseits der High-Tech-Tricks unter Beweis zu stellen.

Dan & Dave – moderne Kartenkünstler


Dan und Dave Buck gehören zu der Generation der jungen Wilden unter den Zauberkünstlern der Neuzeit. Die Zwillinge zaubern seitdem sie elf Jahre alt sind und veröffentlichten früh Videos mit ihren Kartentricks. Sie schrieben ein eigenes Buch mit 50 neuen Kartentricks und Techniken und galten bald als Stars der Unterhaltungsszene. Sie sind vor allem für das Aufdecken der Tricks von Pokerspielern bekannt und in Hollywood und im Internet gleichermaßen beliebt. Ihr Stil ist ökonomisch, sie wollen keine gigantische Show abziehen, sondern mit der größten Fingerfertigkeit die faszinierendsten Tricks vorführen.

Von Falschspielern zu Zauberkünstlern


Viele der ersten Zaubertricks bestanden zu großen Teilen aus gezinkten Karten oder geschickt platzierten Ersatzkarten, um während der Glücksspiele oder Kartenrunden dem Gegner oder Publikum das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Klassiker ist das Kümmelblättchen, in welchem der Künstler drei Karten flach auf dem Tisch verteilt, meist zwei Asse und eine Dame, und der Zuschauer muss nach dem Mischen erklären, an welcher Position sich die Dame befindet. Dafür nutzt er verschiedene Handgriffe, zum Beispiel vertauscht er gleich bei Aufnahme der Karten die Reihenfolge, ohne dass der Zuschauer es bemerkt. Pokerspieler nutzten Mischtechniken, um die besten Karten für sich zu ergattern, verwendeten markierte Karten oder besaßen Komplizen, die mit einem ausgeklügelten System die Karten anderer verrieten. Doch die Zauberkünstler legten bald einen anderen Fokus: auf die Show und das Erleben der Zauberei.

Die gewählte Karte herauszufinden, ist mit wenigen Handgriffen möglich.

Die gewählte Karte herauszufinden, ist mit wenigen Handgriffen möglich.

Forciermethode, Kartenkontrolle und Memorisierung


Die Forciermethode bezeichnet Kartentricks, in welchen der Zauberer die Karte der Zuschauer von vorneherein kennt, obwohl sie von einer freien Wahl ausgehen. Dabei können vorgefertigte Mischtechniken zur Hilfe kommen, bestimmte Abstände der Karten in der Auffächerung versehen sein oder bestimmte Karten aus dem Deck hervorstehen. Der Zuschauer denkt dabei, er habe die Kontrolle, doch der Zauberer lenkt quasi den Blick seines Publikums auf seine vorbestimmte Karte. Die Kartenkontrolle ist ein wichtiger Faktor, zum Beispiel beim Überhandmischen. Was für die meisten das normale Mischen der Karten mit einer Hand darstellt, kann dem Zauberer helfen, bestimmte Karten oben zu behalten oder nach oben zu schieben. Die Memorisierung eines kompletten Kartendecks erscheint auf den ersten Moment als unmöglich. Doch mit Gedächtnistraining und ein wenig Übung können Anfänger innerhalb kürzester Zeit ein 52-Kartendeck wiedergeben, nachdem ein Zuschauer es gemischt und vorgezeigt hat.

Programmierte Zaubertricks und Trickkarten


Viele Computerzaubertricks spielen ebenfalls mit der Kraft des Forcierens und das bedeutet, dass der Zuschauer sich eine Zahl oder eine Karte aussucht und denkt, es sei sein freier Wille gewesen, obwohl der Computer Wahrscheinlichkeiten dabei berechnet. Trickkarten sind zum Beispiel doppelseitig bedruckt, transparent oder mit Trickfalten versehen, die Auswahl ist nahezu grenzenlos. Die Grundprinzipien bei Programmierung und Trickkarten bleiben jedoch für alle Zauberer gleich: Kontrolle der Karten und des Publikums.

Kartentricks lernen und spielen mit Hilfe des Computers


Wer seine Fingerfertigkeit trainieren möchte, kann dies auch mit Hilfe des Computers tun. Zum einen gibt es zahlreiche Online Video-Tutorials, die Schritt für Schritt die Kartentricks erklären. Zum anderen gibt es Online Zauberschulen, die Kartentricks in mehreren Kursen lehren und nach Anfängern, Fortgeschrittenen und Experten unterteilen. Hilfreich sind Videomaterialien, Bilderklärungen und Beschreibungen der vielen Variationen.

