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Montag, 27.03.2017
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Werkstoffprüfung leicht gemacht

Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP

In der Automobilindustrie, im Flugzeug- oder Stahlbau und vielen anderen Industriebereichen können Fehler im Endprodukt schnell zum Versagen führen und die Sicherheit massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher zerstörungsfreien Prüfverfahren zu, die es erlauben, Komponenten und Bauteile kostengünstig zu prüfen, ohne sie zu zerstören.
Sie sind mit dem Auge nicht erfassbar – trotzdem können winzige Risse oder Fehler insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen fatale Folgen haben. Ungeachtet dessen steigen die Forderungen nach Gewichtsreduzierungen, ohne dass der Werkstoff hierbei beeinflusst werden darf. Um derartige Anforderungsprofile erfüllen zu können, bedarf es des Einsatzes neuartiger Werkstoffe wie Kohlenstoff- bzw. Glasfaser-verstärkten Kunststoffen (CFK, GFK), hochfeste Stähle und Leichtmetalle, welche oft auch in Kombination bei Hybridbauteilen Anwendung finden.

Forschern des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken ist es gelungen, mit der Luftultraschallprüfung ein zerstörungsfreies Prüfverfahren zur berührungslosen und kontaminationsfreien Werkstoffprüfung weiter zu entwickeln. »Die an unserem Institut entwickelten Prüfköpfe ermöglichen eine im Vergleich zu den Produkten der Mitbewerber höherfrequente Untersuchung dünner Werkstoffe. Damit wird ein besseres und optimiertes Fehlernachweisvermögen erzielt», erläutert Dr. Thomas Waschkies, Ingenieur am Fraunhofer IZFP. »Aufgrund des verbesserten Aufbaus unserer Prüfköpfe und des hierdurch erreichten hohen Schallpegels sind selbst stark dämpfende Hybridwerkstoffe kontaminationsfrei untersuchbar«, so Waschkies.

Hybrides System zur Online-Prüfung hochfester Stähle


Im Bereich der Bandstahlprüfung werden seit vielen Jahren bei Online-Prüfungen magnetische Prüfverfahren für die Bestimmung mechanisch-technologischer Kenngrößen des Bandstahls eingesetzt. Dies betrifft insbesondere die stetige Weiterentwicklung von Stählen vor dem Hintergrund strenger Vorgaben durch die Regierung hinsichtlich CO2-Einsparung und dem damit eng verbundenen Thema des Leichtbaus. Gerade diese Neuentwicklungen stellen eine große Herausforderung für die zerstörungsfreie Prüfung dar.
(Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP, 24.09.2014 - AKR)
 
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