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Montag, 24.07.2017
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Die wichtigsten Schweißarten im Überblick

Linde Schweißtechnik GmbH

Bei der alten Kulturtechnik des Schweißens werden Werkteile unlösbar miteinander verbunden. Bereits in den Königsgräbern der Sumerer (im Süden des heutigen Irak) wurden zusammengeschweißte Schmuckstücke entdeckt. Wärme oder Druck sind bei der Fügetechnik mögliche Energieressourcen, die gepaart oder einzeln genutzt werden. Daher spricht man vom Schmelz- oder Pressschweißen.
Schweißen gehört zu den wichtigsten Methoden, um Metallbauteile miteinander zu verbinden.

Schweißen gehört zu den wichtigsten Methoden, um Metallbauteile miteinander zu verbinden.

Unterscheidungen beim Schweißen


Darüber hinaus ist es bei den verschiedenen Arten des Schweißens von Bedeutung, ob Zusatzstoffe eingesetzt werden oder nicht. Die Verfahren kann man dabei auf unterschiedliche Weise unterscheiden. Am wichtigsten ist die die Art der Energiezufuhr, welche durch Elektroden oder Gas zustande kommt. Weiterhin kann man eine Aufteilung anhand der Grundwerkstoffe vornehmen, es existieren etwa Metall oder Kunststoff (manchmal wird auch Glas geschweißt).

Schließlich werden Differenzierungen auch nach Art der Fertigung gemacht: Wird das Schweißen von Hand oder automatisch erledigt? Verschiedene Methoden sind dabei sowohl in der Industrie wie auch im Privatgebrauch populärer als andere. Die unterschiedlichen Verfahren werden auf Fachportalen wie schweisshelden.de detailliert erläutert. Einige sind jedoch kaum noch im Einsatz. Welche sind die aktuell beliebtesten Verfahren und was für Eigenheiten besitzen sie?

MIG- und MAG-Schweißen


Zunächst sind diese beiden Techniken mit Gleichstrom und sogar mit demselben Gerät durchführbar. Das Gerät beinhaltet die Schweißstromquelle, die ans Stromnetz angeschlossen wird und von der die Masseleitung zum Werksstück führt. Außerdem wird durch Rollen im Gerät die Drahtelektrode sukzessive durch das Stromkontaktrohr Richtung Werkstück geschoben. Das Stromkontaktrohr liegt im Schweißbrenner, der bei diesen beiden Verfahren auch eine Schutzgasdüse besitzt, durch die die Schutzgase zur Mündung bis zur sogenannten Schutzgasglocke geleitet werden.

Die Verfahren werden dem Schutzgasschweißen zugerechnet und setzen eine graduell schmelzende Elektrode aus Draht ein. Die Abkürzung MIG bedeutet dabei „Metall-Inertgas-Schweißen“. Inert meint dabei inaktiv oder reaktionsträge im chemischen Sinn. Entsprechend ist beim „Metall-Aktivgas-Schweißen“ das Schutzgas aktiv. Zwischen dem Werkstück und der abschmelzenden Elektrode befindet sich der sogenannte Lichtbogen. Dort wird im Schmelzbad die Schweißnaht erzeugt.

Dieses Schmelzbad wird beim MIG-Schweißen durch die reaktionsträgen Schutzgase vor der Oxidation geschützt. Bei dieser Schweißart wird vor allem Argon verwendet, aufgrund der höheren Kosten seltener Helium, zuweilen eine Mischung aus beiden. Flugzeuge, Autos, Schiffe und Maschinen aller Art werden mit dem MIG-Verfahren zusammengeschweißt. So werden dort hochlegierte Stahlwerkstoffe, Kupfer und Aluminium verbunden.

Bei der MAG-Methode kommen entweder Kohlendioxid („MAGC“) oder Gemische aus Argon und entweder Kohlendioxid sowie/ oder Sauerstoff („MAGM“) zum Einsatz. Dieses Verfahren wird für niedriglegierte oder unlegierte Stähle in vielen verschiedenen Handwerks- und Industriebranchen verwendet. Eine Besonderheit ist das MAG-Hochleistungsschweißen, bei dem die Abschmelzleistung höher liegt.

WIG-Schweißen


Auch beim WIG-Schweißen kommt ein Gerät zum Einsatz, welches einen Netzanschluss und die Schweißstromquelle benötigt. Die Elektrode wird hierbei in einem gekühlten Schlauchpaket mit Strom- und Schutzgasleitung zum Werkstück geführt. Kühlwasser muss in das Schweißgerät und daraus wieder abfließen. Das Schweißbad wird nicht nur zwischen Wolfram-Elektrode und Werkstück, sondern auch dem beigefügten Schweißstab gebildet.
Der Lichtbogen wird bei diesem Verfahren – ähnlich wie beim MIG-Schweißen – durch Helium, Argon oder einem Gemisch aus diesen beiden Gasen geschützt.

Leichtmetalle wie Aluminium, legierte Stähle un- und niedriglegierte Stähle (Wurzelschweißen) können mit dieser Methode zusammengefügt werden. Rohre und dünnere Bleche können beim WIG-Schweißen verbunden werden, welches sich unter anderem durch eine hohe Schweißnahtqualität und hohe Schweißgeschwindigkeiten auszeichnet. Es wird beispielsweise beim Bau von Kernreaktoren, jedoch auch für filigranere Behälter oder Haushaltsgeräte eingesetzt.

Abschlussbemerkung


Neben den drei beschriebenen Verfahren existieren weitere Methoden wie etwa
- das Gasschweißen,
- das Laserschweißen,
- das Bolzenschweißen oder
- das E-Hand-Schweißen.
Es gibt dabei für die verschieden legierten Stähle, Kunststoffe oder andere Materialien immer eine angemessene Methode. Wer als Privatmann schweißen will, sollte jedoch unbedingt die Sicherheitshinweise beachten, um Gefahren zu vermeiden.
(Linde Schweißtechnik GmbH, 09.07.2014 - NPO)
 
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