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Freitag, 20.01.2017
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Wie Roboter Kindern das Programmieren beibringen

Play-i, Inc.

Eine gute Idee allein ist nur die halbe Miete. Um sie erfolgreich umzusetzen, muss man auch wissen, wie man das Ganze programmiert beziehungsweise jemanden kennen, der über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt. Basis-Kenntnisse in diesem Bereich gehören mittlerweile zu den Grundbedürfnissen der globalen Weltwirtschaft. Die jungen Leute von heute mögen gewiefte Technologie-Anwender sein, aber es fehlt ihnen oft an adäquaten Qualifikationen, um in der IT-Branche arbeiten zu können.
Lernroboter Bo und Yana

Lernroboter Bo und Yana

Genau wie beim Erlernen anderer Sprachen gilt der Grundsatz, je früher man anfängt, desto besser. Das US-amerikanische Start-up-Unternehmen Play-i hat daher einen Lernroboter entwickelt, der Kindern zwischen 5 und 12 Jahren anhand von Musik, Animationen und Geschichten auf unterhaltsame Art und Weise das Programmieren beibringt. Die Roboter müssen Aufgaben bewältigen und können durch entsprechende Programmierung mithilfe einer für Smartphone und Tablet verfügbaren App zum Gehen oder Laufen gebracht werden. Zudem gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, sodass den Kindern mit zunehmendem Alter immer komplexere Programmierkonzepte vermittelt werden können.

Programmieren als Pflichtfach


“Ich wurde von meiner damals einjährigen Tochter inspiriert. Ich las einen Artikel in dem stand, dass an estnischen Schulen Programmieren ein Pflichtfach für Erstklässler sei. Dann fiel mir ein Bericht in die Hände, laut dem alle Schulabsolventen in Vietnam und China eine Ausbildung in Computerwissenschaften haben“, so Vikas Gupta, Mitbegründer und Geschäftsführer von Play-i. „Das hat mich hellhörig gemacht: Wieso investieren diese Länder Zeit und Geld in die Programmier-Ausbildung ihrer zukünftigen Generationen? Und wie gehen die USA mit dieser Thematik um?“

Play-i wurde von Saurabh Gupta (ehemaliger Apple Software-Ingenieur), Vikas Gupta (früherer Leiter der Abteilung für Verbraucherzahlungen bei Google) und Mikal Greaves (von Frog Design) gegründet. Sie organisierten eine sogenannte Crowdfunding-Kampagne auf ihrer Webseite mit dem Ziel 250.000 US-Dollar an Investorengeldern aufzutreiben. Letzten Endes erwirtschaftete die Kampagne jedoch sagenhafte 1.443.125 Dollar.

"Du bist nicht allein"


Insgesamt werden zwei Lernroboter im Handel erhältlich sein. Der kleinere, sphärische Roboter namens Yana vermittelt Programmierkonzepte im Kontext von Geschichten. Bo hingegen, eine Art dreirädrige Version von Yana, ist eher ein Erforscher. Die Namen der beiden Roboter bedeuten übersetzt ‚Roboter‘ und ‚Du bist nicht allein‘.

Dabei sind diese Roboter nur ein Beispiel für eine ganze Reihe an Initiativen, die sich gegenwärtig um die technologische Ausbildung zukünftiger IT-Experten bemühen. Laut Angaben der Europäischen Kommission sind derzeit in der EU etwa 700.000 IT-Stellen nicht besetzt, wohingegen die Zahl der qualifizierten IT-Absolventen stagniert und in einigen Ländern sogar zurückgegangen ist.
(Play-i, Inc., 19.03.2014 - AKR)
 
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