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Samstag, 21.01.2017
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Auftakt des Flottenversuchs im Projekt Schnellladung von Elektro-Fahrzeugen

Technische Universität Clausthal

Alle Vorkehrungen sind getroffen, nun können die Flottenversuche mit drei E-Wolf-Elektrofahrzeugen (umgebaute Fiat Panda) und fünf Elektrorollern auf dem Goslarer „EnergieCampus“ der TU Clausthal beginnen. Bei diesem Projekt, das im Januar 2012 startete, handelt es sich um einen Vorläufer zum Schaufenster Elektromobilität.
Zu einem ersten „Roll out“ der Elektro-Fahrzeuge im Projekt Schnellladung von Elektro-Fahrzeugen trafen sich am 2. Mai Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Goslarer „EnergieCampus“ der TU Clausthal. In diesem Verbundprojekt kooperiert das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) mit der Außenstelle des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) in Goslar. Weitere Projektpartner sind die Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH in Achim, die e-Wolf GmbH in Frechen, die Wolfsburg AG, Jochen Schreiber, der Eigentümer der beteiligten Aral-Tankstelle in Schöppenstedt und die WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH in Braunschweig.

Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von etwa 1,2 Millionen Euro. Das Land setzt dafür EU-Fördergelder (EFRE) in Höhe von 511.000 Euro ein. Öffentliche und private Kooperationspartner beteiligen sich mit rund 380.000 Euro. Den Restbetrag in Höhe von rund 300.000 Euro steuert die TU Clausthal bei.

In den kommenden Monaten fahren Wissenschaftler des EFZN und des HHI die Fahrzeuge in einem Areal mit vier E-Ladesäulen – aufgestellt jeweils in Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Wolfsburg und Schöppenstedt –, um entsprechende Schnellladeverfahren zu testen und Forschungsdaten zum Batterieverhalten zu sammeln. Ziel des Projektes ist, die Schnellladung der Fahrzeugbatterie in weniger als 30 Minuten zu realisieren, um E-Fahrzeuge durch einen zügigen Tankvorgang alltagstauglicher zu machen und die Akzeptanz zu erhöhen.

„Bisher könnten die Batterien von Elektrofahrzeugen der starken Beanspruchung bei gängigen Schnellladeverfahren noch nicht standhalten“, erläutert Diplomphysiker Raoul Heyne, einer der vier wissenschaftlichen Betreuer des Projekts. Deshalb werden an den Elektrofahrzeugen auch unterschiedliche Schnellladeverfahren getestet. „Mithilfe der faseroptischen Sensortechnik wird das Temperaturfeld der Batterie während der Versuche gemessen und die Ladeleistung so eingestellt, dass keine schädlichen Temperaturen auftreten, die die Lebensdauer der Batterie überproportional verkürzen“, ergänzt Professor Wolfgang Schade. Der Leiter der Fraunhofer Abteilung auf dem „EnergieCampus“ übernimmt gemeinsam mit EFZN-Chef Professor Hans-Peter Beck die Leitung des Projekts. „Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem neuen Ansatz die Akzeptanz der E-Fahrzeuge erhöhen und die bisher emissionsfreie Ladung mit Ökostrom an einer ,Tankstellenbatterie‘ ermöglichen“, so Professor Beck. Alle Ergebnisse werden veröffentlicht und können unter anderem im Schaufenster Elektromobilität genutzt werden.
(Technische Universität Clausthal, 03.05.2013 - KSA)
 
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