Die Psychologie der Zauberer - Illusion und Publikum


Das wichtigste Werkzeug eines Zauberers und eines erfolgreichen Kartenspielers ist die Illusion. Wer sein Publikum beherrscht, kann ihm alles glaubhaft vorgaukeln. Vor allem bei spektakulären Tricks wie der zersägten Jungfrau, ist der Zauberer bemüht, das Publikum von den weiteren Handgriffen und technischen Tricks abzulenken, mit seinen Händen und Worten die Blicke zum Beispiel auf andere Details, als auf die Trickklappen oder doppelten Böden zu lenken. Die Augen der Zuschauer sind auf den Zauberer gerichtet, während seine Assistenten viele Tricks im Hintergrund vorbereiten können. Auch Poker- oder Skatspieler können von der Macht der Illusion und des Bluffens profitieren.

Kontrolle der Karten: Beispiel Black Jack


Black Jack gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Kartenspielen der Welt. Besonders in Casinos ist es heute ein großer Erfolgsgarant, vor allem, da der Spieler nicht nur mit Kartenglück großes Geld verdienen kann. Gewonnen hat derjenige, der mit maximal fünf Karten dem Wert der 21 am nächsten gekommen ist oder 21 erreicht hat. Von Zauberkünstlern kann der Black Jack Spieler lernen, wie die Kartenanordnung zu zählen ist und dass das Einschätzen der Karten zu einem guten Spiel dazu gehört. Casinos sehen es allerdings nicht gerne, wenn Spieler die Karten mitzählen. Deshalb sollten diese dabei geschickt vorgehen. Eine Strategie besteht darin, das Verhältnis von Karten mit hohem und niedrigem Wert anhand einer Punktevergabe, dem Running Court, zu verstehen. So erhält der Spieler Vorteile gegenüber dem Dealer und den anderen Spielern und kann seine Geldeinsätze entsprechend gestalten. In diesem Ratgeber gibt es weitere Strategietipps und eine Erläuterung des allgemeinen Spielablaufes für eine bessere Gewinnquote. Ein Spieler, der das Kartenspiel durchschaut hat und sowohl Karten, als auch Gegner und Dealer lesen kann, ist dem Sieg deutlich näher, als andere Teilnehmer.

Kontrolle der Gegner: Beispiel Poker


Die Kunst des Bluffens ist wohl die höchste Kunst der Pokerspieler. Von Zauberern lernen sie, den Gegner zu manipulieren, damit dieser sich in Sicherheit wiegt. Wichtig dabei sind:

• Die Anzahl der Gegner
• Größe des Pots
• Sitzposition
• Menschenkenntnis

Wer sich in den ersten Runden auf die anderen Spieler konzentriert und Übung darin besitzt, Menschen zu lesen, kann sich schnell einen Vorteil erarbeiten. Das Lesen der Gegner erfolgt in der Beobachtung, wann der Gegner checkt, setzt oder erhöht, ob bei hohen oder niedrigen Karten. Je länger das Spiel andauert, desto besser lassen sich die unterschiedlichen Typen erkennen. Schlechte Schauspieler entdecken geübte Spieler meist bei schlechten oder guten Blättern sofort, durch übertriebenes Seufzen oder den langen Blick in die Karten. Das so genannte Pokerface erfordert viel Übung und Selbstkontrolle, etwas, das Zauberkünstler seit Jahrhunderten perfektioniert haben.

Erkenntnisse der Neurowissenschaft


Zauberer nutzen Ablenkungsmanöver, um mit bestimmten Handgriffen Dinge verschwinden zu lassen oder hervorzuholen. Das Magazin Spektrum listet einige Forscher und Experimente auf, welche die Hirnareale untersuchen, die bei Zaubertricks angesprochen sind. Ein Versuch bestand darin, dass ein Zauberer eine Zigarette webzauberte, indem er sie unter den Tisch fallen ließ und die Forscher die Augenbewegung des Publikums erfassten. Die Blickrichtung stellte sich jedoch nicht als entscheidend heraus, denn die Manipulation fand auf einer anderen kognitiven Ebene statt. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer war auf die vorhergesagte Flugbahn oder Fallrichtung gerichtet, nicht jedoch der Blick. Die Erwartungen des Hirns wurden also nicht erfüllt und das Publikum war verblüfft.

Kartentricks und Griffe


Um bei den Zuschauern Eindruck zu hinterlassen und von vorneherein die eigene Geschicklichkeit zu präsentieren, nutzen viele Zauberkünstler Kunstgriffe und auffallende Vorführeffekte. Das Kartensprudeln oder „Flourishen“ besteht darin, die Karten von der einen zur anderen Hand zu sprudeln, meist in großer Geste. Dieses ist vor allem als Showelement sehr beliebt und übt die Kartenkontrolle und Fingerfertigkeit. Es gibt viele Variationen und Elemente, die beim Flourishen eingebaut sein können.

Das einhändige Fächerschlagen macht sich besonders gut, um bei der Auswahl einer Karte das Publikum mit den eigenen Fähigkeiten zu beeindrucken. Dafür liegen der Daumen der rechten Hand ungefähr im unteren Drittel des Kartendecks und drei Finger im oberen Drittel der Oberseite. Der Daumen schiebt einen Teil der Karten nach außen, während die anderen drei Finger den Rest zurückziehen und mit genügend Übung entsteht ein perfekter Fächer.

