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Montag, 27.03.2017
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Die Shareconomy erfasst alle Bereiche des digitalen Alltags

Deutsche Messe AG Hannover

Hannover (ots) - Die CeBIT 2013 untermauerte ihre Stellung als wichtigste Trendschau der digitalen Welt - mit wegweisenden Businessideen, exklusiven Einblicken in die Forschung und spannenden Produktneuheiten.
Teilen statt haben: Das Leitthema der CeBIT 2013 fokussierte tiefgreifende gesellschaftliche, aber auch wirtschaftliche Veränderungen. "Shareconomy führt zu einer höheren Transparenz, fördert die Partizipation und schafft zahlreiche neue Geschäftsmodelle", betonte CeBIT-Chef Frank Pörschmann. Treiber dieser Entwicklung ist die digitale Industrie mit ihren vielfältigen Anwendungen. Ob Cloud, Social-Business oder Collaboration-Tools - zahlreiche Aussteller präsentierten in Hannover Lösungen, mit denen sich interne, aber auch externe Unternehmensprozesse noch effizienter und offener gestalten lassen.

So entwickelt sich das Internet immer stärker zum Ort des Teamworks - innerhalb von Unternehmen und darüber hinaus. Partner, Berater, Lieferanten und Kunden werden Teil einer vernetzten Zusammenarbeit. Vorreiter wie die IBM betten Social-Business-Tools bereits in ihre Kernprozesse ein, um die Kommunikation und den Wissenstransfer innerhalb ihrer Lieferketten, Partnernetzwerke und der Belegschaft zu intensivieren. Laut dem McKinsey Global Institute können sie dadurch ihre Produktivität um bis zu zwölf Prozent steigern.

Die Shareconomy lässt einzelne Industriebranchen immer mehr zusammenrücken. Gemeinsam werden Innovationen vorangetrieben, beispielsweise zwischen Telekommunikationsanbietern und der Automobilindustrie. Carsharing-Modelle setzen sich als neue Form der Mobilität immer stärker durch, wie beispielsweise Vodafone mit seinem DriveNow-Konzept auf der CeBIT 2013 zeigte.

Doch auch auf kommunaler Ebene birgt die Shareconomy großes Potenzial. So stellte die Firma citeq in Hannover einen "Mängelmelder" vor, mit dem Bürger über das Internet auf Missstände im Stadtgebiet hinweisen können, beispielsweise auf eine defekte Ampelanlage oder Schlaglöcher in den Straßen. Ein wegweisendes Szenario für die moderne mobile Verwaltung entwarf das Forscherteam von Fraunhofer FOKUS. Es veranschaulichte, wie die verschiedenen Datenströme aus verschiedenen Behörden ausgewertet und die Zusammenarbeit optimiert werden kann.

Cloud Computing und Big Data boomen


Laut BITKOM wächst der Markt für Cloud Computing in Deutschland im Jahr 2013 um voraussichtlich 47 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Immer mehr Unternehmen beziehen IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenleistung oder Software aus dem Internet, während es bei den Konsumenten vor allem Speicherdienste für Dokumente, Videos oder Fotos sind. Auf der CeBIT standen vor allem Cloud-Angebote im Mittelpunkt, die sich leicht und flexibel in die vorhandene IT-Infrastruktur einbinden lassen.

Ein weiterer Trend: Noch nie hat die Menschheit so viele Daten gesammelt: 2,5 Exabyte an einem einzigen Tag - das ist eine Zahl mit 18 Nullen. In diesem Zusammenhang rückt das Thema Big Data in den Blickpunkt: Aussteller wie IBM, SAP, T-Systems International oder die Software AG präsentierten in Hannover neueste Lösungen zur intelligenten Analyse unstrukturierter Datenberge, aus denen sich wertvolle Erkenntnisse für Politik und Wirtschaft gewinnen lassen, aber beispielsweise auch für Mediziner, die nach erfolgversprechenden Therapien suchen.

Neue Geräte für das mobile Zeitalter


Die CeBIT 2013 machte eines besonders deutlich: Ohne das mobile Breitbandnetz wäre die weitreichende Vernetzung mit all ihren Diensten nicht möglich. Hier kommen der Smartphone- und Tablet-Boom ins Spiel: Nach einer BITKOM-Schätzung werden 2013 vier von fünf verkauften Handys in Deutschland Smartphones sein. Der Absatz soll um knapp 30 Prozent auf etwa 28 Millionen Geräte steigen, weltweit laut einer Gartner-Prognose sogar auf rund eine Milliarde. Bei den Tablets soll der Absatz in diesem Jahr hier zu Lande erstmals die Fünf-Millionen-Marke übertreffen.

Viele spannende Mobilgeräte, die in den nächsten Monaten in die Geschäfte kommen, konnten die Besucher auf der CeBIT schon in die Hand nehmen - beispielsweise die aktuellen Neuheiten Ascend P2 und Ascend Mate des chinesischen Herstellers Huawei. Letzteres gehört wie das ebenfalls ausgestellte Modell Grand Memo von ZTE zu den ersten Vertretern der so genannten Phablets, die in punkto Größe zwischen Smartphones und Tablets angesiedelt sind und sich überall als vernetzter Entertainer oder News-Broker einsetzen lassen. Mit seiner Galaxy-Note-Modellreihe gilt Samsung als Vorreiter in Sachen "Phablets". Auf der CeBIT zeigte der südkoreanische Hersteller sein neues Galaxy Note 8.0. Auf großes Interesse stieß zudem das neue Microsoft Surface Pro - ein Windows-8-Ultrabook mit anklippbarer Tastatur. Das Gerät fällt in die Kategorie der "Convertibles" und feierte auf der CeBIT 2013 seine Deutschlandpremiere. Bisher ist das Surface Pro mit Windows 8 und x86-Technik nur in den USA und Kanada erhältlich. Ab dem zweiten Quartal soll es aber auch in Deutschland zu kaufen sein.

