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Freitag, 24.03.2017
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Bau des ersten Prototypen einer Kamera für das Gammateleskop CTA

Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Mehr als 1000 Physiker und Astrophysiker aus 27 Ländern arbeiten am Bau des weltweit größten Observatoriums CTA zur erdbasierten Gammastrahlen-Astronomie. Die leistungsstärksten Detektoren verfügen derzeit über 2-5 Teleskope; für das internationale CTA-Projekt [1] sind fast 100 geplant. Das Projekt wurde 2010 gestartet und befindet sich seit 2012 in der Planungs- bzw. Protoypenphase.
Auch französische Forscher des Pariser Observatoriums wirken im Rahmen des nationalen Projekts GATE [2] an der Realisierung dieser Forschungsinfrastruktur mit. Dieses Projekt zielt darauf ab, bestimmte Instrumente für das CTA zu entwickeln. Das GATE – Projekt wird unter anderem von der CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien), dem Pariser Observatorium und dem CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung) unterstützt.
Im Rahmen von GATE haben Physiker des Leprince-Ringuet-Labors [3] (École polytechnique / CNRS) die notwendige Kameratechnik entwickelt, mit der die Gammateleskope des künftigen Observatoriums ausgerüstet werden soll. Diese wird nach Berlin transportiert, wo sie auf einen von Forschern des DESY [4] entwickelten Teleskop-Prototypen installiert wird, um anschließend technische Tests und verschiedene Justierungen vorzunehmen.

Die CTA-Teleskope registrieren dank der Kameras das charakteristische Leuchten von Teilchenschauern (Kaskadenschauer), die durch hochenergetische kosmische Gammastrahlung in der Erdatmosphäre ausgelöst werden. Diese Teilchen sind mit denen vergleichbar, die mit dem Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) des CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) erzeugt werden.
Das Gammateleskop eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Grundlagenforschung der Physik, wie z.B. die Untersuchung der dunklen Materie, die 22% der Masse (Energie und Masse sind einander äquivalent) des Universums ausmacht, oder die Konstanzprüfung der Lichtgeschwindigkeit. Vor allem erhoffen sich die Forscher jedoch ein besseres Verständnis von Supernova-Sternexplosionen, Pulsaren, usw.
(Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, 24.05.2013 - KSA)
 
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