Der Charlier Cut bezeichnet das Abheben des Kartenspiels mit nur einer Hand, Rechtshänder nutzen dafür die linke Hand und Linkshänder die rechte Hand. Das Deck liegt locker in der Hand und der Daumen hebt dabei die Hälfte des Decks nach oben, der Zeigefinger schiebt die untere Hälfte nach oben über die andere Hälfte herüber. So entsteht ein eindrucksvoller Trick, der in wenigen Schritten zu lernen ist.

Kartensteiger


Dieser Trick gehört zu den Grundlagen der Zauberkunst mit Karten. Der Zuschauer wählt eine Karte aus, diese kommt zurück ins Kartenspiel und auf wundersame Art und Weise schiebt sie sich wie von Geisterhand aus dem Deck nach oben. Wie bei vielen Kartentricks ohne technische Hilfsmittel kommt dieser Trick durch Fingerfertigkeit zustande. Der Zauberer mischt die Karte als letzte Karte des Decks und hält seine Hände so geschickt, dass er mit Hilfe des kleinen Fingers der rechten Hand diese Karte nach oben schieben kann, während der Zeigefinger derselben Hand über diese Karte zeigt, sie nach oben „führt“. Wichtig dabei sind die Position zum Publikum und die ablenkende Erzählung zur Elektrostatik oder Magie.

Viele Tricks basieren auf Zählen und Sortieren.

Viele Tricks basieren auf Zählen und Sortieren.

Mathematische Tricks


Die Karte des Zuschauers mit Hilfe der Mathematik zu erraten, basiert oft auf mathematischen Grundlagen. Der Kartentrick 21 besteht aus 21 Karten. Dabei entscheidet sich ein Zuschauer für eine Karte, die der Zauberer nicht sieht. Sie kommt zurück in den Stapel und der Magier verteilt die Karten anschließend in drei offene Stapel. Der Zuschauer muss den Stapel benennen, in welchem die Karte liegt und der Zauberer legt diese in die Mitte des Decks und verteilt die Karten erneut. Dies erfolgt ein weiteres Mal und der Magier kann nun einfach elf Karten abzählen und die ausgewählte Karte präsentieren. Ähnliche Tricks erfolgen mit einfachen Berechnungen der Kartenwerte über vorher einstudierte Raster und der Memorisierung der Karten. Diese Tricks können beim Pokern und vor allem beim Black Jack helfen, gegnerische Karten zu erkennen und den Spielverlauf und die Möglichkeiten im Hinterkopf zu behalten.

Erzählende Kartentricks


Sehr beliebt sind die erzählenden Tricks, welche das Publikum auf eine falsche Fährte locken sollen, während der Zauberer seine mathematischen Tricks oder Mischtechniken anwendet. Ein bekanntes Beispiel ist der Trick mit Hilfe von zwei Hilfs- oder Polizeikarten eine ausgewählte Karte aus dem Deck zu finden. Dafür benötigt der Zauberer die Fähigkeit, die ausgewählte Karte an den Boden des Decks mischen zu können und erläutert mit einer langen, ausführlichen Geschichte die Hintergründe der Karten als Personen oder Verbrecher, während er geschickt die zwei Hilfskarten um die gesuchte Karte herum platziert. Ablenkung ist das A und O des Zauberers, das Gesicht muss dem Publikum die Geschichte übermitteln, während die Hände die Tricks vollziehen.

Fazit


Kartentricks einzustudieren, ist nicht nur für den Familienabend unterhaltsam, sondern trainiert Auge, Finger und die Koordination. Wer im Kartenspiel erfolgreich sein will, kann mit Hilfe der Tricks seine eigenen Fähigkeiten ausbauen und sich deutliche Vorteile erarbeiten. Viele Kartentricks basieren auf einfachen mathematischen Rechnungen oder logischen Abfolgen, denn die Anzahl der Karten ist meist begrenzt und überschaubar. Ablenkung und Fingerfertigkeit fallen nach einiger Übung leichter und helfen dabei, das Spiel zu durchschauen und besser zu verstehen. Natürlich geht es Zauberern um die Illusion und darum, das Publikum zu überraschen, ohne sich selbst zu verraten. Diese Fähigkeit ist erst nach einiger Zeit erreicht, aber mit einigen einfachen Tricks und grundlegenden Mischtechniken, können selbst Anfänger große Überraschungsmomente erzielen. Wichtig ist es, konzentriert zu bleiben und auch als Spieler im Poker, Black Jack oder Skat aufmerksam mitzuzählen oder den Gegner zu analysieren.
(Markus Müller, 09.12.2014 - AKR)
 
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