Merkels Hochsicherheits-Smartphone


Weitere attraktive Frühjahrsneuheiten waren bei den Mobilfunk-Betreibern Deutsche Telekom und Vodafone zu sehen - neben den neuesten Geräten von Sony, Nokia und HTC auch der mit Spannung erwartete BlackBerry Z10. Weil private Smartphones immer häufiger in Unternehmen Verwendung finden ("Bring your own Device"), lassen sich auf dem Z10 geschäftliche und private Daten sicher trennen. Eine von der Firma Secusmart vorgestellte Variante des Z10 soll als Hochsicherheits-Smartphone der Kanzlerin und in den Bundesbehörden zum Einsatz kommen.

Zudem feierten auf der CeBIT 2013 innovative Ideen wie die Handy-Uhr simvalley mobile PW-315.touch des Elektronikversenders Pearl mit Touchscreen-Steuerung Premiere. Gamer konnten neben den aktuellsten Apps mit der 3-D-Multimediabrille cinemizer OLED von Carl Zeiss ihre Lieblingsspiele in einer neuen Dimension erleben. Ein weiteres Messe-Highlight: Nach Smartphone und Tablet erobert der superschnelle Datenübertragungsstandard LTE auch das Auto. Die Besucher der CeBIT konnten zum Beispiel erstmals einen fahrenden LTE-Hotspot testen, der in Kürze bei BMW als Extra erhältlich sein wird.

Angesichts ihrer starken Auslastung ist es kein Wunder, dass die mobilen Netze immer häufiger an ihre Grenzen stoßen. So gab beispielsweise die Deutsche Telekom während der Messe bekannt, dass sie über eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Fon das größte WLAN-Netz Deutschlands aufbauen will. Das Prinzip ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die fortschreitende Shareconomy: Die Besitzer eines privaten WLAN geben ihr Netz für andere Nutzer frei und erhalten dafür kostenlosen Zugang zu Millionen von WiFi-Hotspots weltweit.

Das Internet der Dinge


Ein weiterer Megatrend der CeBIT 2013 war das "Internet der Dinge". Der Fernseher, der von selbst auf stumm schaltet, wenn es an der Haustür klingelt, die Kaffeemaschine, die pünktlich zum Aufstehen frischen Kaffee zubereitet, oder der Feuermelder, der weiß, welcher Notrufservice im Falle eines Falles alarmiert werden soll: Im Breitbandnetz können Objekte nicht nur mit Menschen kommunizieren, sondern auch untereinander ("Machine-To-Machine-Communication" oder kurz: M2M). Winzige Funksensoren verleihen intelligenten Geräten eine eigene Identität und verbinden sie mit dem Web. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Internet der Dinge weltweit an Bedeutung: "Das Internet der Dinge ist keine Vision mehr, es ist da! Wir befinden uns jedoch erst am Anfang einer spannenden Entwicklung. Rechner werden immer kleiner, ihre Chips passen mittlerweile in kleinste Alltagsgegenstände. Sie kommunizieren miteinander, um den Menschen das Leben leichter und komfortabler zu machen", sagte Pörschmann.

Auf der CeBIT 2013 wurde das Internet der Dinge aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. So zeigte beispielsweise das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine ressourcenschonende Fabrik ("SmartFactory") im Miniformat, in der in vier vernetzten Schritten ein Produkt gefertigt wird. Einen spannenden Ansatz für das smarte Wohnen präsentierte das Unternehmen aizo mit dem System digitalSTROM. Der neue Standard nutzt das bestehende Stromnetz, um Funktionen wie Licht, Zugang, Sicherheit oder das Thema Energieeffizienz auf intelligente Weise miteinander zu vernetzen. Dadurch kann es leicht in die bestehende Infrastruktur integriert werden.

Wandel zur Gigabit-Gesellschaft


Beeindruckende Beispiele für unseren Weg zur Gigabit-Gesellschaft lieferten die Unternehmen des CeBIT lab. So demonstrierte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut eine interaktive IT-Bildungsplattform, die ihr Wissen mit jedermann teilt. Einen wichtigen Fortschritt für die Medizin könnte der "Intelligente OP der Zukunft" markieren, den das Fraunhofer ISST am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand vorstellte: Gezeigt wurden ein System zur intelligenten Einweisung, eine sichere Patientenerkennung und ein Werkzeug zur Personalerfassung auf Basis der Funktechnik RFID.

Fast wie aus einem Sciencefiction-Streifen wirkte das DFKI-Projekt "Talking Places": Nicht etwa per Mausklick, Sprachsteuerung oder Touch-Geste, sondern allein mit ihren Augen konnten Besucher auf der Messe Informationen zu beliebigen Objekten abrufen - mit Hilfe eines mobilen Eyetrackers im Brillenformat. Ähnlich futuristisch wirkte auf viele CeBIT-Besucher der Druck von Gegenständen wie Schmuck, Spielzeug oder Ersatzteilen. Dabei sind 3-D-Drucker wie ein auf der CeBIT vorgestelltes Produkt von sintermask, das aus Kunststoff Bauteile bis zu einer Größe von 380 Millimetern herstellt, inzwischen serienreif. Die Geräte eröffnen völlig neue Möglichkeiten bei der kostengünstigen Fertigung für Industrie, Handel und den privaten Bedarf.
(Deutsche Messe AG Hannover, 11.03.2013 - KBE)
 
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